176
Flörsheim — Flodorf.
Vertlieidigung von Colberg den Verdienstorden, und bei Leipzig daseiserne Kreuz. Den letzteren Orden erhielt auch ein Capitain v. F.,jetzt a. D., für die Schlaclit bei Dennewitz, sowie der Kittmeister v.F. im 8. Landwehrregiinente für Belle Alliance, der Landrath v. F.auf Basenthin bei Naugardt erhielt im Jahre 1824 den Johanniteror-den. — Das ursprünglich v. Flemmingsche Wappen ist ein blauesSchild, in dem ein weisser, mit einer goldenen Krone geschmückterWolf auf den Hinterfüssen steht, und zwischen den Vorderfüssen hälter einen rothen Turnierring. Auf dem gekrönten offenen Turnier-helme steht ein doppelter, jedesmal aus drei Federn geformter Pfauen-schwanz. — Das grüll. v. Flemmingsche Wappen aber ist quadrirt.Im 1. n. 4. Felde zeigt sich der schräg von der oberen Hechten nach derunteren Linken gelegte schwarze und an beiden linden silberne Feldmar-schallstab. Im 2. und 3. schwarzen Felde liegt ein goldenes Posthorn.Endlich hat dieses Wappen ein Herzschild, in dem sich das oben an-geführte ursprünglich v. Flemmingsche Wappenbild, der weisse Wolf,zeigt. Das Schild ist mit drei gekrönten Helmen bedeckt. Auf demrechten ist verkürzt der Fehlmarschallstab, auf dem mittleren der schonerwähnte Pfauenschwanz, auf dem dritten das Posthorn angebracht.Dieses Wappen lindet man beschrieben in Brüggemann, XI. Haupt-stück; das gräll. steht in dem neuen Wappenbuche der preuss. Monar-chie, Bd. I. S. 39. Auch in Siebmacher, v. Meding und Dienemann lin-det man Abbildung und Beschreibung des v. Flemmingschen Wappens.Nähere Nachrichten über dieses Geschlecht lindet man in J.J.SchmidtsGenealogia Flemingiana, oder genealog. Ausführung der Flemminge inHinterpommern, darin dieses Geschlechtes völlige Genealogie aus dem13. Jahrhunderte bis auf diese Zeit abgefasst ist. Stargard, 1703. Si-napius, II. S. 73— 79. Gauhe, I. S. 408 — 4l(j; Anh. S. 1455 —1471.Schwarz, Lehnshist. S. 484. Vanselo, S. 183. Bormanni Flemmingusin arena et latiris, 1700. Allgem. genealog. Ilandb. I. S. 500 — 502.Scheibens freimüthige Gedanken, I. S. 144.
Flörsheim, die Herren von.
Die v. Flersheim oder Fleursheim gehörten den Rheinlanden an.Es ist aber dieses alte Geschlecht am 11. October des Jahres 1655 immännlichen Stamme erloschen; in weiblicher Abstammung lebte damalsnoch Judith v. F., die Gemahlin des Johann Casimir Kolbe von War-tenberg, kurpfälzischen geh. Käthes und Kammerjunkers, und Mutlerdes bekannten Premierministers und Oberkammerherren, Kitters desschwarzen Adlerordens, Johann Casimir Kolbe, Reichsgraf v. Warten-berg (gest. am 4. Juni 1712 zu Frankfurt a. M., ein Jahr nach seinerEntlassung aus preuss. Diensten). Iiumbracht eröifnet die Geschlechls-tabelle Derer v. Flersheim mit Weyimnd v. F , der um das Jahr 1338lebte, v. Hattstein giebt I. S. 199, Gauhe, I. S. 410 und II. S. 292,Nachrichten über dieses Geschlecht. Siebmacher giebt, 1. S. 124, dasWappen, und v. Meding beschreibt es I. S. 236. Es ist ein in dreiTheile zerfallendes oben blaues, in der Mitte silbernes und unten ro-tlies Schild ohne ein anderes Wappenbild. Aus dem Helme wächst einrothes bekränztes Weibsbild, an deren Schultern ein rother mit silbernenStreifen belegter Adlerllug angebracht ist.
Flodorf, die Herren von.
Ein rheinländisches Geschlecht, von dem man das Wappen in Sieb-macher, II. S. 110, findet. Es ist ein quadrirtes Schild. Die Felder