Przyluski — Piicklcr.
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zeigt sich ein springender Hirsch, im 2ten und 3ten, rechts rothen,links weissen Felde ist ein Hufeisen mit abwechselnden Farben dar-gestellt. Aus dem gekrönten Helme wächst der Hirsch. Die Helm-decken sind rechts weiss und rotli, links gelb und schwarz. M. s. auchZedier, 29 S. 923—34..
Pxzyluski, die Herren von.
Aus dieser adeligen, polnischen Familie besitzt der Landschafts-rath Franz von Przyluski das Rittergut Starkowiec im Grossherzog-thume Posen.
P iL ekler, die Fürsten und Grafen von.
Ein uraltes reichsgräfliches Geschlecht, von dem ein Zweig imJahre 1822 die preuss. Fürstenwürde an sein Haus brachte. Dasselbeblüht gegenwärtig in drei Zweigen, nämlich in dem fränkischenPiickler-Limpurg, dem fürstlichen Piickler-Muskau und dem schlesi-schen Grafen Piickler, Freiherrn v. Groditz, fort. Nach ihrem Stamm-hause, Alt - Bechlarn hei Marbach an der Donau, nannte sich die Fa-milie erst Bechlarn oder Pecklarn, später Piickler und seit dem An-fange des 16. Jahrhunderts Piickler. Schon im 10. Jahrhunderte kommendie v. Becklarn in Oesterreich, in hohem Ansehen stehend, vor; durchVerfolgungen veranlasst, sollen sich zwei Mitglieder der Familie, Jo-hannes und Dominicus , nebst mehreren Anverwandten, aus Oesterreichgeflüchtet und sich im II. Jahrhunderte im Briegschen ansässig ge-macht haben. — Rüdiger v. P., der um das Jahr 1236 Bischof vonPassau wurde, starb als der letzte v. P. in Oesterreich. — Ein Nach-komme des erwähnten Johannes Balthasar Y. P. und Groditz wurdeim 16. Jahrhunderte in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Er war kais.Truchsess, Landrechtsbeisitzer der Fürstenthümer Oppeln und Ratiborund Herr der Stadt und Herrschaft Falkenberg, so wie auch der Gü-ter Cuya und Cantersdorf. Er ist der Stammvater der Grafen v. P.Mit den beiden Söhnen Georgs, Freiherrn v. P., Karl Franz undAugust Sylvins, welche am 10. Mai 1690 die reichsgräfliche Würdeerhielten, theilte sich das Haus in zwei Linien. Ersterer, der imJahre 1708 starb, erwarb ausser andern bedeutenden Besitzungen auchdie Herrschaft Fahrenberg bei Nürnberg und wurde Stifter der frän-kischen Linie. Durch Heirath kam ein Theil der Grafschaft Limpurgan dieselbe, und sie erhielt im Jahre 1740 Sitz und Stimme im frän-kischen Grafen-Collegium. August Sylvins dagegen gründete die schlesi-sche oder lausitzer Linie, die sich mit seinen beiden Söhnen, Erdmannund Franz Sylvius, in den ältern und den jüngern Ast theilte. Derältere Ast wurde in der Person des jetzt lebenden Fürsten im Julides Jahres 1822 nach dem Rechte der Erstgeburt in den preuss. Für-stenstand erhoben. Der Vater des Fürsten, Graf Ludwig Karl HansErdmann, erwarb durch Heirath mit der Tochter des Grafen GeorgAlexander v. Callenberg, Clementine Kunigunde Charlotte, die allodialeStandesherrschaft Muskau und nahm den Namen Pückler-Muskau an.Die Grafen v. P. in Schlesien zerfielen in neuester Zeit in die HäuserSchedlau, Tannhausen und Gimmel. Die beiden letzteren Besitzungensind in andere Hände gekommen, während Schedlau mit dem al-ten Stammgute Groditz, ferner Rogau, Jacobsdorf noch gegenwärtigein Besitz der Söhne aus dem Hause Schedlau sind. Ebenso istHioinaswaldau im Bunzlauischen jetzt ein gräfl. v. Piicklersches Be-v sitzthum. Die jetzt lebenden Mitglieder der Familie Piickler sind: