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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
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Helm I und III sind laut Diplom 1681 als das Wappendes f Geschlechts der Schilding und Perg hinzugekommen.Der Mannsrumpf auf Helm III hat silbernen Kragen undKnöpfe, Bart und Haar, der auf Helm IV rothes Haarund Bart, die Helme golden. Das bei Kneschke erwähnteneuere Siegel ist zwar apokryph, wenigstens nicht diplom-gemäss, dennoch wollen wir dasselbe hier erwähnen. DerSchild ist dreimal gespalten und einmal getheilt (8 Felder)mit dem gevierten Herzschild wie oben, die Löwen ein-wärts. Feld I und VIII zeigen die drei Schrägbalken,Feld II und VII die Rautung, Feld III und VI ist leerund roth, Feld IV und V enthält in Silber einen mit dreigoldenen Kugeln belegten blauen linken Schrägbalken,dessen Bedeutung wir nicht zu erfahren vermochten.Auf dem Schilde ruhen die vier Helme wie oben, denennoch ein fünfter gekrönter links hinzugefügt ist, auf demzwei in der Mündung mit Kleeblättern besteckte Büffel-hörner. Helm I ist ungekrönt, Helm II mit Fürstenhut(sie!) gekrönt, Helm IV ist bewulstet, sonst Alles wieoben. Den Schild halten zwei widersehende Löwen. Umdas Ganze fliegt ein aus Fürstenhut mit Reichsapfel (ohneBügel) herabwallender hermelingefütterter und -bordirterPurpurmantel.

Augenscheinlich hat derjenige Graf, welcher sichdies Siegel stechen liess, geglaubt, seine Familie sei mitden Grafen Castell zu Castell verwandt; dies ist jedochdurchaus nicht der Fall.

Castelbarco-Visconti-Simonetta. Die k. k. Oester-reichische Bestätigung de 1816 erhielt Cäsar Graf C. —Das Stammwappen ist der Löwe im Schildhaupt.

Castell zu Castell und C.-Rüdenhausen. Wir gebendas Wappen ohne den unheraldischen (erst wieder mitdem Spitzhute besetzten) Fürstenhut auf dem Helme, nacheinem Siegel des Wolf Georg Grafen und Herrn zu Castell.

Castelli Reina. Am 16. September 1816 erhieltendie Gebrüder Anton Maria und Joseph die k. k. Oester-reichische Bestätigung des Marchesestandes in der männ-lichen Erstgeburt; aus welcher Familie dieses Namenswissen wir nicht.

Castelnau. Dieser ursprünglich aus Berry stammen-den Familie entsprosste der bekannte OesterreichischeMairschall Graf C. (1857).. — Die Aubry sind übrigenserst von den f Castelnau's adoptirt worden.

Castel San Pietro, Don Giovanni C. S. P., mai-ländischer nobile und Kaiserl. Oberstlieutenant, erhieltd. d. Wien 27. August (publ. II. September) 1748 vonKaiserin Maria Theresia den Mailändischen Grafenstand.Wappen: Unter goldenem Schildhaupt, darin goldbewehrtermit fünfzackiger Krone gekrönter schwarzer Adler, inRoth auf drei grünen Felsbergen ein silbernes Castellmit drei Thürmen. Helm: der Adler wachsend.

Castiglione. Die k. k. Oesterreichische Bestätigungdes Grafenstandes de 1826 erhielten Franz, Cajetan undKarl Angelo Castiglioni. Das Gräfl. Taschenbuch (1865)

spricht von einem Castell auch auf dem Balken; es ist aberein goldener Dreifels. Auch noch andere Differenzen er-geben sich bei Vergleichung mit unserer Abbildung, welcheeinem Siegel des Mailänder Codex entnommen ist.

Castiglioni. Das Diplom de 1774 hatte Dr. jur.Don Alfons C.,mailändischer Patrizier, Besitzer der LehenBorgo di Garlasco nella Lumellina und Marano in derGrafschaft Novara, Sohn des Octavio (Enkel des SenatorsDon Alex. C.), erhalten; die Anerkennung de 16. Septem-ber 1816 derselbe. Ausserdem wurde am selben Tagenoch dem Karl und Guido, Söhnen des Joseph C. inMailand, der Marchesetitel nach der männlichen Erst-geburtsfolge und am 25. November ejusdem dem BalthasarC. aus der Linie in Mantua ebenfalls bestätigt.

Cattaneo. Die k. k. Oesterreichische Bestätigungdes Marchesestandes erhielt aus diesem Mailänder Ge-schlechte Anton und die des Grafenstandes Joseph, beideunter dem 12. December 1816. — Wappen: getheilterSchild, oben in Gold ein gekrönter schwarzer Adler, untengetheilt Blau Silber mit drei das Gelenk aufwärtskehren-den Muscheln verwechselter Tincturen. Das Ganze ruht aufder Brust des mit Scepter, Schwert und Reichsapfel be-waffneten, beidköpfig Königlich-gekrönten (Oesterreichi-schen) schwarzen goldbewehrten Doppeladlers.

Cavalchini-Guidoboni. Die Bestätigung des Mar-chesestandes erhielt Oesterreichischer Seits Wilhelm C.-G.in Mailand am 10. Februar 1817. Das Wappen ist beiRietstap, armorial general, beschrieben.

Cavazzi della Somaglia. Mailändisches Geschlecht,aus welchem unter dem 21. November 1816 Johann Lucas,nebst Vettern Cajetan und Karl die Oesterreichische Be-stätigung des Grafenstandes erhielten. Wappen cfr. Riet-stap, armorial general.

Cavriani. Nach Siegeln kommt der Adler auchungekrönt und ebenso wie die drei Schrägbalken imgoldenen Felde, das Einhorn in ganzer Figur vor; dies,wie die Darstellungen bei Wisgrill und Tyrofl, Oesterr.Wpb., sind unrichtig. Die Oesterreichische Anerkennungvom 18. Februar 1817 nach der Erstgeburtsfolge des Aelte-sten erhielten die Gebrüder Anton, Alois und Johann C.

Cerrini. Der Erhobene, Sohn des d. d. Wienig. September 1789 in den Erbländischen Oesterreichi-schen Freiherrenstand erhobenen FML. und Theresien-ordensritters Joseph, war k. lt. Generalmajor. Der Löwe! hat goldene Zunge und Krallen. Der von zwei goldenenDrachenköpfen gehaltene goldbordirte rothe Balken aufHelm II trägt die goldenen Buchstaben: A(ve) M(aria)G(ratia) P(lena) D(ominus) T(ecum). Die drei Fahnen(roth — weiss — grün) an goldenen Schäften mit der-gleichen Mond, resp. Spitze tragen die goldenen Buch-staben: N(ovi), D(ego) und Z(ettin) zum Andenken ansiegreiche Schlachten; das Kreuz auf Helm IV ist holz-farben, die Thürme auf Helm I und V silbern mit schwarzenOeffnungen; die Eicheln des Zweiges golden mit grünerKapsel.

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