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Paczenski.
dieselben bereits am Schlüsse des Jahres 1787, ging anf Reisen undkain nach Schwedisch-Pommern zu seinen zwei dort vermählten Schwe-stern. Bei der dortigen Regierung im Jahre 1788 als Referendar an-gestellt, avancirte er 1789 zum Regierungsrathe und 1810 zum Kanzler.Nachdem diese Provinz an Preussen gekommen war, ward er im Jahre1817 zum Chefpräsidenten der Regierung zu Stralsund befordert. Seitdem Jahre 1828 lebt er a. D. zu Berlin, sich litterarischen Beschäfti-gungen widmend. — Der noch lebende zweite Sohn des Präsidenten,August Heinrich Pachelbl v. Gehag bekleidet eine Oberforstmeisterstellezu Arnsberg, und ist Vater von drei Söhnen und zwei Töchtern.
Die v. Pachelbl-Gehag führen im blauen Schilde und auf dem ge-krönten Helme einen goldenen Pelikan mit aufgehobenen Flügeln, dersich die Brust öffnet. Dieses Wappen giebt Siebmacher, 1. S. 130.M. s. auch Hellbach, II. S. 198. Biederstedts Nachrichten von denjetzt lebenden Schriftstellern in Neu - Vorpommern und Rügen. 1822.S. 98. Das gelehrte Teutschland im 19. Jahrhundert, Fortsetzung,Band 7. S. 50. Heinsius, allgem. Bücher-Lexic. Bd. 111. S. 119.
Paczenski, die Freiherren und Herren von.
Diese adelige und zum Theil freiherrliche Familie in Schlesienund Polen, die sich Paczenski v. Tenczin schreibt, stammt mit demGrafen v. Tenczin gemeinschaftlich aus dem einst angesehenen gräll.Hause Tapor ab. Ihr Stammhans in Schlesien scheint der RittersitzPatschin im Kreise Tost-Gleiwitz (gegenwärtig dem Grafen v. Ga-schin gehörig) zu sein, aber auch bei Oels, Brieg, Oppeln und Rati-bor hatte die Familie ansehnliche Güter. Nach dem Stammsitze nanntensie sich lange Jahre Paczenski v. Gr. Patschin; erst nachdem ihre Vet-tern, die v. Tenczin, vom Kaiser 1692 die Reichsgrafenwiirde erhal-ten hatten, schrieben sich die v. Paczenski mit dem Zunamen Tenczin.— Absalon Wenzel Paczenski-Tenczin starb um das Jahr 1699 alsDompropst zu Breslau. Er besass die Halbendorfer Güter. Im Nimpt-schen blüht eine Linie dieses Hauses zu Reichen, eine andere zuPristelwitz bei Oels fort. — Karl Friedrich v. Paczenski besass amAnfange des vorigen Jahrhunderts die Güter Pristelwitz, Minitz, Louis-dorf u. s. w. — Georg Fried. Wilhelm v. Paczenski auf Bischdorf,Ouosnitz u. s. w., war 1806 königl. Oberamtsregierungs-Director, spä-ter Präsident u. s. w. in Breslau. Zu selbiger Zeit war ein v. Pa-czenski auf Wendzin bei Pless Urbarien- Commissarius, und Joseph v.Paczinski-Tenczin war 1805 Canonikus zu Glogau. — Gegenwärtigbesitzt der Landesälteste Goltloh v. Paczenski die Güter Boroschau undGwoszian im Rosenbergschen, und Joseph v. Paczenski in derselbenLandschaft das Rittergut Koselwitz. — Der Geh. Justizrath v. Pa-czenski ist Land- und Stadtrichter zu Strehlen. — Der ölsischen Li-nie dieses Hauses gehört auch der herzog!. Sachsen-altenburgischeOberstallmeister v. Paczenski an, dem früher das Gut Stein bei^Jelsgehörte. Von seinen Schwestern ist eine die Wittwe des Freiherrn v.Zedlitz-Leipe auf Kapsdorf u. s. w., eine andere war mit dem Berg-hauptmann Grafen v. Einsiedel vermählt. Von den Töchtern des obenerwähnten Präsidenten ist eine an den Grafen Zedlitz-Leipe aufKratzkau, eine andere an den Grafen Leopold Wartensleben vermählt.
Die v. Paczenski führen wie die Tenczin und Tabor im Schildeund auf dem Helme ein silberfarbiges Beil am goldenen Stiele. M. s.Sinapius, I. S. 973. II. S. 254.392.689. Zedier, XXVI. S.152. Gaulle,I. S. 1154. v. Meding beschreibt das Wappen, I. No. 596.