Droste.
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Aufhebung des Edicts von Nantes aus Frankreich entfloh, und sichin Berlin mit der französischen Kolonie niederliess.
Er ward. d.5. März 1703 Capitaih im holsteinschen Regiinente, 1704Major bei Wittgenstein Dragoner, 1706 Oberstlieutenant, und 1711Oberst bei Panwitz Dragoner (im spanischen Successionskriege), undnahm 1714 den Abschied. Er besass die Güter Galn, Mitgendorf undWahlsdorf im teltowschen Kreise der Mark, und starb d. 25. Mai 1750.
Ausser zwei Töchtern, die an den Major von Jarriges, und anden holländischen General Duttan de Vence vermählt waren, hinter-liess er nur einen Sohn Jean Louis von Dorville, der zuerst Landrath,dann Chef des französischen Ober-Directorium, und geheimer Tri-bunal-Rath, 1763 Kammergerichts-Präsident, und 1764 Staats- undJustizminister, Chef des reformirten Kirchen-Departements wurde,wobei er Präsident des Kammergerichts blieb. Er starb 1770, und be-sass das Gut Kerzendorf im teltowschen Kreise.
Aus seiner 1. Ehe mit Marianne Henriette de Mirande hinterliesser einen Sohn, und aus der 2. Ehe mit Henriette Charlotte de Beville,lille de Messire Henry le Chenevix de Beville, ancien Lieut Colonelet de Dame Suzanne, Baronne de Montolieu St. Hippolyte eineTochter.
Der vorgedachte Sohn erster Ehe, Louis de Dorville, geb. 1745war zuerst Kammerherr, dann Hofmarschall, zuletzt Oberhofmeisterder Königin' Elisabeth Christiane, Gemahlin Friedrichs des zweiten.Er starb 1801 zu Paris auf einer Reise, die er dorthin unternommenhatte, und hinterliess aus seiner ersten Ehe mit einem Fräulein vonSchwerin, Schwester des Generals Grafen von Schwerin, Chef des Leib-Kürassier-Regiments, der im hohen Alter 1835 ausser Dienst in Ber-lin verstorben ist, einen Sohn, welcher zuerst im Regiment Gensd'armesstand, von 1805 bis 6 Adjutant des Feldmarschalls Müllendorf, und1815 Commandeur des 6. kurmärkischen Landwehr-Cavallerie Regi-ments war, — dann dem 1. Uhlanen-Regiment aggregirt wurde, u.s. w., wie im unserm Lexicon steht
Erst in zweiter Ehe war der Oberhofmeister v. Dorville mit einemFräulein v. Schweinichen kinderlos vermählt, und diese war nicht desOberstlieutenants Mutter, welcher übrigens kinderlos, und der letzteseines Geschlechts ist.
Es ist also falsch, dass die Söhne und Enkel des Obersten v.Dorville in der Armee gedient hätten. Er hatte nur einen Sohn, denMinister, und einen Enkel, den Oberhofmeister.
Uebrigens aber sind die anderen Söhne des ersten Gedeon le Duchatsämmtlich in Nancy geblieben, und also wahrscheinlich zur katholischenReligion zurückgetreten. Namentlich erwarb der Enkel desselben lelief de Rurange, und dessen Nachkommen sind die noch in und beiNancy lebenden Marquis de Ruranges, welchen diese Verwandtschaftauch noch wohlbekannt war, wie der vorgedachte Oberstlieutenant v.Dorville im Jahre 1814 Commandant in Nancy war.
Droste, genannt von Kerkering zu Stapel,die Herren von, Bd. I. S. 444.
Diese Familie gehört unter die ältesten, mit Karl dem Grossen inDeutschland angekommenen Familien — welche sich im Münsterlandenieder gelassen und mit Burgen beschenkt wurde, woraus das Haupt-gut Stapel den Ursprung haben soll. Im alten genealogischen Fami-lienbuche finden sich zu Stapel folgende Notizen darüber,v. Zedlitz Adels-Lex. II. 31