Danneskjold-Samsoe. Unter dem 6. Januar 1679wurde Ulrich Christian Gyldenl(j>ve, natürlicher Sohn KönigChristians V. von Dänemark, Königl. Dänischer General-Admiral-Lieutenant, nebst Geschwistern als Grafen Gylden-löwe in den Dänischen Grafenstand erhoben und erhieltobigen Namen und den Dänischen Lehensgrafenstand lautAllerh. Ordre vom 20. Juli 1695. Die Nachkommenschaftblüht noch gegenwärtig in Dänemark und besitzt daselbstdie Grafschaft Samsoe, sowie Holmegaard, Nordfeld, Aale-baekggaard, Klosterskovgaard, Ulriksholm, Oernfeldt undRydhave. Das "Wappen nach ersterem Diplom ist genauwie das nach letzterem, nur noch vermehrt durch ein ge-kröntes rothes ovales Herzschildchen, darin die von Kroneüberhöhte Chiffre © (Christian der Fünfte). Dieses Herz-schildchen liegt auf der Mitte eines silbernen Danebrog-kreuzes im rothen M ittelschilde; den oberen und unterenArm des Krenzes überdeckt je ein rechtsschreitender gol-dener Löwe. Dieser Mittelschild ist mit Edelkrone gekröntund ruht auf dem Hauptschilde, welcher durch silbernesDanebrogkreuz geviert ist und im I. und IV. rothen Feldeeinen auf silbernen Wellen nach rechts schwimmenden,köpf- und halsgekrönten silbernen Schwan (Wappen dervon Moth) zeigt, im II. Felde von Blau über Gold, imIII. Felde von Gold über Blau schräglinks abgetheilt ist.Den Hauptschild deckt eine fünfzackige goldene (»Davids«-)Krone, aus welcher ein vorwärtsgekehrter gekrönter gol-dener Löwe wächst, welcher in jeder Pranke drei ge-kreuzte Danebrogfahnen (roth mit weissem durchgehendenKreuz, zweizipflig) an goldenen, oben mit Kugeln be-setzten Flaggenstöcken zeigt. Schildhalter sind dieselbenwie bei Graf Ahlefeldt-Laurwig.
Dat(t)i della Somaglia, Dati. Anton Joseph MariaD. d. S. erhielt am 2. September (Decret vom 16. ejus-dem) 1816 die k. lc. Oesterreichische Bestätigung desGrafen- und Alois D. die Bestätigung des Marchese-standes. Ihre Vorfahren waren ad 1. Conte Don AntonJohann Baptist D.-S., welcher am 26. Mai 1770, undMarchese Don Luigi D., welcher am 14. Juni 1770 indie Mailänder Adelsmatrikel eingetragen worden waren.Die Marchese Dati führen nur den einfachen, von derMarchesekrone gekrönten rothen Schild, darin ein mitfünfzackiger Krone gekrönter goldbewehrter schwarzerAdler. Dem total verschiedenen Wappen zufolge, welchesdie Dati della Somaglia führen, dürften dieselben einesganz anderen Stammes sein; denn dies Wappen, mit demDon Anton Johann Baptist 1770 verzeichnet wurde, istquergetlieilt und enthält im oberen wieder quergetheiltenPlatze: oben in Gold einen gekrönten goldbewehrtenschwarzen Adler (doch wohl hier ein kaiserliches Gnaden-zeichen?!), unten in Silber drei gekrönte blaue aufrechte(Mailänder) Schlangen, deren jede ein rothes nacktes Kindverschlingt; zwischen der rechten und mittleren stehendie blauen Buchstaben FR, zwischen den beiden anderenSF. Der untere gevierte Theil enthält im I. silbernenFelde auf goldgezäumtem und -gesattelten schreitendenSchimmel einen ganz rothgekleideten, die Rechte nachvorn streckenden Mann mit rother hoher Mütze, Feld IIund III ist geviert: a) in Roth drei im Dreipass ver-schlungene goldene Siegelringe, b) in Roth eine silberneQuaste mit goldenem Knopf und Bändern, c) in Blau
zwei silberne Wechselwogenbalken, d) in Roth ein sil-bernes Ochsenjoch; Feld IV in Roth drei goldbordirtesilberne Schrägbalken, überdeckt durch rechtssehendenMohrenkopf mit silberner Augenbinde. Auf dem Schildedie Marchesenkrone. Aus dem rothsilbern-bewulstetenHelme wächst der Adler. Decken: blausilbernroth.
