Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
95
Einzelbild herunterladen
 

Rcckowski — Reden.

95

Jahr 1490 lebte. — Joachim v. Tieckow starb 1613 als Hauptmannzu Marientlies. Die Güter Liibzow bei Stolpe und Scldawe sind alteLehne der v. Tieckow. Bernhard Friedrich v. Reckow überliess siedurch Vergleich im Jahre 1741 dem Oberstlieutenant Karl Sigismundv. Pirch. Gegenwärtig ist Klescbinz, 3 M. -von Stolpe, Camnitz beiRummelsburg und Storckow bei Neu-Stettin ein Besitz dieser Familie,welcher der Generallieutenant a. D., Ritter hober Orden, v. Reckowangehorte, der im Jahre 1836 zu Düsseldorf starb.

Die -von Reckow führen im silbernen Schilde einen Bären, undüber dem TIelme drei goldene Sterne, über deren jedem ein Spiessmit goldenem Stiele, mit der Spitze aufwärts gerichtet steht. Helmdeckensilbern und schwarz. Brüggemann, I. Bd. 11. Hptst. Siebmacher, derdieses Wappen V. Bd. S. 161 giebt, hat das Schild -von blauer Farbe.

Rcckowski, die Herren von.

Mehrere adelige Familien dieses Namens haben denselben vondem Dorfe Reckow bei Bütow in Pommern angenommen, das vieleJahre hindurch ein Besitz der von Wricz - Wantoch- und Styp Re-kowski war. Ebenso sind Antbeile von Czarndainerow bei Biitowund Gr. Güstow bei Bütow, sowie der Rittersitz Schlaischow (Slei—schow) bei Lauenbnrg, noch gegenwärtig ein Besitz dieser Familie.Ein Oberstlieutenant v. Rekowksi, der 1806 als Capitain beim Reg.Garde stand, war zuletzt den Garde-Invaliden aggregirt. Eilt Majorv. Rekowski, 1806 im Regimente v. Müifling in Neisse, später imschlesischen Schützenbataillon, starb 1813 an ehrenvollen Wunden.

Redel, die Herren von.

Ein ausgestorbenes pommersches Geschlecht, das im Kreise Bel-gardt begütert war. Diese Familie führte im blauen Schilde zwei sil-berne Angelhaken oder Lanzenspitzen, und auf dem TIelme einenWeinstock. Micräl., Antifj. Pommer. Lib. VI. 371. Zedier, XXX. Bd.S, 1608. Siebmacher, V. Th. S. 162.

Reden, der Graf, die Freiherren nnd Herren von.

Diese alte vornehme Familie gehört dem Königreiche Hannoveran, woselbst sie seit langen Zeiten das Erbschenkenamt von Calenbergim Besitze hat. Dieses Amt haftet auf ihrem Rittersitze, der jetztFranzburg genannt wird. Sie theilte sich früher in zwei Linien, indie zu Reden und in die zu Wichtringshausen; die erstere erlosch imJahre 1777, die letztere blühte in drei Aesten fort, nämlich in demalten Wichtringhausenschen, in dem von Hastenbeck und in dem vonHastenbeck-Stemmen. In das preuss. Adelslexikon gehört diese Fa-milie vorzüglich, weil ein's ihrer Mitglieder, Friedrich Wilhelm v. Re-den, ein hochverdienter Staats-Minister nnd Chef des Bergwesenswar, auch von dem Könige Friedrich Wilhelm II. am 15. October1786 in den Grafenstand erhoben wurde. Er war in Hannover am 23.März 1752 geboren, und von seinem Oheim, dem Geheimen Kam-merrath und Berghauptmann v. Reden zu Clausthal, erzogen worden.Im Jahre 1778, im Lager bei Burkersdorf, nahm ihn König Friedrich II,als Kammerherr und Oberbergrath in seine Dienste, im Juli des Jahres1802 wurde er Oberberghauptmann und am 24. Juli 1813 Geheimer-