Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
479
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Daclierödcn Dorvillc.

47!)

Die jüngere Hauptlinie stammt von Elitts v. Crousaz Bonzel v.Chexbres, Schloss- und Amtshauptmann zu Glerolles, Hauptmann undKammerherrn von St. Sapliorin (geb. 1590), dem jüngsten Sohne desobengedachten Claude v. Crousaz - Chexbres. Diese Linie seit derzweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts niedergelassen wird, weil sieim 17.und 18. Jahrhundert das Amtshanptmannsamt zu Corsier ober-halb Vevay verwaltete und daselbst begütert war, die Linie v. Corsiergenannt, ist aber nicht mit dem adeligen Geschlechte Crousaz v. Cor-sier zu verwechseln, welches, seit lliOS bekannt, vor der Revolution1798 die herrschaftlichen Rittergüter Corsier oberhalb Lutry, Prelazund llermanches besass, von welchen beiden erstem es noch Romainenbesitzt und sich im Besitze des Erbbürgerrechts der Stadt Lausannebefindet. Das Wappen dieser letztem Familie ist von dem gemeinschaftli-chen Stammwappen des Geschlechts von Crousaz - Chexbres ganz verschie-den. Das Wappenschild der Crousatz v. Corsier zu Lausanne enthältim blauen Felde eine silberne Taube, die auf der Spitze von zwei gol-denen Sparren mit gemeinschaftlichem Schenkel steht.

Dil cli er öde 11, die Herren von. Band I. S. 390.

Kurl Friedrich v. Dacheröden, Kammer-Präsident a. R., war Be-sitzer der Burg Vcrner in der Grafschaft Mansfeld, und hatte einen Sohnund eine Tochter, welche mit dem Minister v. Humboldt vermählt war.

Dittersdorf, die Herren von. S. 4'22.

Diese Familie ist von der Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1773in den Adelstand erhoben worden. Durch die Versetzung des einzigennoch lebenden v. Dittersdorf von Breslau nacli Braunsberg hat sich inunsern Artikel ein Irrthum eingeschlichen, indem derselbe als zweibesondere Personen seinen Aemtern nach aufgeführt worden ist. Esmuss heissen: Karl v. Dittersdorf, der Solin des so rühmlich bekann-ten Componisten v. D., war früher geistlicher Rath und Spiritual indem Alumnate zu Breslau und wurde im Jahre 1835 als Professor derTheologie am Lyceum Ilosianum zu Braunsberg und Regens des fürst-bischüllichen Seminars daselbst berufen.

Dorvillc, die Herren von, Bd. I. S. 438.

Die le Duchat de Dorville stammen aus der Champagne. In derKirche St. Jaques zu Troyes in Champagne befand sich bis zur Revo-lution (und befindet sich vielleicht noch) das Denkmal des ältesten be-kannten le Duchat, von welchem die Nachkommen bei ihrer Fluchtvor den Religions - Verfolgungen eine dem Anschein nach eben so alteAbbildung mitgebracht haben, welche sich noch gegenwärtig im Besitzdes letzten Dorville befindet. Das Denkmal führt die Aufschrift.!:

Cy gist noble liomme Adam le Duchat, qui trepassa le 18. jonrde Decembre mile 4 cent et 48. Prie Dien pour lui.

Dieser Adam ist auf dem Monument abgebildet mit einem Wap-penrock, am Leib und Aermeln mit seinem Wappen geschmückt,knieend vor einem Bilde der Mutter Gottes mit dem Jesuskinde. Ausseinem Munde geht der Spruch:

O mater dei, memento mei!

Und unten steht: