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Prosck — Proskau.
sclie Grenzkirchen auf sächsischem Boden erbaut. Mit seiner erstenGemahlin, Magdalene Sidonie, gebornen Freiin v. Putbus, erzeugte erzehn Söhne, von denen ihn nur einer überlebte.
Das ursprüngliche Wappenbild der Promnitz ist im rothen Schildeein silberner Pfeil zwischen zwei silbernen Sternen, und auf demHelme drei Straussfedern (silbern, schwarz, roth). Bei den spätemErhebungen sind als Vermehrung zwei schwarze Balken in einem sil-bernen Felde und zwei goldene Löwen im blauen Felde hinzugekom-men. M. s. Sinapius, I. S. 93 und II, S. 178. Jo. S. Magni Stemmat.Promnitiani ornamenta 1679.
Pro seil, die Herren von.
Der König Friedrich Wilhelm II. erhob im Jahre 1787 den dama-ligen Rittmeister im Uusarenregimente v. Czettritz, nachmaligen Oberst-lieutenant und Chef eines Füsilierbat. in der 1. Warschauer Brigade,Ritter des Verdienstordens Proscii, in den Adelstand. Er war mit ei-ner Freiin von Diebitsch, aus dem Hanse Gr. Wirsowitz, vermählt.Ein Sohn aus dieser Ehe, der Landesältesle v. Prosch, besitzt denRittersitz Hausdorf bei Neumarkt. Diese adelige Familie führt einquadrirtes Schild, im lsten und vierten blauen Felde sieht man eineneisernen Arm, der einen goldenen Pfeil zum Wurf emporhält, das2te und 3te Feld ist in roth und Silber gestreift. Auf dem Helmesind zwischen zwei schwarzen Adlerlliigeln drei Straussfedern (roth,weiss, roth) angebracht. Die Decken roth und silbern.
Proskau, die Grafen und Herren von.
Ein uraltes, vornehmes gräfliches Geschlecht in Schlesien, wel-ches aber im Jahre 1769 am 29. Juli ausgestorben ist. Das Stamm-haus desselben, Proskow, liegt im Oppelnschen. Der Ahnherr desGeschlechts war Radossius, der mit dem Anführer der Slaven, Czech,nach Böhmen gekommen ist. Im Jahre 1286 war Stanimir I. Castel-lan zu Ratibor. — .Johann I. Proskowski starb im Jahre 1508 alsKanzler der Fürstenthümer Ratibor und Oppeln. — Von den Gü-tern, welche diese Familie besass, nennen wir, ausser dem Stamm-hause Proskau, Primkenau, Lauterbach, Weissig, Krampf, Wolfersdorfim Glogauischen, Herzogswalde im Saganschen, u. s. w. — Im An-fange des vorigen Jahrhunderts war Anton Christoph, Graf v. P., kais.Kämmerer und königl. Kammerrath im Herzogtluime Schlesien. —•Georg Christoph, Graf v. P., ein Bruder des Vorigen, war kais. Käm-merer, königl. Mann-Rechts-Beisitzer und Landesältester im Fürsten-thunre Glogau. Er errichtete ein Fideicommis, welches nach seinem,ohne Leibeserben erfolgten Tode an den Enkel seiner Schwester, derGrälin Karoline Maximiliane v. P., Karl Maximilian, Grafen v. Die-trichstein, lieh Von der Zeit an führt das fürstl. DietriclisteinscheHaus neben seinem Namen und Wappen auch den Titel und das Wappender Grafen v. P. Die Herrschaften Proskau und Czrhelitz bei Oppelnverkaufte jedoch das Haus Dietrichstein im Jahre 1782 an den KönigFriedrich II. und dieselben bilden gegenwärtig ein königl. Domai-nenamt. Das im Jahre 1571 erbaute gräfliche Schloss dient zum Sitzedes Rentamtes und der F'orstkasse, und in einem seiner Nebengebäudeist die früher königl. Fayaneefabrik.
Siebmacher giebt II. S. 38 ein Wappen der Freiherren v. P. Ksist quadrirt; im lsten und 4ten, oben gelben, unten schwarzen Felde