Rottenberg.
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erscheint, so gellt doch daraus hervor, dass diese Familie schon da-mals reich an Mitgliedern war. — Im Jahre 1407 verpfändete derHerzog Rupert zu Liegnitz dem Hans und Stephan v. Rothkirch dasSchloss Kotzenaii. — Friedrich v. Rothkirch war 15S9 des HerzogsJoachim Friedrich zu Liegnitz und Brieg Rath. — Im Jahre lül9starb Wolf Hang v. R., Landeshauptmann des Fürstenthums Liegnitz,der vor seinem Tode bedeutende Legate zu wohlthätigen Zweckenaussetzte. — Am Anfange des vorigen Jahrhunderts war das Hauptder Familie Johann v. R., Herr auf Cranz im Glogauischen, ein sehrgelehrter und angesehener Cavalier. In der Mitte desselben, und zwaram 14. März 1757, nahm ein Zweig des Hauses Panlhen, der her-zog!. wiirtemberg. Geheime Rath v. R., den Namen und das Wappendes freiherrlichen Hauses v. Trach mit königl. Bewilligung an. SeineNachkommen besitzen noch gegenwärtig die Fideicommissgiiter Panthe-nol!, Bärsdorf, Trach u. s. w. Der königl. Kammerherr Freiherr Ludwigv. R. Trach, vermählt mit einer v. Hartmann, ist der jetzige Besitzerdieser Güter. — Von der Schottgauer Linie ist der Präsident undGeneral-Commissarius, Ritter mehrerer Orden, Freiherr v. R. zuBreslau, und seine Brüder, der Major a. I). und Ritter des eisernenKreuzes 1. Classe v. R. auf Pristelwitz bei Trebnitz; der v. R. aufMoisdorf bei .lauer, und der v. IL, Herr der Knauther Güter in l'reus-sen. Der Letztere ist Wittwer von der Tochter des verstorbenen Ju-stizministers Grafen v. Dankelmann. Das alte Stammhaus Rothkirchhei Liegnitz ist, wie wir schon erwähnten, noch in den Händen einesv. R. — Aus dem Hause Panlhen hat eine Linie vor einigen Jahrendie grälliche Würde erlangt, namentlich die beiden Brüder Leopoldv. R., k. k. österreichischer Feldmarschalllieutenant, und Leonhardv. R., ebenfalls k. k. Feldmarschalllieutenant und provisorischer Chefdes Generalquartiermeisterstabes. Dieser Linie in Oesterreich gehörtdas Lehn llönigsdorf bei Grottkau in Schlesien. — Dieser katholi-schen Linie gehörte auch Anton Ferdinand v. R. und Panthen, Bischofzu Paphos und Weihbischof zu Breslau, an.
Das ursprüngliche Wappen der v. R. zeigt im goldenen Schildedrei gekrönte Adlerköpfe mit ihren Hälsen, oben zwei, unten einen;und auf dem Helme ebenfalls einen Adlerkopf und Hals. Die Helm-decken sind golden und schwarz. Dieses Wappen giebt Siebmacher,I. S. 52.
Die Freiherren von Rothkirch und Trach führen ein gespaltenesblau und goldenes Schild. In derblauen Hälfte sind der Trachische gol-dene Drache mit einem schuppigen Fischschwanz, gegen die linkeSeite aufspringend, im goldenen Felde aber die drei RothkirchschenAdlerköpfe dargestellt. Auf dem lsten Helme wiederholt sich der Ad-lerkopf, auf dem 2ten der Drache verkürzt. Zu Schildhaltern sindrechts der Drache, links ein schwarzer Adler gewählt. Die Helmdeckensind roth und golden.
Rottenberg, tlic Freiherren von.
Die v. Rottenberg gehören ursprünglich Franken und Oesterreichan, sie sind aber schon seit langen Zeiten in Schlesien ansässig. Dererste lidelmann dieses Namens, der in Schlesien erschien, war HansRotenberg, der im Jahre 1505 Kanzler des Herzogs zu Miinsterbergund Oels war. — Im Jahre 1537 starb Kaspar Rotenberg von Ketreund Drzslawe, oberster Landrichter des Fürstenthums Troppau. —Bin anderer, Kaspar v. R., war Landgerichts - Assessor des Fürsten-thums Troppau. — Am Anfange des vorigen Jahrhunderts starb Mel-