Puttlitz.
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Wollin, Deutsch-Korstnitz, Lossin, Gr. Nossin, u. s.w. im KreiseStolpe; Lindenbusch, Saaben, Reinfeld, Poberow, Wobeser, Sellin,Storkow, u.s.w. im Kreise Rummelsburg, Pansin, im Kreise Saatzig,u. s w. Besitzungen der v. P. — In Schlesien ist der RittersitzSckikerwitz im Oelsischen ein Fideicominiss der Rarone v. P.
Im preuss. Staatsdienste stehen gegenwärtig der Landrath des Krei-ses Randow und Stettin v. P., Herr der Cabelwischer Güter, und derLandrath des Rummelsburger Kreises v. P. auf Rartin. — Sehr zahl-reich sind die Mitglieder der Familie, die zu hohen Würden und zuKriegsrnhm im preuss. Heere gelangten, namentlich:
Nikolaus Lorenz v. P., der als künigl. preuss. Generallieutenant,Coinmandant von Stettin und Ritter des Ordens pour le merite imJahre 1783 gestorben ist.
Martin Ludwig, Freiherr v. P., königl. preuss. Generalmajor undChef eines Infanterieregiments , ist vom Könige Friedrich II. in denFreiherrnstand erhoben worden und wurde Stifter der schlesischenLinie. Kr starb am 9. Septbr. 1782.
Georg Ludwig v. P., königl. preuss. Generalmajor und Chef einesHusarenregiments, blieb am 12. August 1759 in der Schlacht bei Cun-nersdorf, und liegt in Cüstrin begraben.
In neuerer Zeit war ein v. P. Generallieutenant und Chef deszu Brandenburg garnisonirenden Infanterieregiments.
Gegenwärtig ist der Generalmajor v. P. Coinmandant des Invali-denhauses zu Berlin.— Viele Mitglieder der Familie dienen im Heere.
Das ursprüngliche Familienwappen der v. P. zeigt im blauenSchilde einen rothen Greif mit goldener Krone und silbernem Fisch-schwanze. Auf dem gekrönten Helme steht zwischen zwei blauenStreitäxten mit goldenen Stielen ein goldener Sparren, der mit dreiPfauenfedern besteckt ist. Die Helmdecken sind weiss, roth und blau.
Das freiherrliche Wappen ist dem adeligen ganz gleich, nur ste-hen hier die beiden Streitäxte auf zwei gekrönten Helmen. M. s.Micraelius, Antiquit. Pom. Lib. VI. S. 368. Pauli, Leben grosser Hel-den, V. S. 89. Gauhe, I. S. 1282. Biogr. Lex. aller Helden undMilitairpersonen u. s. w., Bd. III. S. 239 u. f.
Puttlitz, die Freiherren Gans, Edle Herren zu.
Eine der ältesten und ohne Zweifel der angesehensten Familienin der Mark Brandenburg. Sie leitet ihren Ursprung ab vom GrafenGebhardt von Mansfeld und führt ihren Stammbaum, mit Einschlussder altgräflich Mansfeldschen Familie, in ununterbrochener Reihe bisauf Hojer, den Rothen, Grafen von Mansfeld, welcher um das Jahr542 lebte und Ritter der Tafelrunde gewesen ist. Die Reichsfreiherrenzu Puttlitz sind im Besitze der schätzbarsten Familien-Nachrichten,wodurch deren Geschichte bis auf die kleinsten Angelegenheiten nach-gewiesen werden kann. Unter jenen findet sicli insbesondere eineHandschrift: „Geschichte der zu Puttlitzschen Familie," in Folio, 1174Seiten, welche zwar weitläufig und oft unverständlich ist, ein gros-ses Interesse indessen dem Freunde der Geschichte und dem Heraldikerwegen der darin enthaltenen Urkunden aus dem grauen Alterthumedarbietet. Ch. M. Spener hat die Geschichte dieser Familie beleuch-tet, und zwar unter dem Titel:
Ehre des freiherrlichen Hauses von Puttlitz, d. i. historisch-genea-logische und politische Betrachtung der aus dem gräfl. Mansfel-dischen Geblüte entstandenen F.dlen Herren Gänsen, Herren zuPuttlitz etc.
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