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Hiilleslicim — Hülsen.
Hiilleslieira, die Herren von.
Der Kriegsrath Johann Bernhard Hiillesheim zn Minden , in West-phalen, wurde am 20. Nov. 1786 geadelt. Er ist als geheimer Kriegs-rath gestorben. Ein v. H. stand 1806 als Pr. Lieutenant im Keg.Gr. v. Wartensleben und ist im Jahre 1814 als Major im 10. Inf. Reg.gestorben. — Ein anderer v. H. stand damals im Husarenregimentv. Geltkandt und zuletzt im 38. Inf. Reg. Er ist Ritter des eisernenKreuzes, erworben vor Glogau, und lebt gegenwärtig als Major v. d.A. zu Glaz. In der Gegenwart stehen noch mehrere Subalternoflizieredes Namens in der Armee. Die v. H. führen drei rothe Doggenköpfeim silbernen Schilde und einen solchen Hals und Kopf auf dem Helme.
Hiillesem, die Herren von.
Die Herren und Barone von Hüllesem, die im preussischen Heeregedient haben und zum Theil noch dienen, stammen aus einem altenadeligen Geschlechte in Kurland. — Odo Casemir v. Hüllesem, inKurland geboren, kam 1740 in die Dienste Konig Friedrich II., er er-richtete 1760 in Stettin zwei Freicompagnien, aus denen später einBataillon wurde. Er führte dasselbe in den letzten Jahren des sieben-jährigen Krieges und leistete damit in Schlesien und Pommern guteDienste. Der König nahm ihn nach dem Frieden in sein Gefolge undernannte ihn 1773 zum Commandern' des Krokowschen Füsilierregi-ments und 1782 zum Generalmajor und Commandanten von Magdeburg ;zwei Jahre später erhielt er das Garnisonbattaillon in Acken. — EinMajor Bar. v- II. stand bis zum Jahre 1806 im Dragonerregiment v.Auer; er starb 1824 als pensionirter Oberstlieutenant. Sein Sohnstand im Reg. v. Esebeck Dragoner und ist im Jahre 1827 als Majoraus dem Gardehnsarenregiment geschieden. Ein anderer Major v. 11.a. D. starb vor einigen Jahren in Potsdam. Ein Sohn von ihm ist derCapitain v. IL im 7. Infanterie - Regiment; derselbe ist Ritter des eiser-nen Kreuzes, erworben bei Gr. Götschen. — Der Major und Chefder Garnisoncompagnie des 21. Inf. Keg. zu Cüstrin besitzt ebenfallsdas eiserne Kreuz. — Diese Familie führt im silbernen Schilde dreiReihen Pfeilspitzen, jede Reihe zu drei solcher Spitzen, sie sind schrägvon der obern rechten zur untern linken Seite gelegt. Auf der o' ernlinken Seite des Schildes ist ein Stern angebracht. Auf dem Helmssteht ein verkürzter, nach der rechten Seite gewendeter Gais- oderGemsenbock.
Hülsen, die Grafen und Herren von.
Die uralte adelige, jetzt zum Theil grätliche Familie v. Hülsen,nicht zu verwechseln mit dem Geschlecht v. Hiillesen, ist mit demOrden aus Deutschland in die östlichen Länder und namentlich nachLieiiand gekommen, auch haben sich verschiedene Zweige in Preussen,Pommern und in Sachsen, besonders in der Lausitz, niedergelassen undverbreitet; andere sind in Tyrol zurückgeblieben. Namentlich besassensie in der Lausitz das Gut Gruna, 14 Meile von Görlitz entfernt, wodas Vorwerk Carlsdorf von einem v. II. angelegt worden sein soll.Zu den berühmten Vorfahren des Geschlechtes gehört Hioh v. II., dersich als Heermeister des Schwertordens in Liefland als ein Mann vongrosser Tapferkeit, Entschlossenheit und Einsicht bekannt gemacht hat.Den Grafenstand brachte Georg Friedrich v. H., geboren am 27. Octbr.