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Rüden — Radoliiiski.
dieristen gestanden , und einige dienen noch in der Armee. — JohannSigismund v. Radecke starb im Jahre 1809 als Oberst und Ritter desOrdens pour le merite. — Der Major Karl v. R. stellt gegenwärtigim Ingenieurcorps; er ist auch Inspecteur der sächsischen Festungen,Ritter des eisernen Kreuzes u. s. w. — Wilhelm v. R. war Major im1. Dragonerregimente und lebt jetzt auf seinen Gütern Gorgehnenu. s. w. bei Saalfeld in Preussen. — Die verwittwete Generalin v. Bo-gislawski zu Berlin, Dame des Louisellordens, ist eine geborne v. R.— Von den Gütern, welche die Familie früher in Preussen besass,nennen wir Gamsau, Wolna, Rudwangen, Lippitz, Bindtken, Vene-digen , Zana und Bogenhausen.
Die v. R. in Preussen führen ein gespaltenes Schild. In dem rech-ten goldenen Felde ist der Kopf eines Adlers vorgestellt, in dem lin-ken rothen Felde aber zeigt sich ein aufgerichteter Löwe, eine Lanzein den Pranken haltend.
Die zur scldesischen Ritterschaft gehörenden Edelleute dieses Na-mens führen im rothen Schilde einen weissen Fisch mit einem Hirsch-horn, und auf dem Helme eine rothe und zwei weisse Straussfedern.
Raden (Rahden), die Herren von.
Die adelige Familie von Raden oder Rahden, auch Rhaden undRade, kommt in Pommern und Schlesien vor, während sie auch inKurland und Lielland einheimisch ist. In Pommern war sie schon im16. Jahrhunderte bekannt, und bei Wolgast und auf Rügen ansässig.In Schlesien besass Anton August v. Raden, 1805 Landrath des Krei-ses Sagan, die Güter Nieder-Gorpe und Dobritsch bei Naumburg amBober, sie sind noch in neuester Zeit das Eigenthum seiner Tochter,Auguste v. Raden, vermählten v. Gellhorn, gewesen. — Ein v. Rhadebesitzt das Gut Wittenhagen.
Radolinski, die Grafen von.
Sie stammen aus dem uralten und vornehmen Hause Lesczyc ab,welches den ersten polnischen König Lech als Ahnherrn anerkennt,weil Lesczyc in der polnischen Sprache gleichbedeutend ist mit Sohndes Lech. Eine lange Reihe von Männern, welche die höchsten welt-lichen und geistlichen Würden im Königreiche Polen bekleideten, sindaus diesem Hause hervorgegangen. Schon um das Jahr 1020 kommtVerslaus Lesczyc als ein tapferer und kluger Feldherr vor. — PeterLesczyc war im Jahre 1079 Erzbischof zu Gnesen. Er allein wagtees, den päpstlichen Kirchenbann gegen den König Boleslaus von Po-len, welcher den heiligen Stanislaus ums Leben hatte bringen lassen,in Kraft zu setzen, und regierte nach dessen Entthronung drei Jahrehindurch unter dem Titel eines Primas von Polen. — Ein Zweig die-ses Geschlechts führte seit dem 11. Jahrhunderte den Namen Grafenauf Skarsow. — Zu Ende des 14. Jahrhunderts fügten die Söhne desGrafen Macuda ihrem Familiennamen den eines ihrer Lehne, Radolin,hinzu. Einer dieser Söhne, der den Beinamen Visch sich beilegte,war Peter auf Radolin, Bischof zu Krakau und Posen, Staatskanzler,päpstlicher Nuntius, Gesandter des Königs Jagiello und der katholi-schen Kirche in Polen auf dem Concil zu Pisa. Nach der Rückkehrvon einer Wallfahrt nach Palästina starb er im Jahre 1414. Er warein Freund der Königin Jadwiga, und dieselbe hatte ihn zum Voll-strecker ihres Testaments ernannt; auch hatte er die Akademie zu