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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
Seite
XXXVIIIr
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Reventlow-Criminil. Wir gaben das Wappen dieserFamilie an dieser Stelle, weil dieselbe dem Ursprüngenach den Criminil, nicht den Reventlow's angehört. DenAdel erlangte Jacques le Merchier von König Lud-wig XI. von Frankreich im August des Jahres 1472 miteinem Wappen, welches »im rothen Schilde drei gedecktesilberne Thürme« zeigt, und den Beinamen de Criminil.Ueber die Grafung s. goth. Gräfl. Taschenb. de 1871.

Cribelli von Kreitzberg. Unbedingt der nach-stehenden Familie angehörig ist der Zweig, welcher(cfr. Gritzner, Standeserhebungen und Gnadenacte, S. 184)d. d. München 27. Juli 1790 durch Kurfürst Karl Theodorvon Pfalzbayern als Reichsvicar den Reichs- und Kur-pfalzbayerischen Grafenstand erhalten hat, und welcheram 12. (26.) März 1827 in Oesterreich als »Crivelli« be-stätigt worden ist. Diese Linie dürfte erloschen sein.

Crivelli. Unter diesem Kamen wurden in Oester-reich anerkannt:

1. d. d. 16. September 1816 der Marchesestandnach der männlichen Erstgeburt für die Gebrüder Aeneasund Paul de C. Dieser Stand war am 15. März 1717 vonKaiser Karl VI. dem Gaetano C., Besitzer des LehensOssolaro, verliehen worden;

2. d. d. 16. September 1816 der Grafenstand nachdem männlichen Erstgeburtsrechte für Ferdinand de C.;

Endlich wurde d. d. 17. Mai 1825 (Diplom 3. August1826) der . Oesterreichische Grafenstand nach dem männ-lichen Erstgeburtsrechte dem Adalbert de C. verliehen.

Crotti. Joseph, Franz und Karl (nebst SchwesterMarianna und Mutter Victoria) erhielten d. d. 28. Januar(Decret 10. Februar) 1817 die k. k. Oesterreichische Be-stätigung des Grafenstandes nach dem männlichen Erst-geburtsrechte. Die Familie ist im Mannsstamm am 19. Mai1854 erloschen. Wappen: in Gold ein schwarzer Löwe,haltend ein über seinem Kopfe flatterndes Band mit derInschrift: Serra Maudata.

Csaky (früher auch Chiacky). Die Familie besitztdas Erbobergespanamt des Zipser Comitats und die Erb-herrschaft daselbst. Das Wappenbild ist ein abgeschnittenesTartarenhaupt mit rother Schnittfläche, schwarzem Haarund Bart, auf dem Haupte eine rotlie Mütze mit silbernemStülp tragend, erstere ist mit goldenen, letzterer mit rothenPunkten versehen; bei Siebm., IV, 3> 2 > s ' derselbe wach-send und bekleidet mit silbernem Kleide, welches rotheVerzierungen hat. D. d. 8. April 1876 ist eine Namens-(aber nicht Wappen-) Vereinigung mit Pallavicini erfolgt.

Csekonics. Der vom Löwen gehaltene Rohrkolbenist braun, an grünem Blätterstiel, der Storch, rothbewehrt,hält eine silberne Kugel. Die Arabeske ist bronzefarben,die Schrift blau.

Cunchy. Die Königl. Belgische Erlaubniss zurFührung des bereits im September 17 J9 der Familie ver-liehenen Grafentitels nach dem Erstgeburtsrechte erhieltd. d. 4. Mai 1871 Ferdinand Hilarion Ghislain de C.(Wappen: silberner Zickzackbalken in Roth.)

Cusani. D. d. 26. November 1816 erhielt Ferdi-nand de C. und sein Vetter Franz, von welchem diejetzigen M. C. abstammen, die k. k. Oesterreichische Be-stätigung des einer f Linie am 5. Juli 1709 als Marchesenvon Chignolo verliehenen (Reichs-) Marchesenstandes.Während das Wappen de 1709 complicirt ist, führt dieblühende Linie nur das Stammwappen; von Gold undGrün neunfach geschacht.

Custozza. Auf Grund des der Familie von HerzogFerdinand Karl von Mantua am 1. Januar 1700 verliehenenGrafendiploms erhielt Arrigo de C. laut Allerh. Ent-schliessung Wien 19. November 1816 die Bestätigungnach dem Erstgeburtsrechte. Das Wappen ist ein ge-spaltener Schild; vorn in Gold auf grünem Boden eingebogener grüner Palmzweig, hinten in Blau auf grünemBoden ein zweithürmiges graues Castell mit rothen Thoren,Dach und Fenstern, darüber Schrägrechts ein goldenerKomet. Auf der Krone steht ein gekrönter goldbewehrterschwarzer Adler.

Czacki. Diese Familie des Polnischen Wappen-stamms Swinka soll 1545 den Deutschen Reichsgrafeu-stand erhalten haben und von Polen darin bestätigt sein.Gegenwärtig blühen zwei Linien iu Russland.

Czapski. Die Familie glaubt, dass sie von denFränkischen Hutten (Wappen: zwei Schrägbalken) ab-stammt und später Namen und Wappen polonisirt habe.Analoge Fälle lassen dies nicht als unmöglich erscheinen.

Czarnecki. Polnisches Geschlecht des Wappeu-stamms Prus III. (Nagody), nicht aber Lodzia. Aus letz-terem Stamme stammen die ähnlich klingenden Czar-niecki, zu welcher Familie der Herausgeber des Herbarzpolski hrabia Cz. zählt; wir haben nicht ermitteln können,wann und von wem diese Familie gegraft ist.

Das Stammwappen Prus III. in Feld I sollte rectiusin einem Roth-Blau gespaltenen Felde stehen, denn esist eine wohl in Folge Erbheirat oder dergleichen erfolgteZusammenschiebung zweier Wappen; Feld II ist dasStammwappen Sreniawa, Feld III Kolumna, Feld IVLodzia (wahrscheinlich Ahnenwappen, nach polnischerSitte in den Schild aufgenommen). Sämmtliche Kreuzeund der Stern, die Krone, Capital und Fuss der Säuleund der Kriegskahn der Lodzia (dem wir hier eine bessereForm als im Diplom gegeben haben) wie die Inschriftsind golden, desgleichen die Borde, alles Uebrige silbernin Roth.

Czernin. Im Grafendiplom de 1627 ist gar keinWappen verliehen; es wird daher jetzt mit geringen Ab-weichungen, respective Zusätzen das freiherrliche geführt.Auch in dem Böhmischen Diplom d. d. Wien 23. Juni1644, wodurch das Prädicat »Hoch- und Wohlgeboren«verliehen wird, fehlt ein Wappen. Nach einem Siegelist der rechte Flügel silber-schwarz, der linke blau-silberngetheilt, statt des Palmzweiges ein Oelzweig, der Säbelmit Parirbügel.

Czettritz. Die Griffe der Schwerter sind rotli,Knopf und Parirstange golden, der Adler goldbewehrt,

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