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Regler — Reibnitz.
Regler, Herr von.
Der König Friedrich II. erhob am -P$ Febr. 1778 den Oberstenund Commandanten der Stadt und Festung Glatz, Ludwig WilhelmRegler in den Adelstand. Er war in der Mittelinark geboren und,tief eingedrungen in die Wissenschaft der Mathematik, und in die ln-genieurknnst, gelangte er nach und nacli zum Range eines General-majors, Brigadier der Ingenieure und Oberaufsehers über sämmtlicheFestungen in Schlesien. Im Jahre 1788 ernannte ihn König FriedrichWilhelm II. zum Director des vierten Depart. im Kriegsministerium.Er starb in dieser Stellung 1792. Im Jahre 1707 hatte er sich mitChristiane Sophie Wilhelmine, Freiin v. Richthof, aus dem HausePeterwitz, vermählt.
Das Wappen dieser Familie besteht in einem gespaltenen blauenSchilde. In dem rechten Felde sieht man drei goldene Giebel, imlinken aber eine silberne, in der Mitte mit einem goldenen Ringe um-gebene Lilie. Auf dem Helme stehen sechs Straussfedern, roth undsilbern abwechselnd.
RcIlfeld, die Herren von.
Ein adeliges Geschlecht, welches in Schlesien und in den Markenvorgekommen ist. Es führte im weissen Schilde ein braunes Reh;dasselbe wiederholte sich auf dem Helme verkürzt. In der Gegenwartscheinen viele Mitglieder der Familie nicht mehr Gebrauch von ih-rem Adel zu machen.
Reibnitz, die Freiherren und Herren von.
Sie gehören zu dem ältesten und vornehmsten Adel in Schlesien,wo ihr gleichnamiges Staminschloss bei Hirschberg (gegenwärtig denGrafen v. Dressier gehörig) liegt. Nikolaus v. Reibnitz war um dasJahr 1342 Assessor im gehaltenen Ritterrechte zu Schweidnitz. —Heinrich v. R. kommt im Jahre 1386 als bischöflich breslauischerMarschall vor. — Christoph v. R., Domherr des Stiftes zum heiligenKreuze in Breslau, baute im Jahre 1495 die schöne Kirche zu Kau-bitz, einem früher stark besuchten Wallfahrtsorte. — Im Jahre 1614starb Adam v. Reibnitz und Rathen als künigl. breslauischer Land-gerichtspräses. — Am 26. August 1636 vermählte sich Herzog Hein-rich Wenzel von Münsterberg und Oels mit Anna Ursula v. R., welcheim Jahre 1637 vom Kaiser Ferdinand II. in den Fürstenstand undzur Herzogin von Bernstadt erhoben wurde. Sie starb im Jahre1658. — In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts war GeorgWilhelm v. R. als beliebter Dichter und Schriftsteller bekannt. UnterAndern hat er auch die Vindiciae Poeseos Silesiorum geschrieben. —Die v. R. zerfielen nach und nach in die Häuser Rathen (mit denNebenlinien Ocklitz, Fürstenau, Peterswalde und Stradam), Arnsdorf(mit den Nebenlinien Buchwahl, Kauffungen, Erdmannsdorf, Leipeund Langenhehnsdorf), Falkenberg (mit den Seitenlinien Wederau undGräbel), Betzdorf und Gillsdorf, Baumgarten und Dörndorf. Ausserden genannten Stammgütern besessen die v. R. Harpersdorf im Lieg-nitzischen, Peterwitz, Kauder, l'olke im Schweidnitzischen, Neudorf,Alt-Schönau im Fiirstenthume Janer, Steinseifen und Glausnitz beiHirschberg, Gilmsdorf und Kemnitz in der Lausitz, u. s. w. — Aus