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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
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blauen Schildhaupt einen goldbewehrten silbernen Adler,im vorderen goldenen Felde einen rothen Löwen, imhinteren rothen einen steigenden goldenen Drachen (aberohne Füsse). Helm I trägt den Stammhelm, der brauneStamm hat zwei goldgeäderte grüne Blätter, Helm IIgehört zu Ringelheim; die Devise ist verliehen.

Bei der Oer ichsheiler Linie sind Schildhalterzwei Husaren in blauem Dolman und blauen Hosen mitpurpurnen Galons; der Attila mit goldenen Knöpfen undSchnüren, purpurnem Aufschlag und Kragen, mit goldenenSchnüren und Tressen, goldbordirter purpurner Husaren-schärpe. Den Säbel und die schwarze Husarentasche tragensie an weissem Riemzeug, ebenso die Cartouche; der aufder linken Schulter hängende Pelz ist blau mit goldenerVerschnürung und schwarzer Verbrämung, hängt an gol-dener Schnur. Die Pelzmütze hat purpurnen Beutel, gol-dene Fangschnüre, gelbweisses National und weissenFederstutz in purpurnem Hefte. Der Stamm auf demHelme hat ganz grüne Blätter; in der Originalzeichnunglegt der rechte Schildhalter die Hand auf den Schild,der linke lehnt sich an denselben mit dem Ellenbogen.Die Devise ist verliehen (aber wie hier gegeben inlateinischer Lapidarschrift).

dalla Decima. Angelo Graf d. D., Arzt und Natur-forscher, geboren auf Cephalonien 12. Februar 1752, starbzu Padua am 14. Februar 1825. Ursprung und Wappenist unbekannt.

Degenfeld. Der Gegrafte, Christoph Martin Frei-herr von D., hatte sich mit der Tochter des französischenPlerzogs von Schomburg (Schonburg, Schönberg) ver-mält; im Grafendiplom ist das Wappen nicht wie jetztvermehrt, dies scheint erst im vorigen Jahrhundert (undzwar mit mehr Pietät als Kritik) geschehen zu sein, dennes sind im Rückscliilde des heutigen Gräflichen Wappensnicht weniger als die Wappen von vier ganz verschiede-nen, untereinander absolut nicht verwandten Geschlechternvon Schönberg, Schomburg, Schönburg zusammengestellt,während der Herzschild das freiherrliche Wappen dervon Degenfeld enthält.

Und zwar ist Feld I und VI zusammen mit Feld IIIund IV bereits in dem Diplom verliehen, welches JohannKarl von Schönburg, Kaiserl. Rath und Kammerherr,sowie dessen Bruder Otto Friedrich von Schönburg, Kaiserl.Kriegsrath, Kämmerer und Oberst, d. d. Wien 17. Februar1624 als eine Bestätigung des »Edlen Frei- und Herren-standes« für das heil. Römische Reich und die kaiserl.Erblande erhalten hatten, indem die goldene, das schwarzeSchildchen im silbernen Felde überdeckende Lilienhaspelin das I. und IV. Feld, die Schildchen in das II. undIII. Feld ihres gevierten, mit einem silbernen Herzschild,worin ein schwarzes Schildchen, belegten Schildes gesetztund hierauf zwei Helme, der rechte mit dem goldbehals-bandeten sitzenden schwarzen Bracken zwischen denbeiden Büffelhörnern schwarz-gold, der linke mit dem her-melingestülpten rothen Turnierhut, worauf zwei schwarzeFederbüschen gestellt wurden. Feld I und IV war dasStammwappen des Geschlechts »Schönberg auf Wesel«,welches aus dem Tri ersehen stammt, Feld II und IIIwar das Wappen einer 1534 erloschenen, ebenfalls Rhei-

nischen Familie von Schönberg; der also gevierte Riick-schild war auch der des 1691 zum Herzog von Leinstererhobenen Charles von S., dessen Descendenz 1719 erlosch.

Feld II des Gräflich Degenfeld-Schonburg'schenWappens ist der Herzschild des Herzoglich Leinster-sclien, nämlich in Roth auf weissem Pferde ein gold-geharnischter Reiter, ein goldenes Streitbeil schwingend.Feld V des Gräflich Degenfeld-Schonburg'sehen Wappensenthält wiederum das Wappen einer anderen Familie vonSchönburg (Schonenburg), welche in der Eifel zu Hausewar und 1632 erloschen ist. Der Freiherrlich Degen-feld'sche, dem Ganzen auferlegte Mittelschild ist geviertvom Stammwappen Degenfeld und dem der f Familievon Stammheim, dem rothbewehrten goldgekrönten undmit goldenem Halsring versehenen grünen Sittich im sil-bernen Felde; der Mittelschild enthält im blauen Feldeeinen goldgekrönten und -bewehrten silbernen Adler.

Auf der Grafenkrone stehen sechs Helme; vondiesen trägt Nr. I (rechts) den Adler des Mittelschildeszwischen den Büffelhörnern des Degenfeld'schen Stamm-wappens, Helm II den gekrönten goldbewehrten, von Rothüber Silber schräggetheilten Schwanenrumpf des Stamm-heim'schen Wappens, Helm III den Bracken zwischenden Büffelhörnern (Helm I des Freiherrlich Schünburg-schen Wappens de 1624 und Helm II des HerzoglichLeinster'schen Wappens). Helm IV trägt das Helmkleinoddes III. Helmes des letzteren, Helm V das des II. Helmesdes Freiherrlich Schonburg'schen Wappens de 1624,Helm VI den goldgeharnischten Arm mit dergleichenStreitbeil (Helmkleinod des I. Helmes des HerzoglichLeinster'schen Wappens). Siegel zeigen übrigens auchdas Wappen derartig vereinfacht, dass der Hauptschildgeviert; in I die Lilienhaspel, in II die Schildchen, inIII die Kreuzchen, in IV den Ritter; auf dem Riick-schilde die Grafenkrone hat.

Delebecque. Am 18. Juli 1842 erhielt der einzigeRepräsentant der Familie die Erlaubniss, sich in Belgiendes ihm von Papst Gregor XVI. verliehenen Grafentitelsfür seine Person zu bedienen.

De la Motte cfr. sub M.

Del Mestri. Feld I und IV des Gräflichen Wappensist erst bei der Grafung hinzugekommen. Der Herzschildist das Stammwappen de 1543.

Demblin. Die Familie ist als »Grafen Demblinski«von der Adelsdeputation des Königreichs Polen anerkanntund sub Nr. 6 in die Adelsbücher eingetragen. Der ersteGraf war August, vermählt I. November 1812 mit IsabelleGräfin Vandalin von Mniszech, geb. 1790, f 1852, ge-schiedenen Fürstin Dominik Radziwill.

Denbigh. Die Feilding, earl of D., führen denBeinamen »Grafen von Hapsburg, Lauffenburg und Rhein-felden und des heil. Römischen Reiches«. Wann dieserletztere Titel verliehen, ergiebt das Archiv zu Wien nicht;jedenfalls führen sie als »Reichsgrafen« das Wappen wiefolgt: Der vom Fürstenhut überhöhte goldbescheinte Reichs-adler trägt einen gevierten Brustschild; darin I und IV:

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