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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
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Ciurletti. Das "Wappen nach dem Reichsvicaria-tischen Diplom unterscheidet sich von dem abgebildetenOesterreichischen dadurch, dass der Palmbaum im Schildeauf grünem hohen Dreifels steht, der Balken silberneingefasst, die Taube anstatt wie dort roth-, hier gold-bewehrt und nur einen Flügel erhebt, die Büffelhörnernicht schräg, sondern in zwei Reihen nach der Theilunggewürfelt sind und statt des grünen Berges mit dem»Wasserfall« (Diplom 1834) ein »grünlich überwachsenerBaumstamm« erscheint; auch sind alle Decken blausilbern.Die Darstellung bei ICnesclike ist incorrect.

Civalart. Das Diplom ist ausgestellt für LouisFrancis de C. de Haponcourt, Kaiserl. Oberst desRegiments Arberg-Dragoner. Ultimus war der 1865 zuBaden bei Wien im hundertsten Lebensjahre f Graf KarlLeopold (geb. 1766), lc. k. Kämmerer, Geh. Rath, Generalder Cavallerie und Inhaber des I. Uhlanenregiments, wahr-scheinlich Enkel des Erhobenen, dessen Sohn Graf Leo-pold 1805 alsk.k. Feldmarschall-Lieutenant gestorben war.

Clam-Gallas. Die Katze ist braun, die Fähnleinauf Helm III: Nr. 2 und 7 golden, Nr. I, 4, 6 und 9roth, Nr. 3, 5, 8 und 10 silbern, die Knöpfe der Fahnen-stangen wie diese selbst golden, die Jungfrau, aus grauemFelsen wachsend, hat goldenes Haar und hält das natur-farbene Geweih. Feld I und III nebst Helm I und IVist aus dem Gräflich Gallas'schen, die übrigen Theile ausdem Clam'schen Wappen.

Clam-Martinitz. Der hintere Theil des Wappensund Helm III ist das Wappen der f Grafen Martinitz,der Stern, die Chiffre auf der Brust des Adlers und dieBuchstaben F. M. und R. in dem Schildchen auf Helm IIIsind golden, die Katze hier grau. Die Darstellung beiKneschke ist incorrect.

Clairon. Claude de Cleron, Baron de Saffre, er-heiratete 1620 die Baronie Haussonville und nannte sichdavon; sein Enkel Jean Ignace de C. kommt 1692 zuerstals C., comte d'H. vor. Dessen jüngerer Sohn Albert, geb.1703, etablirte sich zuerst in Schlesien bei seinem Mutter-bruder Grafen Jean Henri du Hautoy de Broune. Voneiner angeblichen Königl. Preussischen Anerkennung de1789 ist Nichts bekannt. Aus der Französischen Linieerhielt Charles Louis Bernard Cleron, ehem. Cavallerie-Oberst, den Napoleonischen Grafenstand, welchen derKönig von Frankreich am 30. August 1822 unter Ver-leihung der Pairie bestätigte.

Die Figuren im Mittelschilde sind das Stammwappender de Saffre: fünf »Meeradler« (ohne Füsse). Die Kreuzeim Rüclcschild müssen Kleeblatt- oder Lazarus-, nichtaber Lilienkreuze sein, wie Dorst, Schles. Wpb., II, 110,es angibt. Die von der Familie hie und da geführteDevise — etwas lang — lautet: Sonne haut Clairon pourl'honneur de la maison.

Clary. Die gräfliche Linie blüht, da der Fürsten-stand nur in der Erstgeburt vererblich ist. Der Buch-stabe F im Brustschilde des Adlers ist silbern, die durch

die Krone gekreuzten Haken stahlfarben, die Fahnenhaben goldene Spiesse.

Clauwetz- (Ciawez-) Briant. Diese wahrscheinlicham 14. December 1818 im Mannsstamme erloschene, inOesterreich und Belgien florirt habende Familie erlangted. d. 20. Februar 1740 von Kaiser Karl VI. den erb-ländisch-Niederländischen Grafenstand mit Wappenver-mehrung in Person des Charles Joseph Thomas C.-B.,Kaiserl. Raths, Generalmeisters und Intendanten derMünzen in den Niederlanden. Das Wappen war ein ge-theilter Schild, mit blauem Herzschild, darin ein von dreisilbernen gesenkten Nägeln begleiteter goldener Sparren.Im Rückschilde oben in Gold drei gestürzte gestielteGranatäpfel, unten ein offener silberner Flug. Schild-halter: zwei Greifen mit Bannern wie Herzschild, resp.Hauptschild.

Clerici. Bereits Kaiser Karl VI. hatte d. d. 20. Mai*739 dem Don Antonius de C. den Mailändischen Grafen-slaud verliehen. Den Marelieselitel halte Don Francescodurch das Lehen (Marchesat) Cuggiono maggiore lautDiplom d. d. 28. Juni 1770 (dessen Linie blüht) und eineWappenvermehrung von Kaiser Franz I. Don AntonGeorg C. (Sohn des Marchese Don Karl Georg), Mar-chese von Cavenago und Cuggiono, Baron di Sozzago,f 1768, d. d. Wien 28. September 1758 erhalten; Letz-terer hatte nur eine Tochter Claudia, welche 1822 seineLinie beschloss. Das Wappen ist bei Siebmacher, Supple-ment X, 2, Nr. I, ziemlich correct abgebildet.

Clifford. Diese Englische Familie führt unter an-deren Titeln auch den eines »Grafen des heil. RömischenReiches«; wann derselbe ertheilt sein soll, darüber warNichts zu finden.

Cloz. Das Diplom erhielt Paris v. C., f am 14. Juli1856 zu Trient ohne Erben. Sein Vater und Bruderhatten als »Klotz zu Rosenburg und Spreheim, Freiherrenvon Mariastein und Niederbreitenbach« von KurfürstKarl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvicar d. d.München 19. August 1790 den Reichs- und Kurpfalz-bayerischen Grafenstand erhalten, auf Grund dessen be-reits Graf Paris am 17. März 1813 (!) bei der Grafenclassein Bayern immatriculirt worden war (!).

Der Adler ist goldbewehrt, der Baum hat braunenStamm, die Scepter sind golden, die Kaiserkrone rothund gold, die Plumage des Helmes des eisengeharnischtenRitters (mit dergleichen Schild) roth.

Cobenzl. Die sämmtlichen im rothen Schildhauptbefindlichen, auf das Obersterbtruchsessen- und Erbland-falkenmeisteramt der Grafschaft Görz bezüglichen Figurensind golden, der Falke goldbewehrt, silbern, mit rotherKappe, auf welcher fünf schwarzgolden wechselnde Strauss-federn; der Adler in Feld I und IV, wie die Gemsensämmtlich goldbewehrt, die Felsen, auf denen Letzterestehen, bräunlichgrau. Der Mann auf Helm III hält dreisilbern-bespitzte goldene Pfeile ohne Flitsch und einenschwarzen Bogen. Das Kissen ist goldbordirt und -bequastet.

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