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2 (1842) E - H
Entstehung
Seite
143
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Esch Esebeck.

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Esch, die Freiherren und Herren von.

1) Ein der Rheinprovinz ungehöriges altadeliges Geschlecht, wel-ches von den alten Dynasten von Esch abstammt, und mit vielen vor-nehmen Häusern verwandt ist. Philipp v. E. wurde im Jahre 1603von den Grafen v. Manderscheid mit Gütern zu Dreiss, Gladbach undLuxen belehnt. Es soll derselbe Abgesandter auf dem Reichstage (1500)gewesen sein. Johann Edmund, Ilaron v. E , war Gouverneur undAmtmann zu Coblenz und Ehrenbreitenslein (v. Krobne giebt ihm denTitel eines kaiserl. Feldzeugmeisteis und Commandanten von Trier). Johann Anton, Freiherr v. E., war kaiserl. General und liegt zuMöns im Chore des Fräuleinstiftes begraben. Karl, Freiherr v. E.,war in der ersten Ilälfte des vorigen Jahrhunderts kurpfalzischerKam-merpräsident und Reiclisvicariatscanzler. Zuletzt kommen von die-ser Familie noch die Kinder aus der Ehe des Eberhard v. E. vor, vondenen Vitus, der älteste, Domherr zu Corvey, und der zweite, Anton,Kammerpräsident, Kornmeister und Domherr desselben Stiftes war.Ein dritter Bruder, Franz Philipp, war Domcapitular zu Minden, undKarl Friedrich kurtrierscher Kammerherr. Der vierte jener Brüderwar mit Karoline v. Spät vermählt. Diese Familie besass auch Lang-wiesen im Westerwalde (Reg.-Bez. Trier). Sie führt im gespaltenenSchilde dreizehn Kisenhiitchen, fünf, vier und drei, und unter densel-ben einen halben, nach der linken Seite aufspringenden Löwen. 2)Eine andere Familie v. E., welche früher in dem Besitz der BurgEsch im Kreise Saarlouis war, soll ein Zweig einer gleichnamigen Fa-milie sein, die im Lande Metz ansässig war und in Urkunden auchunter dem Namen Aix vorkommt. Ihr gehörte der Kitler tlesso v. E.an, der in der Mitte des IL Jahrhunderts lebte. Und Philipp v. E-,der um das Jahr 1474 von dem Herzoge Karl von Lothringen mitmehreren Gütern, namentlich mit Neuenkirchen in dem heutigen KreiseOttweiler belehnt wurde. Im 10. Jahrhunderte kam die Burg Eschmit den dazu gehörigen Gütern an die v. Cronberg, im 17. Jahrhun-derte aber an die v. Kerpen und die v. Hön. Die Eibtochter desLothar v. Hön brachte sie im Jahre 1708 an ihren Gemahl, einenMarquis v. Villers, dessen Enkel, Jacob Lndtviy Gitisbcrl, Graf v. Vil-lers, jetzt Besitzer der Burg Esch ist. Diese letztere Familie v. Eschführt im rothen Schilde zwei silberne Querbalken, auf dem oberen drei,auf dem unteren zwei goldene Kugeln.

Esebeck, die Freiherren und Herren von.

Diese Familie gehört ihrem Ursprung nach dem Braunschwcig-sch en an, wo nach Beckmanns Anhaltscher Historie (Bd. VII. vS. 29)ihr Stammhaus Esebeck lag, welches der Stammherr sich als Lohnseiner in der Schlacht bei Merseburg dem Kaiser Heinrich I. ge-leisteten Dienste erworben haben soll, im 13. Jahrhunderte war einv.K. Meister des Tempelordens in Deutschland und dem Wendenlande.(M. s. v. Ledeburs allgem. Archiv für die preuss. Geschichte Bd. 10.)Es ist aber dieses ihr erstes Lehn schon im 12. Jahrhunderte in andereHände gerathen und (las ritterliche Geschlecht, das den Namen davonbeibehielt, wendete sich in das Anhaltische und Magdeburgische, wosie die Güter Liebena und Locherau in der Nähe von Cöthen erwar-ben. Später gehörte ihnen auch Gross-Salza im Magdeburgischen,und Siegelsdorf bei Halle, namentlich war Joachim Friedrich v. E.,ein Sohn des Armus, der ani Anfange des vorigen Jahrhunderts lebte,Herr auf Liebena, Zchmig und Gross-Salza. Ein Sohn aus diesem