Hoym.
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dertcn blühte dieses Geschlecht im Fiirstenthnme Halberstadt, wo esmit dem Krbkämmererainte beliehen war; von da aus verbreitete essich in verschiedene Aeste nacli Sachsen, l'ommern, Braunschweig,Schlesien u. s. w. Der sächsische Ast zerfiel in die Linien Gutebornin der Lausitz und Droyssig in Saclisen. Der erstere ging im Jahre1775, und der letztere im Mannesstamme im Jahre 178J aus. Von weib-licher Seite lebt davon noch Amalia Marin , Gräfin v. II. D., zuerstvermählt an den Fürsten v. Hohenlohe Ingellingen und sodann an denGrafen Friedrich Ludwig von d. Osten - Sacken. Dem andern Hauptastegehören die pommerschen und braunschweigschen v. H. an. Die pom-mersche Linie (Haus Poblotz) ward am 26. Octbr. 1786, und ein Zweig,der braunschweigsche, den 18. April 1809 in den Grafenstand erhoben.Auch die pommersche Linie erlosch im Jahre 1807 im Mannsstamme. —•Der dritte Bischof von Halberstadt war aus dem Hause Iloym. Ersoll seine Zeit allein den Wissenschaften gewidmet und daher die Re-gierung seines Bisthums einem nahen Verwandten überlassen haben,welcher der Stammvater der Herren und nachmaligen Graten v. H.wurde. Er ist um das Jahr 851 gestorben. Von seinen Nachkommengelangten viele zu hohen geistlichen Würden, Staatsämtern und Ehren-stellen. 1.150 Benedictus v. Hoym, des Kaiser Ludwig des Baiern Kriegs-General, von welchem er wegen bewiesener Tapferkeit einen ge-walfneten Ann „cum clava aurea" ins Wappen bekam.
Friedrich v. IT., Decan zu Naumburg, ward 1356 zum Bischöfevon Merseburg, 1368 zum erstenmal und 1382 zum zweitenmal zumErzbischof von Magdeburg erwählt.
Johannes v. Iloym, Bischof vonllalberstadt, und zwar der38. Bischofvon 1419 bis 1435.
Gebhard v. IL gelangte 1458 zum bischöflichen Stuhle; er war der40. Bischof zu Halberstadt und führte bis 1480 eine löbliche und ge-segnete Regierung. Ein anderer Gebhard v. II. war 1540 Feldober-ster Kaiser Karl'sV. und focht mit hohem Ruhme gegen die Türken, wo-für ihm die Freiherrnwürde ertheilt wurde.
Heinrich v. II. und Ermsleben war Statthalter von Halberstadt umdas Jahr 1550.
Christoph v. Iloym und Ermsleben, ein Sohn des Vorigen, wurde1590 Präsident im Fürstenthume Anhalt.
Ludwig Gebhard 1. v- IL, Urenkel des Vorigen, wurde im Jahro1709 vom Kaiser Leopold I. zum edlen Reichs-Panner- und Freiherrnerhoben. Er starb als kurfürstl. sächsischer Geheimer Rath, Kammer-Präsident und Oberhauptmann des thüringer Kreises am 2. Januar171!. Er hatte vier Frauen. Die erste war Sibylle Elisabeth, Freiinv. Taube die zweite Catharina Sophie v. Schönfeld, die dritte AnnaChristina v. Haugwitz; und die vierte, Anna Sibylle v. Bienau. Vonder zweiten Gemahlin hatte er zwei Söhne, Karl Siegfried, geb. den9. Juli 1675. und Ludwig Gebhard , geb. 1678. Sie wurden Beide imJahre 1711 unter dem kursächsischen Vicariate in den Reichsgrafen-stand erhoben.
Karl Siegfried, Graf v. II., der oben angeführte älteste Sohn Lud-wig Gebhard I., gelangte zur Würde eines königl. polnischen und kur-sächsischen geheimen Raths, war mit Sophia Dorothea v. Löben ver-mählt, wurde Stifter der Linie zu Guteborn und starb am 2- April 1738.
Ludwig Gebhard IL, Graf v. IL, der zweite der oben genanntenSühne, königl. polnischer und kurfürstl. sächsischer geheimer Rath undOberhauptmann in Thüringen, war mit Rahel Luise Gräfin v. Wer-thern vermählt, wurde Stifter der Linie zu Droyssig, und starb am6. Mai 1738.