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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
Seite
XLIIIr
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sind »natürlicher Farbe«. Der erste bekannte Stammvaterder gräflichen Linie war Andreas D.-D., Landrichter vonSendomir, welcher 1518 lebte. Das Geschlecht ist auchin den nichtgräflichen Zweigen noch ausserordentlich aus-gebreitet.

Diebitsch-Sabalkansky. Ueber diese mit dem am25. Juni/7. Juli 1827 in den Russischen Grafenstand er-hobenen Feldmarschall Freiherrn von D., welcher am11. August 1829 den Beinamen S. erhielt, wieder er-loschene Familie ist Näheres zu finden in von Kling-spor, Baltisches "Wappenbuch, und Neuer Siebmacher,Baltischer Adel, bearbeitet von M. Gritzner.

Dienheim-Brochocki, Dienheim-Chotomski. Wo-her der Grafentitel stammt, ist nicht genau bekannt; ab-geleitet wird derselbe von den längst erloschenen Grafenvon Dienheim, stammend aus Rheinhessen. Beide Familiengehören dem polnischen Wappenstamme Prawdzic an. 1874blühte die letztere Linie noch.

Diepenbrock (-Gronsfeld). Die Familie gehört hier-her, denn sie ist Diepenbrock'schen, nicht Gronsfeld'schenBlutes. Feld I und IV des Herzschildes ist das Stamm-wappen: zwei silberne Schwerter mit schwarzem Griff, gol-denem Knopf und Parirstange in Roth; Feld II und IIIdie goldene Taube auf dem silbernen Balken in Blau(wegen der Herrschaft Impel im Herz. Cleve). Feld Iund IV des Hauptschildes wird wegen der Baronie Grons-feld geführt. Diese erhielten sie durch Erbschaft von derTochter Rüdigers von Gronsfeld, gelangten aber erst nachlangwierigem Process mit den Grafen Limburg-Stirum inderen Besitz. Die Herrschaft Impel erheiratete Heinrich,Sohn Johanns, mit Sara von Hoenepel, genannt Impel,welcher 1481 und i486 damit belehnt wurde; sein Urur-enkel Heinrich (f 1636) nahm zuerst das Impel'seheWappen auf (welches auch vorkommt als blauer Balken,rechts besetzt mit schwarzem Raben in Silber), dessenSohn war Johann Hermann von D., welcher (mit demgevierten Herzschild und Helm II und III) d. d. 5. October1652 in den Reichsfreiherrenstand erhoben worden warund dessen Sohn den Grafenstand erlangte. Die Bedeutungvon Feld II und III des Hauptschildes ist nicht bekannt,obwohl erst im Grafendiplom verliehen; von den dreiHelmen gehört der mittlere zum Stammwappen, der rechtezu Bronkhorst, der linke zu Impel.

Uebrigens ist das Wappen nicht immer so, wiehier abgebildet, diplomgemäss geführt worden. So zeigtbeispielsweise das des 1756 t ältesten Sohnes des erstenGrafen Friedrich Grafen zu Gronsfeld-Endegast den Schildmit vier Helmen besetzt; der II. eingeschobene gekrönteträgt einen (wohl zu Feld II/III des Hauptschildes ge-hörigen) offenen silber-schwarzen Flug, Helm I trägt denHut etc., Helm III (gekrönt) die Schwerter, Helm IV(gekrönt) den Stierrumpf, hier im blauen Theile mit gol-dener Edelkrone belegt, Löwen ohne Fahnen.

Diepenbroich (Gronsfeld) zu Limpurg-Sontheim.

Der vierte Sohn des Gegraften: Bertram Philipp Sigis-mund Albrecht (geb. 17 T 5) vermählte sich mit AmönaSophie Friederike Gräfin zu Loewenstein-Wertheim -\irne-

burg, mitregierenden Gräfin und Semperfreiin zu Limpurg-Sontheim, und nahm demzufolge das Limpurg'sche Whppen(bereits bei Graf Bentinck beschrieben) zu dem seinigenan. Die Zusammensetzung findet sich auch so, dass derSchild gespalten, vorn von Diepenbrock und Impel, hintenvon Franken und Limpurg geviert und eine bis zur Mittereichende, von Gronsfeld und dem schwarzen Feld mitObereck gevierte Spitze eingeschoben ist. Von den fünfHelmen ist I (rechts) Diepenbrock, II Impel, III Grons-feld, IV hat oben beschriebenen Flug, V trägt die Büfl'el-hörner mit den Fähnlein u. s. w.

Diesbach. Die Darstellungen bei Siebm., Suppl. IX,I, und Kneschke sind incorrect; auch geben beide nurdas diplomirte Wappen de 1765, wogegen auch die Liniede 1718 noch blüht; im Diplom 1718 steht auf der Grafen-krone direct. der Hut; wir haben den Helm eingeschoben,da doch Helmdecken verliehen sind.

Dietrichstein. Die beiden Heppen oder Weinmesserim Herzschild sind das Stammwappen, der »Geyerfuss«das Wappen der Herrschaft Hollenburg, das Kreuz dasder Familie von Rotthal (Herrschaft Thalberg), der Sparrendas der von Osterwitz, die Schlange das der HerrschaftFinckenstein. Die f Linie zu Weichselstadt undRabenstein führte den Schild nur geviert vom Stamm-wappen, Osterwitz, Hollenburg und Finckenstein mit denvier Helmen in derselben Reihenfolge von rechts nach links.

Dietrichstein-Proskau-Leslie. Karl MaximilianFürst von Dietrichstein erbte das von seinem mütterlichenGrossvater Georg Ch. von Proskau errichtete Fideicommissam 2. Juli 1769, sein Sohn Johann Karl die GräflichLeslie'schen Fideicommisslierrschaften in Steiermark undMähren, und vereinigte letzterer laut kaiserl. Diploms vom8. Februar 1802 das Leslie'sche Wappen mit dem bereitsvon seinem Vater vereinigten Dietrichstein-Proskau'sclienin der dargestellten Weise. Die vier Töchter der letztenFürsten, Gräfinnen Therese, Alexandrine, Gabriele undClotilde, vermählt resp. in die Gräflichen Familien Herber-stein, Mensdorf-Pouilly (jetzt Fürst Dietrichstein zu Nikols-burg), Hatzfeld-Weisweiler (jetzt Fürst) und Clam-Gallas,führen das vermehrte Fürstliche Wappen ihres Vaters ohnedie Fürstlichen Embleme. Der in drei Pfähle gespalteneSchild enthält im mittleren Pfahle das Gräflich D.-Hollenburg'sche Wappen; im vorderen Pfahle das vonProskau (der naturfarbene Hirsch) und dem der von ihnenbeerbten f Böhmischen Familie von Schyrowski (die Huf-eisen) gevierte Wappen, überdeckt von blauem breitenBalken, darin die Burg mit schwarzem Thor und Fenstern(wegen der Herrschaft Neu-Ravensberg); der hinterePfahl zeigt das Gräflich Leslie'sche Wappen: die dreigoldenen Spornschnallen im blauen Balken. Von densieben Helmen gehören Nr. 26 zum Dietrichstein-Hollen-burg'schen, Nr. I zum Proslcau'schen, Nr. 6 mit dem roth-bewehrten goldenen Greifenrumpf, von dem ein silbernesBand mit der Devise »Grip fast« abfliegt, zum Leslie'schenWappen.

Dilft de Borchvliet. Jean Marie Jos. D. d. B. er-hielt nach dem Erstgeburtsrecht am 12. September 1771den Erbländisch-Niederländischen Grafenstand, soll aber

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