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Scliaffgotscli.
iars aufgerichtetes pactum manus simultaneae, demzufolge bald nach-ler unter Hans Ulrich S. so beträchtliche Güter vereinigt wurden;denn derselbe besass die Herrschaften Trachenberge Frausnitz, Kyn-ast, Greifenstein, Kemnitz, Schmiedeberg', Giersdorf, Hertwigswaldeund Ranske. Kr vermehrte durch Wacht und Ansehen, wie durchseine am IS. Oct. 1020 vollzogene Vermählung init des Herzogs JoachimFriedrich zu Liegnitz und llrieg Prinzessin Tochter, mit der er eilfJahre in einer glücklichen Khe lebte, den Glanz seines Hauses, demer auch als Lohn seiner Walfenthaten vom Kaiser Ferdinand 11. denseltenen Titel von Semperfreien des heil, römischen Reiches erwarb.Aber er trug auch nicht minder durch einen wahrhaft ritterlichen Sinnzur Befestigung dieses Ansehens bei, und sein Wahlspruch: „Virtute etfortuna" ist zu dem seines Hauses geworden. (M. s. Sinapius, I. S. 142.Krause, Miscellen p. 80.) Kr war Kaiser Ferdinand II. Kämmerer,General der Cavallerie und Commandirender in Schlesien, und starbals ein Opfer des Confessionshasses am 24. Juli 1635 zu jiegensburg,wo sein Haupt nach kurzem Prozesse auf dem Schall'ot liel. SeineGemahlin war schon einige Jahre früher in die Ewigkeit vorangegan-gen. Diese erlauchte Kltermutter des heutigen grällichen Hauses starbam 24. Juli 1631 zu Kemnitz, und liegt zu Greifenberg begraben.Ein Sohn aus dieser Khe war Christoph Leopold erster Reichsgraf v- S.,geb. am 8. Mai 1023. Kr ward in der katholischen Religion erzogenund starb am 30. Juni 1703 als kais. wirklicher Geheimer Rath, Kam-merpräsident in Schlesien, Ritter des goldenen Vliesses, nachdem ihmam 7. Septbr. 1662 das ungarische Baronat verliehen, und im Jahrelii74 den 12. März vom Kaiser Leopold 1. das damals fürstliche Prä-dicat „Hochgeboren" beigelegt worden war. Aus seiner Khe mit Agnes,Freiin von der Räcknitz, wurde am 19. April 1675 Hans Anton gebo-ren, der kais. Geheimer Rath und Oberamtsdirector in Schlesien, Erb-oberhofmeister, königl. Landeskanzler und Krboberhofrichter, Ritterdes goldenen Vliesses war. Demselben liess Kaiser Joseph 1. ein Diplomüber die schon seinem Vater zugestandene Reichsgrafenwürde unterdem 15. April 1708 ausfertigen. Er war zweimal vermählt, zuerst mitMaria Franzisca, Grälin v. Sereni, die ihm einen Sohn gebar, undnach deren am 10. August 1707 erfolgtem Tode mit Anna Theresia,Grälin v. Kolowrat-Nowohradsky, die Mutter von vierzehn Kindernwurde. Der Sohn aus erster Khe war Karl Gotthard, Graf und Sem-perfrei von und auf Kynast, k. k. wirklicher Geheimer Rath und Ober-landeshofmeister. — Aus der zweiten Ehe nennen wir nur folgendeSühne: Johann Ncpomul: Gotthard, geb. den 16. Mai 1713, Maltheser-ordens-Baillif, Commendator in Gröbnig und Striegau, lc. k. wirkli-cher Kämmerer, königl." preuss. wirklicher Geheimer Staats- undKriegsminister, auch Oberstallmeister, zweiter Majoratsherr. Erstarbam 15. Mai 1775. — Ferner war ein Sohn davon: Philipp Gotthard,geb. am 3. Juli 1716, der am 28. Septbr. 1747 Fürstbischof zu Bres-lau wurde, und Anton Gotthard , geb. am 16. April 1721, der als k. k.wirklicher Geheimer Rath und Oberhofmeister gestorben ist. Er warmit Maria Anna, Grälin v. Kolonitsch, seit dem 4. Febr. 1766 ver-mählt, und gründete die zweite schlesische Linie, deren Haupt ge-genwärtig sein ältester Sohn, Graf Joseph Gotthard S. u. s. w., Herrder Herrschaften Wiltschiitz und KrautenwaUle ist. — Aus Karl Gott-hards Ehe mit Maria Anna Johanna, Grälin von Hatzfeld - Trachen-berg, wurde das Haupt der heutigen ersten scldesischen Linie ge-boren. Ks war Johann Ncpomuh Gotthard, Reichsgraf v. S. u. s. w.,Krblandeshofmeister und Krbhofrichter, auch königl. Kammerherr, Rit-ter des schwarzen Adlerordens u. s. w. Er vermählte sich am 9. Ja-nuar 1764 mit Maria Juliane, Grälin v. Stubenberg. Sein Bruder war