Rougcmont — Rudorf.
chior Andreas, Freiherr v. R., als biscliöfl. breslauischer Rath und Re-gierungskanzler des Bisthums Breslau. — Sein Sohn, Kaspar Hein-rich, Freiherr v. R., war königl. Regierangsrath und Consistorialprä-ses des Fürstentums Brieg Iiir starb im Jahre 17X7. — Noch biszum Jahre 1870 war Joseph, Freiherr v. R. auf Malkwitz, Kaikauu. s. w., Landrath des Kreises Neisse; seine YVittwe, eine geb. Grälinv. Matuschka, ist gegenwärtig Aebtissin des gräflich v. Campanini-schen Stiftes in Barschau bei Lüben. — Kin v. R. besitzt gegenwär-tig die Pommerswitzer Güter bei Leobschiitz, und ein jüngerer Bru-der desselben Reisewitz bei Neisse.
Das Wappen dieses Geschlechtes ist quadrirt; im lsten und 4tengoldenen Felde steht eine silberne Mauer, über die sich das Bild einesgenisteten, ein Schwert führenden Ritters erhebt. In den silbernenFeldern 2 und 3 sind drei rothe Berge, über denen ein goldener Sternaufgeht, vorgestellt. Auf dem Helme wiederholt sich das Bild desRitters zwischen zwei Bülfelhörnern, deren Mundstücke mit dreiPfauenfedern besteckt sind. Die Decken rechts golden und schwarz,links roth und silbern.
Rougcmont, die Grafen und Herren von.
Der preussische Agent in Paris, v. Rougemont, erhielt am 19.März 1784 ein Anerkennungsdiplom seines Adels. — Denis Marie,Graf v. R. zu Paris, wurde im Jahre 1814 königl. preuss. Kammer-herr. Dieselbe Würde erhielt im Jahre 1830 Adolph v. 11. — Fre-deric de R. zu Neufchätel ist bei dem Departement des Innern daselbstangestellt und zugleich Deputirter des Districtes zu Noiregue.
Rouquette, Herr von.
Der König Friedrich Wilhelm II. erhob am 26. Nov. 1787 den da-maligen Stabscapitain im Dragonerregimente Posadowski, Joh. Stcph.Rouquette, in den Adelstand. Er war in der Mittelmark um das Jahr1740 geboren. Im Jahre 1794 erwarb er sich den Verdienstorden inPolen, und am 30. Mai 1803 wurde er Generalmajor und Chef einesneu errichteten Dragonerregiments. Er starb als Generallientenant undDivisionair der schles. Landwehr im Herbst 1813. Seine Wittwe, einegeb. v. Unruh, lebt in Berlin. So viel uns bekannt ist, hat er keineSöhne hinterlassen, und es ist daher sein Geschlecht mit ihm wiedererloschen. Das v. Rouquettsche Wappen zeigt in dem, mittelst einesgoldenen Schrägbalkens in ein blaues und ein schwarzes Feld geseil-ten Schilde zwei silberne französische Lilien und auf dem Helmeeinen gerüsteten, das Schwert schwingenden Arm.
Rudorf, die Herren von.
Wilhelm Heinrich v. Rudorf, geb. am 10. April zu ICörbicke imPaderbornschen, der Sohn eines Justizamtmanns daselbst, machte ruhm-voll im Husarenregimente v. Belling die Schlachten des siebenjährigenKrieges im jugendlichen Alter mit, und wurde im Jahre 1786 in denAdelstand erhoben. Er gelangte nach und nach zur Würde eines Ge-neralmajors, Chefs des Leibhusarenregiments. Den Orden pour le me-rite erhielt er für die in Holland im Jahre 1787 geleisteten Dienste.Kr starb in der Nacht vom 18. zum 19. Novbr. 1832 in dem ehrwür-