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als Erblehens-Obristpostmeister zu Roveredo in Tirol zu-nächst das Posthorn in sein Wappen, ferner d. d. Wien14. März 1827 die Bestätigung des Grafendiploms de 1790als eines Erbländisch-Oesterreichischen und d. d. Wien17. September 1827 die Genehmigung des abgeändertenWappens de 1720.
Der braune Phönix in Feld I wächst aus roth-brennendem braunen Plolzstoss, der Mercurstab in III istgolden mit grünen Schlangen und silbernen Flügeln, derOchse in IV, schreitend vor einer (italienischen) »Pappel«,rothbraun, der Adler auf Helm I goldbewehrt, das Spruch-band silbern mit schwarzer Schrift und goldenem Um-schlag. Das Reichs-Vicariatsdiplom de 1790 hatte nur einenquadrirten, mit Grafenkrone gekrönten und von zwei aufgoldener Arabeske stehenden widersehenden goldenenLöwen gehaltenen Ovalschild, in dessen I. und IV. Feldeauf grünem Boden ein brennendes rothbraunes Nest, dar-aus der wachsende silberne Phönix, in II und III derschreitende gelbbraune Stier vor Pappel auf Boden.
Bothmer. Auch dies Wappen ist überall mit mehroder weniger Fehlern abgebildet, besonders hinsichtlichder kaiserlichen Standarte. Dieselbe ist bereits im Frei-herrendiplom d. d. Wien 9. November 1696 verliehen,und zwar nicht lediglich golden mit dem Reichsadler,sondern mit der auch noch heute in Oesterreich gebräuch-lichen, von schwarz, gelb, weiss und roth gespitzten Ein-fassung versehen, an ebenso farbig schräg gestreifterLanze. Die Schildhalter (zwei schwarze Wölfe) mit denStandarten (die linke roth mit goldenen Fransen) sindebenfalls bereits im Freiherrendiplom verliehen, dagegenim Grafendiplom merkwürdigerweise vergessen. Dennochführt die Familie sie von Anbeginn an, weshalb wir keinenAnstand nehmen, sie abzubilden.
Botta-Adorno. Die k. k. Bestätigung des Marchese-standes in männlicher und weiblicher (!) Primogenitur de1817 erhielt Antoinetto conte B.-A. und dessen NichteClementine (Tochter seines Bruders Alois). Die Familieblüht in Pavia.
Bourcier de Montureux. Diese aus Lothringenstammende, am 6. September 1572 geadelte, am 26. Fe-bruar 1713 gefreite* am 28. Mai 1735 gegrafte Familiefand erst am 5. April 1880 in Person des Grafen LeonceArthur de B. d. M. Aufnahme in den Belgischen Adel-stand mit dem erblichen Grafentitel.
Bourke. Das Grafenpatent blieb unausgefertigt, dader Erhobene, Edmund af B., Königl. dänischer GeheimerConferenzrath und Gesandter in Paris, inzwischen ohnedirecte Nachkommenschaft verstorben war (cfr. Ferral-B.).
Bousies. Die Königl. Belgische Erlaubniss de 1870zur Führung des erblichen Grafenstandes erhielt I. CharlesAlexandre Vicomte de B., 2. Alexandre Antoine Cheva-lier de B. und 3. Rene Philippe de B., abstammend ausdem Hause der alten Grafen von Cambray.
Brabeck. Im Diplom sind die Figuren im Schildeals »Mauerhaken«, der Hut auf dem Helme (welcher in
der Zeichnung hellbraun mit silberner Feder — wir habenihm die heraldische Form und goldene Farbe gegebengemalt ist) als »deutscher« beschrieben. Helmdeckensind nicht verliehen, hier aber dennoch als heraldischrichtiger gegeben.
Brahe. Das Schwedische Grafendiplom ist im Ritter-hause zu Stockholm nicht mehr vorhanden; in demselbensoll das Wappen so wie hier nach der Zeichnung im Ritter-hause abgebildet, aber ohne Helm, Kreuz und Schildhalterverliehen sein. Die Schabracke des Pferdes in II ist roth,das Fähnlein blau.
Braida. Die Abstammung ist folgende: Von zweiBrüdern, Franz und Julian, welch' Letzterer, Kais. Ge-nera], am 23. November 1669 das Böhmische Incolat er-hielt, stammten zwei Linien, die des Letzteren erloschmit seinen Söhnen; die Linie des Franz blühte fort, undzwar erhielt der Sohn des k. k. Oberstlieutenants FranzJulian v. B.: Anton Paul (geb. 7. Juli 1704), der vonseinem Oheim Karl Anton, k. k. Geh. Rathe (Sohn Ju-lians), das mährische Gut Raschitz ererbt hatte, d. d.Wien 30. September 1739 das Böhmische Incolat, abernur im Freiherrenstande.
Sein Sohn Karl hatte zwei Söhne: Anton, k. k.Landrath, und Ludwig, k. k. Hauptmann. Letzteremwurde, als er d. d. Wien I. April 1809 das UngarischeIndigenat erhielt, der Titel »comes« beigelegt und seinerWitwe Clementine, geb. Gräfin Szluha, nebst Kindern:Eugen, k. lc. Conceptspraktikant in Steiermark, Stephanieund Constanze laut A. E. d. d. Schönbrunn 3. Juni (De-cret d. d. Wien 17. Juni) 1836 vom Kaiser Ferdinand I.die Fortführung des Grafentitels bewilligt, desgleichenauch deren Vetter, des obengenannten Anton Sohn: Moriz,k. k. Genie-Capitän-Lieutenant.
Der Grafentitel di Carise wurde verliehen einernoch in Neapel blühenden Linie am 10. Mai 1605 in Per-son des Alphonso B. und der von Serramezzana am 19. Mai1621, der Marchesetitel di Rapolla mittelst Diploms vom29. Mai 1613, übertragen später auf die Herrschaft Soleto.Diese Linie führt im blauen Felde drei silberne Sparren,Marchesenkrone mit Mantel, Helmkleinod ist ein goldbe-halsbandeter Bock, die Devise: Donec totum impleat or-bem, die Schildhalter zwei Greifen.
Ausser dieser »Brayda« geschriebenen und derobenerwähnten existirt noch eine dritte Linie (Braidad'Alba de Cornigliano) in Savoyen, welche drei blaueSparren in Silber, auf dem Helme eine wachsende For-tuna und als Devise: Bien faire passe tout führt.
Brancadoro. Der Familie wurde bereits von Kai-ser Friedrich II. die Grafschaft Macriano verliehen undKaiser Sigismund I. erhob 1433 den Johann B. in denReichsgrafenstand.
Branciforte. Das Diplom hatte von Erzherzog Fer-dinand Karl zu Oesterreich-Tirol Antonius Maria, Sohndes Johannes Branciforti und der Theresia Barresi, Ab-kömmling eines uralten sicilianischen Geschlechts, unddessen Söhne Johannes Pius und Karl Cäsar, sowie Toch-ter Helena Maria mit Titel »Hoch- und Wohlgeboren«
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