'j
•• «
a. Linie zu Padua (Colloredo-Mels) abstammend(angeblich) von Georg, jüngerem Sohne des am26. October 1624 nebst Vettern in den Reichs-grafenstand erhobenen Julius Cäsar (Urenkelsdes genannten Thomas). Dieser Linie ist, weildie Abstammung nicht ganz erwiesen, 1857 vonOesterreich noch besondere Anerkennung (fürPietro) ertlieilt worden.
b. Linie zu Udine und Muscletto (Colloredo),abstammend von Ascanius IX., dem älteren Sohnedes 26. October 1624 gegraften Julius Cäsar.
II. f älterer Mantuaner Ast, abstammend vonHieronymus, geb. ca. 1480, jüngerem Sohne desJohann des Paduaners und Bruder des obengenann-ten Thomas.
a. Aelterer Mantuaner Zweig (Colloredo), ab-stammend von Karl Ludwig, Sohn des JohannBaptist IV., Enkels des mit seinem Vettern .am26. October 1624 in den Reichsgrafenstand er-hobenen Horatius I., Urenkels des Hieronymus.Diese Linie ist erloschen im Mannsstamm mitseinem Enkel Johann Baptist V. am 23. Januar1815, im Weibsstamm am 12. Februar 1874.
b. Jüngerer Böhmischer Zweig (Colloredo-Waldsee), abstammend von Camillus, f 1697,jüngeren Bruders des ebengenannten Carl Lud-wig, Herr in Walsee als Erbe des 1738 erlosche-nen sogenannten Asquin'schen Zweiges. DieserZweig, welcher das Böhmische Incolat im Herren-stande am 30. Januar 1738 erhalten hatte, erloscham 26. October 1789 mit dem k. k. Kämmererund Geh. Rath Franz Graf von C.-W.
B. Wei ckard'sehe r Zweig.
I. Zweig Colloredo-Mansfeld, abstammend vonHieronymus IV., älterem Sohne des 1689 f Ferdi-nand, dessen Grossvater Fabricius II. (f 1645), Reichs-freiherr (seit 22. Juli 1626) von C., bereits am31. September 1615 vom Grossherzog Cosimo vonToscana den Titel Marchese von Santa Sofia er-halten hatte. Hieronymus erhielt mit seinem BruderRudolf I. (t 1714) (s. unten) am 14. Januar 1711den Böhmischen und d. d. Wien 11. December 1724den Reichsgrafenstand, und dessen Enkel (Sohn desam 24. December 1763 in den Reichsfürstenstanderhobenen Rudolf Joseph I.): Franz Gundakkar am26. Februar 1789 die kaiserliche Wappenvereini-gung mit Mansfeld. Die jüngeren Brüder und Söhnedes jedesmaligen Fürsten und ihre Descendenz be-dienen sich daher des Fürstlich C.-M.'sehen Wappensohne die fürstlichen Insignien.
II. Zweig Mels-Colloredo (rectius Colloredo-Wald-see, wie im Diplom genannt), Marchesen di SantaSofia (dieser Titel wurde ihnen am 25. Juni 1830von Oesterreich anerkannt), abstammend von demobengenannten Rudolf I., dessen Sohne FabiusLeander I. das Diplom de 1724 m it seinem Oheimertheilt wurde.
Confalonieri. Am 16. September 1816 erhielt Vita-lian und Tiberius Gebr. Grafen C. nebst ihrer Mutter undVitalians Gemalin eine k. k. Oesterreichische Bestätigung
des ihrem Vorfahren Federico C. im Jahre 1681 von Kur-fürst Max II. Emanuel von Bayern verliehenen Grafen-standes. Wappen: Unter goldenem Schildhaupt, worinein gekrönter schwarzer Adler, gespalten, vorn in Rothein aus dem Spalt hervorgehender geharnischter Recht-arm, schräglinks an oben mit goldener Pfeilspitze ver-sehenem goldenen Stab eine weisse zweizipflige rechts-wehende Flagge mit durchgehendem rothen Kreuz haltend,hinten von Gold und Roth fünfmal (sechs Plätze) gespalten.Aus dem gekrönten Helme wachsen zwei geharnischteArme, je eine der Flaggen wie im Schilde haltend.Decken: rothsilbern — rothgolden.
Consolati. Das Grafendiplom d. d. München 3. August1790 unterscheidet sich von dem abgebildeten nach demOesterreichischen Diplom dadurch, dass die Biiflelhürnerauf Helm I je mit silberner rechter Schrägbinde versehensind und der Löwe auf Helm III den Schweif nicht zeigt,sonst genau so. Kneschke verwechselt die Helme, giebtauch die Farbeneintheilung in Feld II und III, wie derBüffelhörner und Helmdecken falsch.
Contarini. Der Grafenstand dieser Familie ist schonvon der Königin von Cypern am 10. Februar 1473 verliehenund am 30. Mai 1476 von der Republik Venedig anerkanntworden. Am II. September 1818 erhielt Paul Bertucci-Contarini und am 20. April 1825 Alois und Hierony-mus die k. k. Oesterreichische Anerkennung des Grafen-standes; das Oesterreichische Grafendiplom de 1819/1839mit dem abgebildeten Wappen erhielt Johann v. C. DasBild in Feld I ist ein Wagengestell. Das Wappen derItalienischen Linie enthält nach der nobiltä italiana imI. und IV. rothen Felde ein goldenes Passions-Tatzenkreuz,im II. und III. goldenen je drei blaue Schrägbalken.
Coreth. Feldl und IV ist das Stamm Wappen, welchesnebst dem Adel d. d. Augsburg 5. September 1555 ver-bessert wurde; das sehr unheraldische Grafenwappen istgenau so wie hier abgebildet, im Diplom 1772 verliehen.
Corio (-Figliodoni). Karl Marchese C. in Mailanderhielt d. d. 26. November 1816 eine Bestätigung desMarcliesestandes nach dem männlichen Erstgeburtsrecht.Wappen cfr. Rietstap, armorial general, nouvelle ödition.
Cornaggia (-Medici). Karl Christoph Marchese C.erhielt d. d. 12. December 1816 eine Bestätigung desMarcliesestandes nach dem männlichen Erstgeburtsrecht.Wappen cfr. Rietstap, armorial güneral, nouvelle üdition.
Vernede de Corneillan. Französisches Geschlecht,noch 1850 in Preussen angesessen. Wappen geviert, 1/4: inGold drei (2, 1) schwarze Krähen (Corneillan), 2/3: in Rothein goldenes Kleeblattkreuz (Vernede).
de Cornelissen de Weynsbroeck. Jacques JeanNepomuk Robert de C., aus einem in Person des JohannBaptist C., Generalempfänger und II. Schatzmeister derStadt Antwerpen, von Kaiser Karl VI. am 8. August 1733in den Erbländisch-Niederländischen Adel erhobenen undam 17. October 1822 darin Niederländischer Seits bestätigten
XXXVI