Die Kirche zum h. Michael, ein ebenfalls nicht über i50 Fuß hohes und 40 Schritt langes Gebäude mit einem mo-dernen Thürmchcn. Der Ban dieser beiden Kirchen fallt indas grane Alterthum.
Die St. Erhard-Spi.talkirche, im italienischen Styleprachtvoll erbaut und auf einem Gewölbe ruhend, durch wel-ches man frei durchgehen kann, endlich die Johann is-Spi-talkirche und die August in er kirche in der Vorstadt Müllen.
Der ehemalige fürst - erzbischöfliche Marstall.Das ganze hiezu gehörige Gebäude nebst der Winter-Reitschuleist ungefähr 650 Fuß lang und durchaus von Back- und Sand-steinen, zwei Stockwerke hoch, aufgeführt. Vcn der Straßeherein hat es zwei hohe und schöne Thore von weißem Mar-mor. Ein drittes, ebenfalls von Marmor, aber in neuermGeschmacke verziert, steht an der Straße zum neuen Thore undist eigentlich das Hauptthor. Die Zeit der Erbauung diesesPrachtgebäudes ist 1587 —1612. Die Stallung ist 144 Schrittelang, gegen 26 breit und 40 Fuß hoch. Sie hat 131 Pfcrde-
stände, Barnen von weißem Marmor und 44 Pfeiler bildeneben so viele Arcadcn. Dicht am Abhänge der Pferdeständefließen unter einer Brückendccke zwei Arme der Albe durch undnoch sind seit dem Jahre 1745 vier Röhrbrunnen mit Behäl-tern von weißem Marmor angebracht. Die Wiutcrreitschuleist ein längliches Viereck, 06 Schritte lang, 2V Schritte breitund 60 Fuß hoch. Das Innere derselben strotzt von Marmor,die Decken sind al kre8eo gemalt. Durch ein weites, hohesThor kommt man in die Sommerreitschule, die ebenfalls pracht-voll decorirt ist. Dem schönen Frontispice der langen Stallunggegenüber ist die Pferdeschwemme, auf beiden Seiten mit einersehr zierlich gearbeiteten Brnstlehne und vielen mit Ketten ver-bundenen Ecksteinen aus weißem Marmor umgeben. In Mittedieser Schwemme erhebt sich auf einem über 12 Fuß hohenPiedestale von Marmor ein künstlich gearbeitetes aufsteigendesPferd, das ein nackter nerviger Reitknecht, beide ebenfalls vonMarmor, am Zaume zurückziebt. Gebäude und Stallung wer-den gegenwärtig als Cavallerie-Caserne benutzt.