Druckschrift 
2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
268
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Gordon.

Jacob Tb erliob diesen Gordon im Jahre 1449 zum Grafen vonHuntley, dessen Nachkomme, George Gordon, Graf v. Ifnntley, LordGordon v. Badenoch, von Jacob VI. noch den Titel eines Marquis er-hielt. Späterhin ertheilte Jacob VI und Karl II., König von Eng-land, diesem Geschlechte den Herzogstitel.

George Gordon, erster Marquis v. Huntley, war an Katharina vonBalsac, aus der Familie d'Estragne in Frankreich und d'Esme Stuart,Herzog v. Lennox, rechter Vetter der Königin Maria Stuart und desGrafen v. Darnley, unter Jacob VF. in Schottland und I. in England,verheirathet. Kr hinterliess nebst mehreren Söhnen, Namens George,Adam und Johann, eine Tochter, Namens Johanna, die sich an denGeneral Felix Oneil verheiralhen inusste. Der in dieser Ehe erzeugteSolin erhielt in der Taufe den Namen seines Grossvaters mütterlicherSeite, war während der Revolution in England unter Jacob 11. Gou-verneur der Landschaft Syrone in Irland, und conunandirte nachherein Regiment in Frankreich bis zum Ryswiker Frieden.

Ausser dem Herzoge v. Gordon gehören die Grafen v. Sutherlandund Vicomte v. Kemmore u. s. w. zu der Familie v. Gordon. ZurZeit des Protector Olivier Cromwell verliess der Urgrossvater derheute in den prenss. Staaten lebenden Freiherren Gordon v. Huntleymit zwei Brüdern seine Besitzungen, und iliichtete aus Schottland aufden Continent. Die Brüder wählten Oesterreich, namentlich Ober-schlesien und Bolen, er selbst aber die Staaten des Kurfürsten v. Bran-denburg zum Zufluchtsorte, und liess sich in der Gegend von Schie-felbein, später zu Alt-Schlawe oder Altenschlage in Pommern nieder.Er vermählte sich liier mit einer v. Sydow; aus dieser Ehe überlebtenihn ein Sohn und eine Tochter. Der Erstere, Bernhard Friedrich Aitgast v. G., wurde Page der Königin Sophie Dorothea, Gemahlin Frie-drich Wilhelm 1. und Mutter Friedrichs des Grossen, und später dienteer als Offizier in der Garde, nahm jedoch seinen Abschied und kauftesich bei Fileline in Westpreussen an. Der Ausbruch der schlesischenKriege liess ihn von Neuem zum Schwerte greifen; er machte dieseFeldziige in dem berühmten Zietenschen Husarenregimente mit, er-hielt ehrenvolle Wunden und starb im Jahre 1757. Er war mit Elisa-beth Clara v. Below, aus dem Hause Datjow, vermählt, und hatte ausdieser Ehe einen Sohn und eine Tochter; diese Letztere ist im Jahre18" hochbejahrt als Stiftsdame zu Colberg verstorben. Der Solinwurde im Cadettenhause zu Berlin erzogen, und im 7jährigen Kriegebei der russischen Invasion nach Russland geschleppt. Nach seinerRückkehr trat er hei dem Regimente v. Hülsen ein, von dem er späterzum Regimente v. Schwerin und zuletzt zum Regimente Herzog vonBraunschweig versetzt wurde. Er stieg in demselben bis zum Major,erwarb sich in der Rhejncampagne bei Pirinasenz den Verdienstorden,wurde im Jahre 1798 als Commandern- des ä. Mnsquetierbataillons vondem Infanterieregiment, zuletzt v. Wedell, nach Lippstadt versetzt, undstarb im Jahre 1820 im Pensionsstande. Aus seiner Ehe mit JohannaHennenberg, Tochter des Bürgermeisters II. zu Quedlinburg, erzeugteer neun Kinder, von denen der älteste Sohn', Friedrich v. G., als königl.Lieutenant a D. zu Wittenberg lebt; Bernhard v. G., königl. Haupt-mann im 10. Infanteriereg. zu Breslau steht; Adolph v. G., als königl.Lieutenant a. D. zu Gross - Oschersleben lebt. Gustav v. G. ist Pre-mierlieutenant im 2(3. Infanterieregiment zu Magdeburg; Ernst v. G.,Lieutenant im 9. Infanterieregiment zu Stettin; Eduard v. G-, Lieute-nant im 10. Infanterieregiment zu AVesel, und Hans v. Gordon, Lieu-tenant im 15, Infanterieregiment in Minden.

Die Herren v. G. in den prenss. Staaten führen im blauenSchildedrei Eberköpfe, oben zwei und unten einen, und auf dem olfenen ade-