Erbach-Wartenberg-Roth.
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Kämmerer und erster Oberstliofmeister des Kaisers, Ritterdes goldenen Vliesses und Toskanischen St. Stephanordens,Erb-Gressprior zu Luneginna etc. etc.; succedirte im Majoratseinem Vater, dem Fürsten Franz Guudaccar am 27. Oct. 1807;verm. 28. Mai 1794 mitPliilippine Caroline, Gräfin von Oettingen-Kazenstein-Bahlern,geb. 18. Mai 1776 , k. österr. St.Krd.-DdP. und Erbfrau desRitterguts Sindlingen.
Das Wappen des fürstlichen Hauses hat vier Quartiere und einen Mittel-schild , welcher das vierte Feld des ersten und das erste des vierten Quartiersbedeckt; 1. und 4. sollen zwar geviertet seyn, haben aber durch das Eingreifendes Mittelschildes nur 3 Felder; 1) mit drei rothen Balken, und 2) und 3) mitdrei rothen Wolken, beide in Silber. Das zweite Quartier zeigt einen silbernen.Adler in Schwarz, das dritte in Blau einen goldenen gekrönten Löwen, überwelchem ein roth und Silber geschachter Balken geht. Der Mittelschild hat eben-falls vier Felder und einen Herzschild, worin man den schwarzen gekröntenReichsadler auf einem silbernen Balken in Schwarz sieht. Von den Feldern desMittelschildes ist 1 und 4 weiss und roth getheilt, mit vier in das rotlie auf-steigenden Spizen, 2 und 3 hat fünf silberne Schaufeln in Blau. Auf demSchilde stehen fünf gekrönte Helme mit Emblemen des Wappens; Schildhaltersind zwei Löwen und auf dem Fusse des Schildes liest man das Motto : Haecpeperit virtus.
Es geben über diese fürsliche Familie Nachrichten : Allgem. gencal. Ifandb. I. B. S. 264. undß. 504—509. Wissgrill, österr. Adelslex. II. B. S. 116—144. Schön fehl, Adelsschematism. d. österr.Kaiserstaats, ß. 7—11. Gothaischer gencal. Hofkalender. Ersch u. Gruber Encyclopädie. Gauche•Das Wappen geben: Sieb7iiacher, V. S. 2. Nr. 3. Tyroff , III. Tab. 50, 60,
# Erluu'li-IVai'teiiftei'g-Rotli«
Nacli alten Traditionen und einer im J. 1736 gedruckten Stamm-tafel des gräflichen Hauses Erbach, waren Eginhard, Kanzlerund Geheimschreiber Kaiser Carls des Grossen (später Abt undStifter des Klosters Seligenstadt am Main) und dessen GemalinEmma, Tochter des leztern, die Stammeltern dieses altgräflichenHauses. Obschon diese Behauptung nicht diplomatisch erwiesenwerden kann, so ist doch keineswegs das hohe Alter diesesGeschlechtes zu bezweifeln, da desselben sowol in den Turnier-büchern als eines rittermässigen, bei den Turnieren zu Magde-burg (938), zu Zürich (1165) und zu Nürnberg (1198) , als auchin Urkunden des Mittelalters vielfältig gedacht wird. Auchbesuchten die Herren von Erbach als Stände des Reichs schonin den frühesten Zeiten die Reichstage. — Stephan von Ehr-pacli, seiner Zeit als gelehrter Mann bekannt und seines grossenKörperumfangs wegen auch der Dicke zubenannt, war 992 Abtdes Klosters Kempten (f 1011). Georg (f 1209) erhielt vonKurpfalz das Erbschenkenamt, welches bis 1806 bei der Familiegeblieben ist. Eberhard (j- 1269) hatte Antheil bei demAbschlüsse des von König Wilhelm errichteten Landfriedens, zudessen Aufseher und Bescliiizer die Schenken E berliard (f 1322),