»die Söhne des Dragos«) angenommen ist von Dragosvon Cetin, treuem Anhänger des Königs Andreas III.,welcher ihm das Comitat Tinin in Croatien verlieh. Diedirecte Stammreihe ist erst von Gaspar, einem EnkelMichaels, welcher ein Sohn oder Enkel Dragos' war,nachweisbar.
Drechsel. In allen älteren der Familie verliehenenDiplomen ist der Hirsch zwar bereits ebenfalls natur-farben, aber stets rechtsgekehrt und achtendig, dieDecken blaugolden; wann der Fehler mit der Links-wendung entstanden ist, war nicht zu ermitteln und da manin solcher Linkswendung gewöhnt ist, eine Bastard-abstammung zu erblicken, dies aber bei den GrafenDrechsel durchaus nicht der Fall ist, so haben wir denheraldischen Fehler des Bayerischen Grafendiploms durchRechtskehrung des Hirsches verbessern zu müssen ge-glaubt; das goldene Posthorn mit der blausilbernen Schnurund solchen Quasten im blauen Balken der Helmflügelhat der Gegrafte wegen der Begründung des Königl.Bayerischen Postwesens erhalten.
Drohojowski. Das bei Kneschlce abgebildete ver-mehrte Wappen (4 Felder, Herzschild, 4 Helme) verdanktseine Combinirung jedenfalls nur einem Mitgliede derFamilie, das nach polnischer Sitte seine vier Ahnen-wappen seinem Wappen einverleibte. Diplomgemässist lediglich das von uns abgebildete Wappen mit demWappen des Stammes Korczak, welchem die Familieangehört. Die drei nach unten zu verjüngten Balken sind»geflutliet«, d. h. mit Wasserlinien versehen; der aus dergoldenen Schale hervorgehende, im Diplom als »Molosser-hund« bezeichnete Bracke ist grau.
Droste-Vischering. Das Stammwappen ist hierunter Hinzufügung der Grafenkrone beibehalten worden,wogegen die
Droste-Vischering von Nesselrode-Reichenstein
das der d. d. Wien 19. December 1698 gegraften er-loschenen letzteren Familie, welche der Gegrafte beerbthatte, erhielten, und zwar Feld I und IV das Wappender Reichsherrschaft Reichenstein an der Wind, FeldII und III das der Herrschaft Stein an der Sieg, deruntere der beiden Herzschilde das Nesselrode'scheStammwappen.
Du Blaisel. Camill Marquis D. B., k. k. Major,geb. zu Luxemburg, 7 zu Prag 24. Juli 1803, entstammteeinem Boulogner Geschlecht; es ist unbekannt, ob nochMitglieder der Familie existiren. Das Wappen ist eingevierter Schild, I und IV: in Hermelin balkenweisesechs seitwärts anstossende aneinanderhängende aufrechterothe Wecken (Stammwappen), II und III: in Gold dreiblaue Schrägbalken (f von Quehove); Marquiskrone.Schildhalter: zwei naturfarbene Löwen.
Du Bost d'Esch, Marquis du Pont Oye. Diesein Luxemburg unlängst eidoschene Familie, welche auchin Belgien ansässig war, erhielt den Erbländisch-Nieder-
ländischen Grafenstand durch Kaiserin Maria Theresiaam 16. October 1748- Las Wappen (Siebmacher, Supple-ment V, 30, Nr. 5) war ein goldener Schild; darin eingrüner Eichbaum auf grünem Boden; aus dem Stammebricht rechts ein schwarzer Eber hervor. Auf dem Schildeein grüngoldener Wulst, darauf drei gestürzte grüne Eich-blätter. Decken: grüngolden. Schildhalter: zwei natur-farbene Löwen.
Dubsky. Das Wappen nach beiden Diplomenist gleich.
Du Claux. Das Sclilesische Incolat und damit in-direct die Preussische Anerkennung erhielt am 18. Juni1784 der Königl. Kammerherr Graf Karl Bernhard vonLawalette; die formelle Anerkennung für diesen und zweiseiner Brüder erfolgte noch besonders am 23. März 1788.
Dufort. Das Grafendiplom erhielt Franz D. ausaltadeligem Savoyischen Geschlecht, Kaiserl. Oberst undCommandant des Kaiserl. Dragonerregiments »Graf Ba-thyani«, nebst Prädicat »Hoch- und Wohlgeboren« undWappenbesserung. Die Schlange, im Diplom de 1737»Otter«, ist naturfarben, die Mauer graubraun.
Dufort-Malabion-Bruschi. Die Bestätigung desalten Adels und Erlaubniss zur Führung des Grafen-standes erhielt laut Allerh. EntSchliessung d. d. SepsiSzent-György (Ungarn) 17. (Benachrichtigung d. d. Wien29.) September 1817 Alexander Graf D.-M.-B. aus Mantua.Diese Familie ist ganz verschieden von der vorhergehen-den, denn Conte Giulio Cesare D.-M.-B., 1770 in Mantua,führte einen gevierten Schild, darin im I. blauen Feldedrei nebeneinander aufgerichtete silberne Morgensterne, imII. blauen Felde einen goldbewehrten schwarzen Adler,im III. goldenen Felde einen auf grünem Dreiberg auf-gerichteten schwarzen Stier, im IV. silbernen Felde dreiaus grünem Dreiberg wachsende, mit den Stielen ge-kreuzte rothbefruchtete grüne Lorbeerzweige. Auf demovalen Schilde mit Cartouchebord die Grafenkrone.
Du Monceau von Bergendaal. Die Königl. Nieder-ländische Anerkennung des der Familie seit 18. Mai 1811sub »B« verliehenen Kaiserl. Französischen Grafenstandeserfolgte 24. Mai (alias März) 1820. Wappen: geviert mitblauem Freiviertel, darin ein aufrechtes goldbegrifitessilbernes Schwert, I und IV: in Blau ein dergleichengoldenes; II und III: in Gold ein mit drei goldenenVögeln belegter schwarzer Schrägbalken; im rothen I-Ierz-scliilde drei silberne achtblättrige Rosen (2, 1). Schild-halter: zwei rothbewehrte goldene Löwen mit Bannern(cfr. Rietstap, armorial genüral, nouvelle idition). InBelgien erfolgte am 20. December 1845 nach dem Erst-geburtsrechte eine weitere Grafenstaudserliebung und am25. Januar 1875 die Ausdehnung auf die gesammte De-scendenz des Jacques Jean Baptist D. M. — Bereitsvorher, am 4. October 1871, hatte die Descendenz desCharles Eppo D. v. B. und am 5. December ejusdemFerdinand Heinrich D. M. und Louis Francis D. M.den erblichen Belgischen Grafenstand erhalten.
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