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4 (1842) P - Z
Entstehung
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Redern.

Staats-, Kriegs- und dirigirender wirklicher Finanzminister. Unterihm machte der Steinkohlenbergbau und das Eisenhüttenwesen mäch-tige Fortschritte; er legte die wichtigen Hüttenwerke zu Gleiwitz undKönigshütte, die Eisengiesserei zu Berlin und zahlreiche andere vor-trellliche Werke an. Sein Tod erfolgte im Jahre 1813 auf seinemreizenden Landsitze Buchwald in Schlesien. Aus seiner Ehe mit ei-ner Freiin v. Riedesel, die noch heute als Wittwe zu Buchwald lebt,sind keine Kinder vorhanden, und es ist demnach mit ihm wieder diegrätliche Linie des Hauses erloschen. — Aus der freiherrlichen Liniehat sich als Diplomat und genealogischer Schriftsteller, nicht minderwie durch seinen Biedersinn allgemeine Achtung erworben der künigl.hannoversche wirkliche Geheimerath, ausserordentliche Gesandte undbevollmächtigte Minister an den llöfen zu Berlin und Dresden, Frei-herr v. Reden, der vor einigen Jahren verstorben ist.

Das ursprüngliche Wappen dieser Familie ist ein rothes, mit sil-bernen Querbalken durchzogenes Schild, und auf dem Helme stehenzwei schräggelegte Tannenzapfen.

Dasselbe Wappenschild, aber damascirt, hat auch das grätlicheHaus, liier ist das Schild mit zwei Helmen bedeckt. Auf der Kronedes ersten liegen zwei Eisen (Hämmer der Bergleute) iibers Kreuz;auf dem zweiten liegt eine roth und silberne Wulst, mit den gleich-farbigen Tannenzapfen besteckt. Zu Schildhaltern sind zwei, preuss.Fahnen tragende, Bergleute gewählt; das Ganze ist von einem Her-melinmantel umgeben.

Redern (er), die Grafen und Herren von.

Die von Redernsche Familie in den Marken, aus welcher einAst am 14. Januar 1757 in den preuss. Grafenstand erhoben wurde,hat gleiche Abstammung mit den alten in 1-Teussen, im Anhaltschen,im Vogtlande, in Sachsen, Schlesien und Oesterreich vorkommendenGrafen und Herren v. Röder, Rödern, Rädern und Reder, und auchmit diesen gleiche Wappenbilder, nur mit Abweichungen. Für dengemeinschaftlichen Stammherrn dieser Geschlechter wird Hannihulllcinhard Räder gehalten, welcher den Adel vom Kaiser Heinrich demVogler erhielt. — Arnold v. Reder verkaufte schon 1218 das GutViceroth im Anhaltschen, das, wie eine darüber bekannte Urkundeausdrücklich besagt, schon seit langen Zeiten ein Eigenthum der Vor-fahren des Verkäufers war. — Bei der Einnahme des Giebichensteinsim Jahre 1278 zeichneten sich vorzüglich des Markgrafen Dietrich zuMeissen und Landsberg Kriegsobersten Falke und Conrad Reder aus. —Heinrich v. Reder wurde 1459 zum Heer- oder Herrenmeister des Johanni-terordens in Sonnenburg gewählt. Er bekleidete diese Würde aber nurein Jahr hindurch. Alte Güter der v. R. in der Mark sind: Wolters-lage und Königsmark in der Altmark, Langen und Linde in der Graf-schaft Ruppin, Löwenberg im Havellande, Kerckow in der Uckermark,u. s. w. —■ Das jetzt grätliche Haus besitzt die Herrschaften Görls-dorf, Lanke, die Güter Schwandte und Hohen-Seichow in der Ucker-mark; die adelige Linie Wansdorf bei Spandau, u. s. w. — DasHaupt der grätlichen Familie ist der königl. preuss. Kammerherr,General - Intendant der künigl. Schauspiele, Herr der HerrschaftenGörlsdorf, Lanke, der Güter und Besitzungen Schwandte, Hohen-Sel-chow, u. s. w., geb. den 9. Decbr. 1802, vermählt am 19. Dec. 1834mit Bertha Jenisch aus Hamburg.

Das ursprüngliche Wappen der v. Redern zeigt im rothen Schildeeinen silbernen Schrägbalken mit drei goldenen Sternen belegt. —Das grälliche Wappen ist quadrirt und mit einem Herzschilde verse-