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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
Seite
XXXIXr
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die Lanzen der Partisanen braun, das hölzerne Postamentbraun — so nach dem Diplom, wonach Koehne, Preuss.Wpb., welches auch die Männer ohne Laubkranz undLaubschurz giebt, zu berichtigen ist.

Czeyka, Grafen von Olbramowitz. Der Grafenstanddieser Familie, welche noch 1835 in Oesterreich angesessengewesen sein soll, ist ein Erbländisch Oesterreichischer,verliehen d. d. Wien 6. März 1748. Wappen: in Blauein gekrönter goldbewehrter, von Silber und Roth ge-spaltener Adler mit goldenen Kleestengeln und gekröntemrothen Brustschild, darin ein mit der schwarzen Initialeder Kaiserin M(aria) T(heresia) belegter silberner Balken.Grafenkrone. Auf dem gekrönten Helme ein offener silbern-rother Flug, je belegt mit goldenem Kleestengel. Decken:rothsilbern.

Cziräky. Wie hier gegeben ist das Wappen nachdem Diplom; der Wolf natürlich-grau, die Fahnenstangebraun mit goldener Spitze, der Stern golden, der Mondsilbern. Dagegen giebt Lehotzky, II, 90 die Fahne nurmit dem Monde, der Stern steht in der linken oberenSchildecke. Auf dem Helme der ganze Wolf mit derFahne (hiermit stimmt ein Siegel des 1822 f AntonGrafen C. überein), dagegen zeigt ein anderes Siegel dieFahne nach rechts wehend, darin nur drei Sterne, derWolf mit hängender Lunte steht ohne Berg im Schilde;im rechten Schildesobereck steht der goldene Mond, ausdem linken bricht eine goldene Sonne hervor. Dies Allessind unberechtigte Willkürlichkeiten, wie die bei Kneschkeund im Gräfl. Taschenbuch de 1854, S. 173.

Dalberg von Ostein. Freiherr Friedrich Karl vonD. aus dem bekannten Rheinischen Geschlechte wurded. d. Wien 8. August 1810 als Erbe des Letzten derd. d. Wien 8. December 1712 in den Reichs- und Erb-ländisclien Grafenstand erhobenen Grafen von Ostein mitdessen Wappen (mit kleiner Veränderung) und Namenin den lc. k. Oesterreichischen Grafenstand erhoben undlegte sein Wappen ab; er starb indess bereits 1817 kinder-los. Das Wappen ist das der Ostein: ein aufgerichtetergoldener Windhund mit gold- (anstatt wie dort silbern-)beringtem und -bordirtem rothen Halsbande; aber linksgekehrt und im goldbordirten blauen Schilde. Grafen-krone. Aus dem hier gekrönten Helme wächst derWindhund ebenfalls linksgekehrt.

Dambski. Polnisches Geschlecht des StammesGodzieba. Die Königl. Preussische Anerkennung desGrafenstandes erhielten Gustav (f 1863, Stammvater derII. Linie) nebst Brüdern Arnold (f 1827) und Julian (f 1836),sowie ihre Vettern (die Söhne des f Johann) Casimir(f 1831, Stammvater der III. Linie) und Apollinar (f 1866,Stammvater der I. Linie). Der Grafenstand soll von August II.König von Polen als Reichsvicar ertheilt sein.

Danckelmann. Die Lilienscepter und das Schild-chen sind silbern, die Kraniche natürlicher Farbe. DieStellung der letzteren als Schildhalter ist nicht beschrieben,aber sowie hier abgebildet bereits im freiherrlichen Wappen.Im Diplom ist der Schild oval, das Postament: hellvioletterMarmor, Adler goldbewehrt.

Dandolo. Nachdem bereits (blos für seine Person)dem Vincenz D. aus dem bekannten Venetianischen Dogen-geschlechte laut Allerh. Entschliessung vom 21. November(Decret 1. December) 1816 der Grafenstand anerkanntworden war, erfolgte die k. k. Erhebung 1829 für denSylvester D. Derselbe starb 1875* Lic Dogenmütze istgolden mit silberner Perle oben an der Spitze.

Dannemand. Friedrich Wilhelm von D., Herr zuAastrup, Königl. Dänischer Kammerherr und Oberst-lieutenant, geb. 20. Juli 1830, welcher mit seinen Ge-schwistern (Friedrich Waldemar D., geb. 6. Januar 1819,t 4- März 1835; Louise Friederike, vermält mit WilhelmZachariae, j- 16. August 1871 als Capitain, und CarolineAuguste, geb. 24. Januar 1812, j- 29. Februar 1844 alsGemalin des Adolf Friedrich Schack von Brockdorf) am4. Februar 1830 den Dänischen Adelstand erhalten hatte,wurde laut Allerh. Resolution vom 3. October 1839 inden Dänischen Grafenstand erhoben, die Ausfertigungeines Diploms aber 1849 abgelehnt. Das adelige Wappen,welches der Graf, welcher aus zwei Ehen mit 1. Fran-cisca von Schölten und 2. mit Gräfin Louise Schulinkinderlos blieb, führt, ist folgendes: in Roth ein silbernesDanebrogkreuz, belegt in der Mitte mit goldenem Herz-schild, darin innerhalb eines grünen Lorbeerkranzes zweigekreuzte, goldbegriffte Degen. Auf dem schmal gold-bordirten Schilde ruht ein gekrönter Helm ohne Kleinod.

Danner. Louise Christine Rasmussen, geb. 21. April1815, seit 7. August 1850 morganatische Gemalin Sr. Maje-stät des Königs Christian VII. von Dänemark (f 15. No-vember 1863), wurde laut Allerh. Entschliessung vom8. August 1850 (Patent I. Januar 1855) unter obigemNamen in den Dänischen Lehensgrafenstand erhoben undstarb zu Genua 6. März 1874. Sie hatte von ihrem grossenVermögen den besten Gebrauch gemächt, da ihre Ehekinderlos geblieben war. Das ihr verliehene Wappenzeigt einen oben in drei, unten in eine Spitze auslaufen-den Schild, dessen blauer Bord in jeder der oberen Spitzenje einen, in der unteren drei (2, 1) goldene Sterne zeigt.Der Obertheil des Bordes trägt die Worte EST und MA,die linke Seite das Wort GLOIRE, die rechte die WorteMA FIDELITE; alles in goldenen Buchstaben und so,dass die Sterne jedesmal die Trennung bilden (also: MeinRuhm ist meine Treue). Der Schild selbst ist von Rothüber Silber getheilt; im unteren Platze geht aus einemBüschel von sechs grünen lanzettförmigen und gebogenenBlättern ein langer grüner Stengel bis in den oberen Platz,wo er sich in vier Zweige verästelt. Von diesen tragendie beiden rechten je eine halbaufgeblühte, der linkeobere eine geschlossene, der linke untere eine aufgeblühtenatürliche Gartenlilie (in Form eines achtstrahligen Sterns);jeder der vier Zweige trägt ausserdem kleine unaufgeblühtegrüne Knospen, der rechte und linke untere unten eine,der obere rechte und linke oben zwei, unten eine. Dermit der neunperligen Grafenkrone gekrönte Schild ruhtauf einem Postament von zwei Stufen, auf welchen dieSchildhalter, rechts ein goldener Löwe, links ein »däni-scher« Hund stehen.

Danneskjold-Löwendal cfr. sub L.

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