138
Rüdiger — Riiscli.
Rüdiger, die Grafen und Herren von.
Ein westphälisches und sächsisches adeliges, in einer Linie auchgräfliches Geschlecht. Mehrere Edelletite dieses Namens haben in])reuss. Diensten gestanden, einige stellen noch in denselben. Einerstand als Capitain im Regimente v. Wedel, und war 1811 als Kstima-teur und Controleur in Königsberg in I'reussen angestellt. — Gegen-wärtig ist ein v. Rüdiger, früher in rnss. Diensten, l'ostdirector zuLüben in Schlesien. — In Kais. russ. Diensten ist ein v. Rüdiger zuhohen militair. Würden gelangt.
Riidgiscli, die Herren von.
Eine pomniersche adelige Familie, die früher im Biitowschen be-gütert war und sich auch Rugisch schrieb. Mehrere Mitglieder dieserFamilie haben in der Armee gestanden und stehen zum Theil nochin derselben, wie der gegenwärtige Major im 8. Infanterieregimente.
Riiffcr, die Herren von.
Eine schlesische Familie, die namentlich im Fürstenthnme Schweid-nitz angesessen war. Ihr gehörte Johann Gottfried v. Rüder an, derin der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts königl. Regierungsrathdes Fürstenthums Wohlau und Consistorialpräses daselbst war.
Rühle von Lilienstern, die Herren.
Eine aus den Rheinlanden und namentlich auch aus der freien StadtFrankfurt stammende adelige Familie, aus welcher der Oberst v. RühleCommandern' eines Bataillons in der niederscldesischen Füsilierbrigadewar. Ein Sohn desselben, der gegenwärtige Generallieutenant undChef des grossen Generalstabes Rühle v. Lilienstern, ist rühmlichstbekannt durch verschiedene kriegswissenschaftliche Schriften und Kar-tenwerke.
Diese Familie führt im rothen Schilde einen silbernen Hausgiebel.In jeder Ecke und unten im Schilde steht ein silberner Engelskopf,über demselben aber ein silberner Balken mit drei silbernen Sternen.Auf dem Helme zwei Adlerliiigel, der rechte weiss und blau, der linkeroth und weiss.
Riiscli, die Freiherren von.
Aus österreichischen Diensten trat Johann Theodor, Freiherr vonRiiscli, ein ungarischer Edelmann, im Jahre 174,1 in preussische. Erzeichnete sich besonders in der Schlacht bei Ilohenfriedeberg aus,wurde Generalmajor, Chef eines Husarenregiments, Ritter des Ordenspour le merite und Amtshauptmann zu Ragnit. Im Jahre 1753 erhobihn und seinen jiingern Bruder, der als Hauptmann in dem PrinzIleinrichschen Infanterieregimente stand, König Friedrich II. in denFreiherrnstand. Er starb im Jahre 1709 auf seinein Gute Javornitzim Kreise Lublinitz. Er war mit einer v. Model vermählt, von derer mehrere Kinder hinterlassen hat.