Rüts — Rummel.
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Das ihnen bei der Erhebung in den Freiherrnstand beigelegteWappen ist cpiadrirt und mit einem Mittelscllilde versehen. Im 1. und4. blauen Felde zeigt sich ein nach der rechten Seite aufspringendergoldener, einen Säbel in der rechten Franke haltender Löwe; im 2.und 3. rothen Felde aber ist der Orden pour le merite abgebildet.Das silberne Herzschild enthält einen gekrönten schwarzen Adlerkopfund Hals. Das Hauptschild ist von drei Helmen besetzt. Auf derKrone des ersten steht der Lowe, auf der des mittlem der Adlerkopf,und auf dem letzten Helme das Ehrenzeichen. Die Decken und dasLaubwerk sind rechts blau und golden, links roth und silbern.
Rüts, die Herren von.
Diese adelige Familie ist gegenwärtig in der Nenmarlc begütert,wo ein v. Kiits den Rittersitz Dobberpfuhl besitzt. In der Armee ha-ben viele Mitglieder dieser Familie gedient, namentlich der im Jahre1811 im Pensionsstande gestorbene Generallieutenant, ehemalige Chefeines Infanterieregiments, Coinmandant von Warschau u. s. w. Einerseiner Söhne schied im Jahre 1818 als Oberstlieutenant im General-stabe aus dem activen Dienste. — Nicht zu bestimmen vermögen wir,ob mehrere unter dem Namen v. Ruitz vorkommende zu demselbenGeschlechte gehören, namentlich der im Jahre 1754 verstorbene Oberstv. Ruitz, und der Generallieutenant, Oberst eines Dragonerregimentsund Ritter des Ordens pour le merite, der am 27. Decbr. 1756 aufseinem Gute Birkholz starb.
Rüxsleben (Rixlcbcn), die Herren von.
Ein altadeliges Geschlecht in Thüringen und Hessen, das seit lan-gen Jahrhunderten in Ansehn steht. Friedrich v. Riixleben war imJahre 1396 Schultheiss zu Nordhausen. Seine Nachkommen sind nochgegenwärtig bei Weissensee im Regierungsbezirke Erfurt begütert. Dievon Riixleben in Thüringen führen ein in der obern Hälfte silbernes,in der untern Hälfte schwarzes Schild, und auf dem Helme zwei, obensilberne unten schwarze Büifelhörner. Bei den hessischen v. Riixlebensind die Büifelhörner schwarz und silbern geviertet und mit acht sil-bernen Spiessen an goldenen Stangen besteckt. Siebmacher giebt diesebeiden Wappen unter dem Namen von Ruckleben, I. Th. S. 148 undIII. Th. S. 171. Zedier erwähnt dieses Geschlecht im 22. Bd. S. 2057.Gauhe, im I. Bd. S. 1458. Avemann in der Kirchberger Historie,S. 78-121.
Rummel, die Freiherren und Herren von.
In der Pfalz, Mecklenburg, Thüringen und Liefland kommen ade-lige Familien dieses Namens vor, die zum Theil freiherrlichen Stan-des sind. — Im Jahre 1486 war Grei/or v. Rummel Abt zu Ober-Zell. — Frans, Freiherr v. Rummel, war als Bischof von Wien mitder reichsfürstlichen Würde bekleidet, er starb 1716. — Der thüring-schen Linie gehörte der Major v. Rummel an, der 1806 im RegimenteKurfürst von Hessen stand und 1810 nach mehr als 50jähriger ehren-voller Dienstzeit pensionirt starb. Ein Sohn von ihm ist der gegen-wärtige Generallieutenant, 1. Cominandant von Danzig und Cominan-deur einer Division, Ritter hoher Orden, v. Rummel, — Die v. Rum-