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4 (1842) P - Z
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Rabenau Rabicl.

Rabenau, die Herren von.

Ein altadeliges Geschlecht in Schlesien und in der Lausitz, aus demschon Hermann v. K. unter den Kriegsobersten des Kaisers Friedrich III,war. Es zerliel in Schlesien in die Häuser Briesnitz im Saganschenund Weisig im Sprottauischen , in der Niederlausitz aber in die Häu-ser Hammerstadt und Bietschen, und in der Oberlausitz blühte es indem Hause Wendisch Pohlsdorf. Im Crossenschen waren auch Kuck-adel und Kossar ein Besitz dieser Familie. Gegenwältig ist Karl F.v. Rabenau auf Dobers Landrath des Kreises Rothenburg im Regie-rungsbezirke Liegnitz. Mehrere andere Mitglieder der Familie ste-hen im preuss. Civil- oder Militairdienste.

Dieses altadelige Geschlecht führt im getheilten, oben goldenen,unten rothen Schilde oben einen halben weissen Geisbock und aufdem ungekrönten Helme einen schwarzen Raben, der ein Silberstiickim Schnabel hält. Dieses Wappen giebt Siebmacher, I. S. 59. M. s.auch Sinapius, I. S. 744. II. S. 899. Gaulle, I. S. 1294.

Rabenau zu Nordeck, die Herren von.

F.in altadeliges Geschlecht in Westphalen und Oberhessen. Ihmgehört die gleichnamige Herrschaft in der Gegend von Giesen. Ausdieser Familie stammte Wallhcr Rabenau v. Nordeck, der um dasJahr 1270 Ileerineister des Schwertordens in Lielland war. Eine Li-nie dieses Hauses schreibt sich Nordeck v. Rabenau, nach einein al-ten festen Bergschlosse im Hessischen. In der preuss. Armee ha-ben mehrere Mitglieder dieses Hauses im Jahre 1809 gestanden, na-mentlich diente ein Oberst Nordeck v. R. in der niederschlesischenFüsilierbrigade, der im Jahre 1809 zu Apenborn im Darmstädtischengestorben ist.

Diese Familie führt im weissen Schilde ein aus drei Herzen ge-formtes blaues Kleeblatt, und auf dem Helme eine mit einem Pfauen-schweife besteckte Säule zwischen zwei weiss und schwarz geviertetenBülfelhörnern. Die Ilelindecken sind weiss und schwarz. M. s. Sieb-macher, I. S. 137. Gauhe, I. S. 1294. Zedier, Bd. 30. S. 458.

Rabicl, die Herren von.

Eine sächsische Familie, die in der letzten Hälfte des vorigenJahrhunderts einen Antheil an dem Dorfe Pouch bei Bitterfeld besass.Auf dem Turniere zu Braunschweig im Jahre 999 wurde Melchior Ra-biel zugelassen. Aus dieser Familie dienten mehrere Mitglieder impreuss. Heere. Christoph Ludwig v. Rabiel war königl. General-major, 1791 Commandant von Breslau und 1793 von Glaz. EinOberstlieutenant v. Rabiel, früher Major im Regimente König undCommandeur eines Grenadierbataillon, starb 1809 als Postmeister zuLandsberg a. d. W.

Dieses adelige Geschlecht führt im silbernen Schilde ein rothge-ziigeltes Ross, und auf dem Helme zwei roth und goldgeviertete Büf-felhürner. Siebmacher, 1. Bd. S. 159. Lucä erwähnt die Familie imGrafensaal, S. 392. Gauhe, I. Bd. S. 1299. v. Meding beschreibt dasWappen, II. Th. N. 454.