Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
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Hoyos.

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Das gräfl. v. Hoymische Wappen besteht ans einein blauen, vonsechs silbernen Querbalken durchzogenen Schilde. Dasselbe ist miteiner neunperligen Grafenkrone bedeckt. Auf derselben steht der rothausgeschlagene, mit goldenen Bügeln und anhangendem gleichmässigenKleinode, von einer goldenen Krone bedeckte Turnierhelm. Die Kroneträgt einen weissen und einen blauen Adleriiiigel. Zu Schildhalternsind zwei preuss. gekrönte Adler mit roth ausgeschlagener Zunge, gol-denem Schnabel und goldenen Krallen gewählt, Die Helmdecken sindSilber und blau. M. s. auch Pancr. Crugeri Liber s. Carmen nuptialede pervetustis ac nobiliss. duab. Sax. fainiliis Schwichfeldia et Hoimia.Gauhe, I. S. 68185. Seilfert's Genealogie, S. 227 28. Br'iigge-manns Beschreib, von Pommern. Micraelius, S. 491. Europäischesgenealog. Handbuch, S. 176. Das Wappen findet man im Wappen-buche der preuss. Monarchie I. S. 52.

Hoyos, die Grafen von.

Die Grafen v. Hoyos-Sprintzenstein, zu Guttenstein und Hohen-berg gehören ihrem Ursprünge nach dem ältesten und vornehmstenAdel Spaniens und namentlich der Provinz Castilien an, wo ihr Stamm-haus Hoyos liegt und bis zum 15. Jahrhunderte im Besitze der Familiewar. Hierher gehört dieses gräfliche Haus wegen des Besitzes ansehn-licher Güter in Schlesien, als Lauterbach, der Burg Schweinhaus n.s. w. Die genannte Burg war einst ein Sitz der Herren v. Schweini-chen. Sie gehörte zu den weitläuftigsten Schlössern in Schlesien; erstsei dem siebenjährigen Kriege ist sie unbewohnt, und ihre Zin-nen verfallen immer mehr und mehr. Diese Güter sind durch The-resia Gräfin Sclilabrendorf, die Gemahlin des gegenwärtigen Seniorsder Familie, des unten näher erwähnten Grafen Johann Ernst,, an die-ses vornehme Haus gekommen. Sehr merkwürdig ist der Umstand,dass derauf einen zuerst vorkommenden Itichildis v. Hoyos, welcher um dasJahr 683 unter Chidasvindo, dem Gothenkönige, in Spanien lebte, zurück-geführte Adel in einer von acht Granden erster Klasse unterzeichnetenUrkunde unter dem Datum : Burgos vom 5. Mai 1545 und durch ein DiplomKönig Karl I. von Spanien (Kaiser Karl V.) unter dem 12. Juni 1545 be-stätigt wurde. Johann Jiaplist v. H., Baron v. St. Martin, kam um dasJahr 1520 nach Deutschland. Sein Sohn Ilans v. H. wurde vom KaiserFerdinand I. in den Freiherrnstand erhoben und nach seiner am 5. Octbr.1543, nach Andern schon 1547 durch Kauf erworbenen Herrschaft Stiich-senstein mit dem Titel Herr v. IT., Freiherr auf Stüchsenstein, begna-digt. Sein Bruder, Anton v. IL, war Bischof zu Jurk, und der älte-ste seiner Söhne, Ludwig Oomcz v. II., stiftete mit kaiserl. Consens am28. Febr. 1628 das grosse Familien-Majorat, bestehend aus den Herr-schaften Hohenberg, Guttenstein, Stüchsenstein und Röthengriib. Die-ser Majoratsgründer wurde vom Kaiser Ferdinand II. darauf am 26 April1628 in den Reichsgrafenstand erhoben. Mit seinem Enkel CarolasFranciscus, Grafen v. H. starb die ältere Linie im II. 1718 aus, währenddie jüngere, die Ferdinand Albert, der Bruder des oben erwähntenLudwig Gomes gegründet hatte, noch heute blüht. Der Urenkel desGründers, Leopold Karl, w urde vom Kaiser Leopold I. am 23. Septbr. 1674in den Reichsgrafenstand mit dem Titel: Graf v. Guttenstein und Hohen-berg, Freiherr von Stüchsenstein, Röthengriib und Festenhof und den8. Jan. 1682 das Haus auch in den erbliindischen Grafenstand erho-ben. Leopold Kurls Sohn Philipp Ludwig lnnocens, Reichsgraf v.H., Besitzer der väterlichen Fideicommissgiiter vereinigte nach demErlöschen der älteren Linie den Besitz derselben mit dem grossen Ma-v. Zedlitz Adels-Lex. II. 29