174
Flcmming.
richtet, schon vom Jahre 926 an erwähnt. In Schlesien aber kommtsie erst im 16. Jahrhunderte vor. Von den merkwürdigen Mitgliedernderselben nennen wir die Briider Gconj, Hauptmann zu Spandau, Hans,Hauptmann zu Beelitz, und Conrad, der im Gefolge des KurfürstenJoachim bei der Kaiserwalil zu Frankfurt a. M. im Jahre 1563 zuge-gen war. — Ifcnnii) war 1620 kurbrandenburgischer Oberschenk, undAdam Christoph v. F., aus dem Hause Witbrietzen, wurde 1739 Gene-rallieutenant, 1740 Kitter des schwarzen Adlerordens, am 25. Mai 1743General der Infanterie, und am IS. März 1745 Generalfeldmarschall.Kr starb zu Königsberg in Preussen am 10. Juli 174S in dem ehr-würdigen Alter von 85 Jahren, nachdem er 68 Jahre hindurch demgrossen Kurfürsten, dessen Sohn, Enkel und Uienkel die treuesten undredlichsten Dienste geleistet hatte. Er liegt zu Miihlhausen, einemdamals v. Kalksteinschen Gute, begraben, weil seine Gemahlin, AmalieCharlotte v. Kalkstein, aus dem Hause Miihlhausen war. Nach v. Gund-ling, Anhang, S. 15, besass diese Familie Baumgarten im Lande Kup-pin und Gross- und Klein-Ziethen im Ländchen Teltow. Namentlichbesass Ilennit) Ehrenreich v. F. die Güter Gross- und Klein-Ziethen.Er war der Bruder des vorerwähnten Feldinarschalles und der Vaterdes Curt Friedrich v. F., der als königl. Generalmajor und Chef einesDragonerregiments am 26. Februar 1763 zu Löwen in Schlesien ge-storben ist. Obgleich dieser Letztere von seiner Gemahlin, einer ge-borenen v. Fredeborn, drei Söhne zuriiekliess, so scheint doch dieseFamilie bei uns gegenwärtig erloschen. Der Letzte, den wir in denListen der Armee und der Administration vorlinden, ist der Majorv. F., der im Jahre 1805 Gouverneur des Hofpageninstitutes zu Ber-lin war. Das v. Flanssche Wappen giebt Siebmacher, I. S. 146, unterden thüringischen, und S. 171 unter den sächsischen. Beide stim-men vollkommen mit einander überein. Es ist ein rother Adler imweissen Schilde, und auf dem Helme steht ein halb weisser, halb ro-ther Adlerllug. Bei den thüringischen sind die Krallen des Adlersgolden, der Adler hat einen Wolfskopf und auf der Brust einen rothenMond. So beschreibt das Wappen auch v. Meding, I. No. 235. Die-nemann erwähnt dieses Geschlecht S. 168. Sinap., II. S. 624. Pfef-linger, I. S. 333. Gauhe, I. S. 407.
Fleinming, die Grafen und Freiherren von.
Eines der ältesten, vornehmsten, adeligen, freiherrlichen und gräf-lichen Geschlechter in Pommern, von wo aus dasselbe sich fast durchganz Deutschland, Schweden, Brabant und sogar Schottland verbreitethat. Sie gehörten in ihrem Heimathlande zu den Scbloss- und Burg-gesessenen , und besitzen noch in der Gegenwart das Erbmarschall-amt von Hinterpommern. Früher waren sie Erblandmarschälle vonStettin. In dem alten Anschlage der Kossdienste der Ritterschaft wer-den sie mit 15 Lehnspferden angegeben. Ein Kreis in Pommern führtelange Zeilen hindurch von diesem am meisten in ihm begüterten vor-nehmen Geschlechte den Namen. Hier besassen sie die Güter Holf,Schwirsen, Claushagen, Speck, Burow, Bentz, Ilolzhagen, Martentin,Matzdorf, Böck, das eigentliche Stammhaus der F., u. s. w.; im KreiseAnclam gehörte ihnen lven und Gramzow, im Kreise Wollin, Leusin,Cirslaw, Zuntz und Wartow, im Kreise Greiifenberg, Trebenow, Riisse-now und Leusin. In der Gegenwart ist noch ein grosser Theil die-ses reichen Besitzthuines in ihren Händen, namentlich lven, Bentz,Bresow, Claushagen, Holzhagen u. s. w. In den Marken gehörten undgehören theils noch die Stadt und Herrschaft Bukow, Danneberg, Gar-