Daun. Aus der älteren 1851 f Linie stammte der be-rühmte Feldmarschall im siebenjährigen Kriege; diese Linieführte den Fürstentitel von Thiano im Neapolitanischen;auf diese Besitzung dürfte sich der Adler auf der Burg (imII. und V. Felde) beziehen. Im Uebrigen führt wederdiese, noch die blühende jüngere Linie das Wappennach den ihren gemeinsamen Vorfahren verliehenen Di-plomen de 1655 (für Philipp Ernst), resp. 1685 (für dessenSohn Joh. Wilh. Anton); denn in diesen beiden Diplomenist der Schild gespalten und zweimal getheilt, mit ge-kröntem Herzschild, worin das Stammwappen Daun (rothesGitter in Gold). Feld I und IV enthalten die beidensilbernen Lilien in Blau (dieselben führt zuerst Richardder jüngere, Sohn des 1361 lebenden Heinrich, und zwarin einem rechten Obereck des Stammschildes), Feld IIund V den doppelschweifigen schwarzen Löwen in Gold(wegen der Herrschaft Sassenheim, welche dem Karl vonDaun um 159° seine Gemalin Agnes von Hagen zubrachte),Feld III und VI die rothgefütterte goldene Krone in Schwarz(wahrscheinlich das Wappen der Herrschaft Callaborn [Cale-born, Colloporn]).*) Das Diplom de 1655 kennt nur dreiHelme, von denen der rechte den Löwen (zu Feld IIund V), der mittlere den wachsenden Schwan (zum Stamm-wappen), der linke den Flügel mit der Krone (zu Feld IIIund VI) trägt. Als Wappenvermehrung fügte das Diplomde 1685 noch einen vierten (als Nr. II eingeschobenen)ungekrönten Helm hinzu, welcher den Hut mit den dreiStraussfedern trägt (derselbe ist das abweichende Helm-ldeinod einer erloschenen Linie des Geschlechts). In bei-den Diplomen sind unheraldischer Weise alle Helmdeckenschwarzsilbern, wogegen ein in einem früheren Grafen-diplom (d. d. Nikolsburg 28. August 1643) verliehenesWappen die Helmdecken heraldisch richtig analog denXincturen der Felder, zu welchen die Helme gehören,giebt. — Auch Siebm., Suppl. VI, 3, giebt bei dem wohlvon ihm zuerst abgebildeten Wappen der jüngeren Liniealle Helmdecken schwarzsilbern; Kneschke, dessen Dar-stellung der seinigen folgt, sie linker Hand schwarzgolden;wir haben uns der ersteren Darstellung, welche in derFamilie traditionell zu sein scheint, angeschlossen.
v. d. Decken (Ringelheim und Oerichsheil). DieDarstellungen bei Grote, Hannöv. Wpb., A. 18, sind in-correct; die hier gegebenen stimmen genau mit den Ori-ginalconcepten im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Feld Iund IV des gevierten Wappens der Ringelheimer Linieenthält das Stammwappen v. d. Decken, den Kesselhaken,Feld II und III wird wegen der Herrschaft Ringelheimgeführt und enthält die zusammengeschobenen Wappendreier Ostfriesischer Häuptlingsgeschlechter, nämlich: im
*) Spencr, Op. herald. Tab. V, giebt den Schild geviertmit durch fünfzackige Krone gekröntem Herzschild (Stammwappen),Feld I und IV quergetlieilt, oben die Lilien, unten die Krone, Feld IIund III zeigen die Löwen. Auf dem Schilde die drei Helme.
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