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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
134
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Rotlikircli.

Roth, die Freiherren und Herren von.

Verschiedene adelige Familien dieses Namens kommen in Schle-sien, Sachsen, Schwaben und Oesterreich vor. Hierher gehören vor-züglich die sclilesischen v. R.:

1) Die v. Roth und Jacobsdorf; von ihnen war Bartholomäus R.V. J. ein angesehener Ritter, der im Jahre 1503 lebte.

2) Die v. Roth und Riitzen im Fürstenthume YVohlau. Friedrichv. R. starb als kaiserl. Rath und Kanzler der Fürstenthiimer Liegnitz,Drieg und Wohlau im Jahre 16K5- Er erhielt vom Kaiser Leopold denFlecken Riitzen, jetzt dem gräflichen Hause v. Carmer gehörig, ge-schenkt. Diese Familie führt ein quadrirtes Wappen; im 1. und4. rothen Felde zeigt sich ein halbes aufspringendes silbernes Rossmit freiem Zügel, im 2. und 3. silbernen Felde aber ein gehar-nischter, drei rothe Rosen haltender Arm. Das Schild trägt zwei ge-krönte Helme. Auf dem 1, wiederholt sich das Ross, der 2. ist mitvier Straussfedern geschmückt. Die Helmdecken sind silbern und roth.

3) Die v. Roth und Mersine. Aus dieser Familie leistete im Jahre1390 Johann und 1405 Petrus v. R. und Mersine dem FürstenthumeBreslau erspriessliche Dienste; auch erwarben die v. Roth und Mer-sine mehrere Güter, namentlich Bienowitz im Wohlauischen, Lab-schütz im Trachenbergischen, Lohe und Bettlern im Breslauischen.Diese Familie führt im rothen Schilde einen silbernen, mit einem gol-denen Stern belegten Balken, und auf dem Helme zwischen einemrothen und einem silbernen Biilfelhorne einen abgekürzten goldenenLöwen, den Stern in der Pranke haltend. Die Helmdecken sind rothund silbern.

4) Die sächsischen v. Roth kommen auch unter dem Namen Ro-then und Roth vor; ursprünglich sollen sie von den sclilesischen gleich-namigen Familien abstammen.

5) Eine Linie der v. Roth wurde im Jahre 1721 und 1730 in denFreiherrnstand erhoben.

Ein Freiherr Moritz v. R. erwarb um das Jahr 1S20 den schönenRittersitz Lomnitz bei Hirschberg, jetzt der Familie v. Küster gehö-rig, und starb vor einigen Jahren daseibst.

Rothkircli, dio Grafen, Freiherren und Herren von.

F.in uraltes vornehmes Geschlecht in Schlesien, dessen ältestesStammhans Rothkirch im Liegnitzischen liegt. Eben so ist Panthenau,in derselben Landschaft gelegen, ein altes Besitzthum der Familie.Beide Güter sind nooli heute in den Händen der v. R. Yon hier ausverbreiteten sich die v. R. in mehrere Häuser und Linien, nament-lich Wolfsdorf, Schwenkfeld, Säbnitz, Spröttichen, Brauna, Cranz,Prausnitz, Jeschkendorf, Heinersdorf, Talbendorf und Christelwitz.Ausser diesen Stammgütern besassen sie Samitz, Jennowitz, Siegers-dorf, Fellendorf, Cunzendorf, Maserwitz, Romnitz, Mittel - Langen-waldau, Barschau im Liegnitzischen, Lampersdorf, Gross-Schottgauim Breslauischen u. s. w., in neuerer Zeit aber auch die Güter ICu-nitz bei Liegnitz, Peterwitz bei Jauer, Bertelsdorf bei Hirschberg,Schildau und Boberstein in derselben Landschaft, Hochkirch und Wieseim Trebnitzschen u. s, w. Nach einigen Autoren sollen 34 Ritterdieses Namens in der Tartarenschlacht bei Liegnitz auf dem Schlacht-,telde geblieben, und nur einer davongekommen sein, der sein Ge-schlecht fortgepflanzt hat. Wenn diese Zahl auch wirklich zu gross