Itabwald — Radccke. 7 l J
Rabwald, die Herren von.
Kine adelige Familie in Prenssen, die im 16. Jahrhunderte da-selbst blühte. — Potentia v. Braxein, eine Tochter des bekanntenBalthasar y . B., war an einen v. Rabwald vermählt.
Raczcck, die Herren von.
Eine adelige Familie katholischer Religion in Oberschlesien, dieim vorigen Jahrhunderte den Rittersitz Jasten bei Tost besass. — Karlv. Raczeck war 1806 erster Marschcominissarius im Kreise Tost-Glei-witz, und Erbherr auf Czackanau. Gegenwärtig ist sein Sohn, Jo-seph v. Raczeck, Lieutenant a. D., Besitzer dieses Familiengutes.
Raczynski, die Grafen und Herren von.
Ein vornehmes polnisches Geschlecht, von dem eine Linie demalten mächtigen Ilause Jastrzembiec, eine andere, und namentlich dieunten näher erwähnte Linie dem Ilause Nalecz oder Nat?cz angehört,und von dem Herzoge Popielo abstammen soll. Seit der Theilung desKönigreichs Polen gehören verschiedene Häuser dieser Familie auchdem preuss. Staate an, und es ist eine lange Reihe hochverdienterMänner daraus hervorgegangen, die sich auch durch Gelehrsamkeitvielfach ausgezeichnet haben. Ein sehr hochverehrter Prälat war derBischof v. Raczynski zu Posen, in dem auch die Hedwigskirche zuBerlin einen Beschützer und Wohlthäter verehrt. Eine Linie diesesHauses ist in den preuss. Grafenstand ei hoben worden. — Graf Atha-nasius v. R. war in neuerer Zeit königl. preuss. Gesandter am Hofezu Kopenhagen. Er ist auch Ehrenmitglied der Akademie der Künsteund als Schriftsteller rühmlichst bekannt. — Sein Bruder, Graf Eduardv. R., ist seit dem Jahre 1816 königl. preuss. Kammerherr. Er be-sitzt die Rogallinschen Güter im Kreise Schlimm.
Dieses gräfliche Haus führt im rothen Schilde eine silberne Haupt-binde, rund wie ein Kranz zusammengezogen und mit den Endenübers Kreuz gelegt. Auf dem gekrönten Helme stehen zwischen zweiHirschgeweihen drei Straussfedern, durch welche ein Pfeil fährt. M. s.Wappenbuch der preuss. Monarchie, I. S. 80. Nachrichten von die-sem Geschlechte giebt Okolski, II. S. 243. 250. Sinapius, 11. S. 830.
Radccke (icke), die Herren von.
Adelige Familien dieses Namens kommen in der Schweiz, Schwa-ben und in Schlesien schon in alten Urkunden vor. In Böhmen undSchlesien tindet man sie auch unter dem Namen Radetzki v. Radeck.A^us der schweizer Linie war Rüdiger v. B. Bischof zu Chiemsee und1233 Bischof zu Passau. Das Stammschloss der v. R. in Schle-sien soll Radeck im Fürstenthume Oppeln sein. — Um das Jahr 1572geschieht eines Michael v. R. Erwähnung; er war Landrath des Her-zogs Wenzel von Teschen. — Chrysosloinus v. R. auf Caderitz warim Jahre 1625 Hofmarschall des Erzbischofs von Magdeburg. — Dererste Ritter dieses Namens, der nach Preussen kam, war Johann Da-niel v. R., der das Indigenat und eine Anerkennung seines alten Adelserhielt. Seine Nachkommen haben grösstentheils in preuss. Kriegs-