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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
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Choiseul d'Aillecourt. Ein Zweig dieses uraltenfranzösischen Geschlechts blühte bis zum 3. August 1840,wo es im Mannsstamme erlosch, in Oesterreich; ein andererZweig kommt als

Choiseul de Rhetel noch 1857 in Ungarn vor,scheint aber auch erloschen zu sein. "Wappen: in Blauein in jedem Winkel von fünf (2, 1, 2) goldenen senk-rechten Schindeln begleitetes gemeines goldenes Kreuz.Auf dem blaugoldenbewulsteten Helme an zweiblättrigengrünen Stengeln drei schwarze Rohrkolben. Decken:blaugolden.

Choloniewski. Diese Familie gehört dem Polni-schen Wappenstamme Korczak an.

Chometowski. Das Grafenstands-Bestätigungs-Di-plom ist vom Kurfürsten von Sachsen und König vonPolen August II. dem Grafen Johann (Thomas) v. Ch.,dessen Vorfahren sich bereits im 15. saeculo des Grafen-stands bedienten, für alle seine Erblandc crthcilt. DieFigur in Feld II ist eine Kunkel. Da das Wappen nurnach Beschreibung vorlag, wissen wir nicht genau, obes ganz correct dargestellt ist.

Chorinsky. Um den Schild ein rothgefüttertesnatürliches Tigerfell, also nicht, wie Koehne und Kneschkeangeben, umgekehrt.

Chotek. Bereits d. d. Laxenburg 13. Mai 1723war der Böhmische Grafenstand an den Erwerber desDiploms de 1745: Wenzel Anton v. Ch. (mit dem ein-fachen Stammwappen) gekommen; die jetzigen Grafen Ch.führen das vermehrte Wappen nach dem Diplom de 1745*Feld I und IV des Rüclcschildes ist kaiserliches Gnaden-zeichen, Feld II und III Wappen des f BöhmischenGeschlechts Charwat von Barnstein.

Chotomski (v. Dienheim-Ch.). Ehemals in West-preussen und Posen angesessen; der Grafenstand wohlauf die Dienheim zurückzuführen. Wappen: PolnischesStammwappen Prawdzic (s. Ledebur, Adelslexikon).

Christalnigg. Siebmacher, Supplement XII, 13, undKneschke geben das Wappen nicht ganz correct. — DerHarnisch der durch die Kreuzung der quadrirendenLinien reichenden Arme ist Stahlfarben mit goldenenBeschlägen, ebenso der auf Helm II. — Helm III trägteinen goldbordirten rothen Kegel, besetzt mit goldge-fasstem silbernen Krystall (Namensanspielung). Feld IIund III nebst Helm I (rechts) ist das Wappen einer ver-wandten Familie. Helm IV und Feld I und IV ist (mitVeränderung) das Stammwappen nach dem Wappen-briefe des Erzherzogs Karl zu Oesterreich d. d. Graz6. August 1589.

Christyn de Ribaucourt. Grafengeschlecht aus demHause Gand-Vilain in den Niederlanden; hier wurdePhilipp Alex. Jos. Ghislain Graf C. d. R. als Graf am19. Februar 1820 anerkannt und dessen Sohne Prosper

Jean Joseph Belgischer Seits am 5. December 1871 aufseine gesammte Descendenz ausgedehnt. Den Namen Ch.führte zuerst Pierre G.-V., geb. 1589, f 1666, und dessenUrenkel Libert Fran?ois C., geb. 1703, f 1785, zuerstden Grafentitel. Wappen: schwarzer Schild mit silbernemSchildhaupt, darin zwei aufrechte blaue Rauten neben-einander. Schildhalter: gekrönte Greifen.

Ciceri-Visconti. Eine gräfliche Familie diesesNamens war 1835 ' n Oesterreich bedienstet; Ursprungund Wappen uns nicht bekannt.

Cicogna. Das Grafendiplom von 1816 erhielt Leo-pold C.-M. in Venedig; der Storch ist goldbewehrt, dieSchlange grün, Uebrigens war bereits d. d. Brüssel 15. Juni1554 dem Johann Peter C. von Kaiser Karl V. seine Be-sitzung Terdobiata zu einer Grafschaft, er selbst in denReichsgrafenstand erhoben worden (ohne Wappen imDiplom).

Cicognara. Ein Graf dieses Namens, k. k. Präsi-dent der Akademie der schönen Künste, gebürtig ausFerrara, starb zu Venedig am 5. März 1834.

Ciecierski. Des Stammes Rawicz (nicht Slepowron).Woher der Grafenstand stammt, wissen wir nicht; ge-führt wird er indess. Die Familie blüht noch.

Cieszkowski. Das Wappen gehört dem PolnischenWappenstamme Dolega an. Als Stammvater ist AndreasC. auf Cieszkowo, Woiwode von Leczyc genannt. Augustv. C., Herr auf Wierzenica etc., geb. 1815, erhielt denPäpstlichen Grafenstand, welcher in Preussen stillschwei-gend anerkannt ist.

Cittadella. Der Grafenstand kam zweimal in dieFamilie. Das Diplom de 1821 erhielt Johann C. ausPadua, Patrizier von Venedig, das de 1825 Georg C. ausPadua und das Wappenvermehrungsdiplom de 1836/7 mitdem Wappen der Vigodarzere (der Löwe) Graf Andreas(wahrscheinlich ein naher Verwandter des Georg), Adoptiv-sohn des Letzten der v. V. Die Mauer und das Castellsind steingrau, die Fahne hat braunen Stab mit goldenerSpitze; das Kreuz ist gold auf rothem Fahnentuch.

Cigalini. Mailändisches Geschlecht, aus dem nachdem Rechte der Primogenitur Augustin, Clelia, Christinaund Marianna Geschwister C. die k. k. OesterreichischeBestätigung des Marchesestandes am 12. December 1816erhielten. Wappen s. Rietstap, armorial giümiral, nou-velle edition.

Cipolla (auch Ceola). Veronesische Familie, derenGrafenstand 1779 von Venedig anerkannt ist, obwohl ersich nur auf ein Diplom Kaiser Friedrich III. vom 6. August1471 für Bartolomeo C. als comes palatinus gründet.Nach dem ann. de nobiltä ital. soll der Grafenstand am9. August 1826 und 14. April 1830 anerkannt sein, docherwähnt Schroeder's Werk zwar die drei existirendenLinien, letzteren Umstand aber durchaus nicht.

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