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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
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Mutter die k. k. Oesterreichische Bestätigung des Mar-chesestandes nach dem Erstgeburtsrecht. Wappen: quer-getheilter Schild, Silber über Roth, oben gekrönterschwarzer Adler, unten silberner Schrägbalken, begleitetvon zwei silbernen Münzen. Marquiskrone. Auf dem Helmwächst der Adler. Decken rothsilbern.

Carli-Rubbi. Familie aus Istrien; Johann RinaldoGraf Carli (f 1795) nannte sich zuerst nach seiner zweitenGemahlin, geb. Rubbi, wie oben. Augustin Graf C.-R.erhielt 23. Juli 1817 die lc. k. Oesterreichische Bestätigungdes Grafenstandes; welches der diversen Wappen diesesNamens hieher gehört, vermochten wir nicht zu entscheiden.

Carlotti dell' Imperia. Ferdinand II., Grossherzögvon Toscana, ertheilte dem Andreas C. a. 1605 das feudumRiparbella mit dem Marchesetitel. Grossherzog Franz IH.(Kaiser Franz I.) bestätigte denselben 26. Juli 1738 als»Marchese de R.«. Eine weitere lc. k. OesterreichischeBestätigung desselben erhielten d. d. Schlosshof 5. (expe-dirt 14.) October 1819 Alexander (Sohn des Antonio) undHieronymus in Verona. Das Wappen ist ein blauer Schild,darin ein goldener, bis zum Schildhaupt reichender Sparren,begleitet oben von zwei klimmenden goldenen Löwen, untenvon silbernem Zinnenthurm. Marquiskrone. GekrönterHelm: goldener Löwenrumpf. Decken blaugolden.

Carmer. Koehne, Preuss. Wpb., I, 30, gibt dasWappen nicht ganz correct; hier folgt es nach dem Diplom.Die Candare des Pferdegebisses ist stahlfarben, die Zügelschwarz; die beiden verschlungenen goldenen L im Herz-schilde sollen »Liber legum« heissen, wegen der durchden Grosskanzler (I. Grafen) v. C. bewirkten Redactiondes allgemeinen Preussischen Landrechts.

Carminati di Brambilla. Kaiser Karl VI. ertheiltediesem Italienischen, zum Venetianischen Patriziat ge-hörigen, ursprünglich aus Bergamo stammenden Geschlecht(wann?) den Marchesetitel; dieser Zweig sass zu Novara.Als Wappen gibt das ann. della nobiltä it. de 1883 dreiFelder, wogegen die uns bekannten Wappen stets nurquergetheilten Schild, oben in Gold einen gekrönten roth-bewehrten schwarzen (alias von Krone überhöhten Doppel-)Adler, unten in Roth einen goldenen Leiterwagen zeigen.

Carnin de Staden. Den Grafenstand erwarb imMai 1712 Johann Karl de C. aus altem, bereits unterPhilipp d'Alsace, Grafen von Flandern, vorkommendenGeschlecht. Wappen: In Roth drei (2, 1) blaubezungtevorwärtsgekehrte goldene Löwen- (Leoparden-) Köpfe. Aufdem Schilde die Grafenkrone. Helm: radschlagender Pfau.Schildhalter: zwei vorwärtssehende goldene Löwen. Devise:virtus sibi praemium.

del Carretto. Die k. lc. Oesterreichische Anerken-nung des Marchesetitels dieses alten Geschlechtes erfolgted. d. Laxenburg 17. (Diplom 28.) September 1858.

Cartlow. Die Jungfrau hat blondes Haar undeinen mit drei silbernen Straussfedern besteckten schwarz-silbernen Wulst in demselben; hält in jeder Hand dreigrüne Eichblätter.

Carvelli. Alois C., Senator in Mailand, erhieltmit Prädicat »Hoch- und Wohlgeboren« und Wappen-vermehrung das Reichsgrafendiplom Wien 21. September1709; die k. k. Oesterreichische Bestätigung des Grafen-standes d. d. 12. December 1816 Paul Graf C. Wappen:in Blau, überhöht von zwei achtstrahligen goldenenSternen, zwischen denen eine zweithürmige graue Burgmit offenem Thor und Fenstern, ein schreitendes silbernesLamm. Grafenkrone; auf dem gekrönten Helme steht eingoldbewehrter schwarzer Adler. Decken: blausilbern,blaugolden (ex dipl. cop.).

Casali. Ein kaiserliches Grafendiplom ohne Wappenerhielt d. d. Laxenburg 30. Mai 1739 nach dem männlichenPrimogeniturrecht von Kaiser Karl VI.: Joseph C., Prätorin Mantua. In die dortige Adelsmatrikel wurde derselbe (?!)nebst Gemahlin Margaretha, geb. Aureggi, am 9. Februar1771 eingetragen; am gleichen Tage auch ein NobilePhilippo A. — Das Stammwappen ist auf grünem Boden einzweithürmiges Zinnencastell mit drei rothen Thoren undFenstern in Silber; jetzt quergetheilt, unten das Castell,oben in Blau ein durch rothen Bogenschnitt abgetheiltesleeres blaues Schildhaupt, darunter in Blau fünf goldeneLilien. Das gräfliche Wappen hat dieses Wappen alsgräflich gekrönten Herzschild dem gevierten Schilde auf-gelegt, worin in I und IV in Gold ein einwärtssehendergekrönter schwarzer Adler, in II und III in Silber eineinwärtsgekehrter goldener Löwe. — Drei Helme.

Casati. Uraltes Geschlecht, welches bereits 1621nach dem Erstgeburtsrecht in Person des Alfonso C. denGrafenstand (conte di Borgo-Lavezzara) erhielt. Bestäti-gungen des Grafenstandes nach Erstgeburtsrecht erhieltenOesterreichischer Seits d. d. 21., resp. 26. November 1816die Grafen Joseph, resp. Augustin; des erblichen Grafen-standes Graf Gabrio (Stammvater des heutigen erstenZweiges) am 14. Juni 1821 und des Marchesestandes nachmännlichem Erstgeburtsrecht am 12. December 1816 Franzund dessen Oheim Julius M. C. — Das Wappen ist inSilber ein schwebendes rothes Castell mit offenem Thorinnerhalb eines aus zwei unten gekreuzten rothen Haar-flechten (sie!) gebildeten Kranzes. Auf dem ungekröntenHelme ein gekrönter schwarzer Adler.

Cassera. Die k. k. Oesterreichische Bestätigungdes Grafenstandes erhielt Graf Marcus C. in Mailand unddessen Sohn Joseph am 16. September 1816. Wappen:zweimal getheilt, oben ein gekrönter schwarzer Adler inGold, in der Mitte in Roth ein zweithürmiges silbernesCastell mit offenem Thor, unten in Silber zwei blaueSchrägbalken. Helm: wachsender schwarzer Adler Deckenschwarzgold-rothsilbern.

Cassis-Faraone. Die Sterne und das Kreuz golden,das in Feld III auf grünem Boden stehende »EgyptischeMausoleum« besteht aus steingelben (nicht grünen) Stufen.Die schildhaltenden Leoparden natürlicher Farbe. (Sieb-macher, Supplement XII, 12, Nr. 9, gibt ausnahmsweisedies Wappen einmal ganz correct.)

Castel (Schenk zu). So wie hier gegeben, ist dasWappen nach dem Diplom. Der Rückschild und

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