Rotenburg.
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grossen Verlusten, zurückgezogen von der Welt, Mos den Künsten undWissenschaften lebend , in der bewährten Anhänglichkeit an l'reussenund sein Königshaus, zu Berlin.
Rotenburg (Rotten-), die Grafen und Herren von.
Die v. Rotenburg, auch Rottenburg geschrieben, stammen ur-sprünglich aus Tyrol, sie sind aber schon seit langen Jahrhundertenin Schlesien ansässig. Ihr Stammhaus in dieser letzten Landschaft,das Städtchen Rotenburg, liegt bei Grimberg. Von hier theilten siesich in verschiedene Linien und Aeste, namentlich in die Häuser Ot-tendorf, Kessel, Ochelhermsdorf, Deutsch-Nelkau, Beutnitz, Schöneichund Merkau. Auch erwarben die v. R. viele Güter, namentlich sindBuclnvahl, Kiilpenau, Zyrus, Schweinern, Leipe, Zakrzeivo, und inder Niederlausitz Leuthen, Menke, Zeben, Auche, u. s. w. alte Be-sitzungen der v. R. — Schon im Jahre 1130 war Christian v. R. undsein Solin Gottschalk auf dem Reichstage zu Braunschweig. — Chri-stoph v. R. war im Jahre 1591 kursächsischer und kurbrandenburgi-scher Ratli und Pfandesherr zu Freystadt. — Um dieselbe Zeit warNiculaus v. R. kursächsischer, kurbrandenburgischer und fürstl. Lieg-nitz-Briegscher Rath. — Nikolaus Friedrich v. R. war 1714 französi-scher Generalmajor, und Georg Sebastian v. R. königl. polnischer undkurfürstl. sächsischer Oberst. — Im Jahre 1728 war Alexander Ru-dolph v. R. Herr der Herrschaft Rothenburg und Landrath des KreisesCrossen. Kr brachte am 14. April 1736 die grälliche Würde auf seinHaus. Mit Eva Sophie, Freiin von Falkenhein, hatte er mehrereSöhne. Von ihnen gelangte Friedrich Rudolph , Graf v. R., zur Würdeeines königl. Generallieutenants, Chefs eines Dragonerreg. und Rittersdes schwarzen Adlerordens. Kr war wegen seiner militairischen Ver-dienste , wie wegen seiner übrigen Eigenschaften, von Friedrich demGrossen sehr geschätzt, und lebhaft bedauert von seinem Monarchenstarb er am 21. Deqbr. 1751, noch nicht 42 Jahre alt. — In Pom-mern blüht seit Jahrhunderten das Geschlecht der v. R., das ein unddasselbe Wappen mit den schlesischen führt, und daher auch KineFamilie zu sein scheint. Ihnen gehörte der Rittersitz Kiker bei Nau-gardt, den der Hofmarschall Friedrich Ernst v. R. am 5. Octbr. 1754von seinem Vater ererbte. Diesem Hause gehörte der am 1. Decbr.1833 zu Berlin verstorbene Rittmeister a. D., Domdechant zu Colbergund Major Residens des Obercollegiatstiftes zu Halberstadt an. Bei sei-nem Tode vermachte er sein bedeutendes Vermögen der Blindenan-stalt zu Berlin. Ein v. Rattenburg' ist gegenwärtig Generalmajor,Commandant zu Wesel, Ritter vieler Orden, namentlich auch des eiser-nen Kreuzes 1. Ciasse und des Militairverdienstordens.
Die v. R. in Schlesien führen ein gespaltenes Schild, dessen lin-kes Feld von sechs weiss und roth abwechselnden Schrägbalken durch-zogen wird. Im rechten weissen Felde zeigt sich ein rother aufge-lichteter und gekrönter Löwe. Auf dem gekrönten Helme stehen zweiMühlsteine übereinander, jede Seite derselben ist mit vier weiss undroth abwechselnden Straussfedern besteckt. Die Helmdecken roth undweiss. Siebmacher, I. S. 54.
Das grälliche Wappen ist durch einen Heim, der den preuss. schwar-zen Adler trägt, vermehrt worden.