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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
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XIXr
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HH

Borri. Die k. k. Bestätigung vom 28. Januar 1817hatte Graf Karl B. aus uraltem Mailändisclien Geschlechteerhalten, welcher am 3. Januar 1862 mit Hinterlassungnur einer Tochter starb. Der Stier kommt auch aufrecht,goldbewehrt, innerhalb blauen Bordes vor.

Borries. So das Wappen diplomgemäss; die Zungender Bracken im Schilde sind golden, die der auf demHelme und die der Schildhalter roth; die Nachricht desGothaischen Taschenbuchs de 1862, dass auf dem Helmestatt des pfaufedergeschmückten rothen Köchers ein natür-licher Baum stehe, ist hiernach zu berichtigen.

Borromeo. Das Grafenstandsdiplom de 1656 (1662),jedoch ohne Wappen, mit dem Prädicat »Hoch- und Wohl-geboren« und dem Beinamen »de Zenberg« erhielt Tro-janus Borromaeus, Ritter in der Stadt Padua, nebst SöhnenCäsar, Ubertus, Bonifacius und Franciscus Maria; die k. k.Oesterreichische Bestätigung vom 2. September 1816 GrafGisbert, Sohn des Renato B., Conte d'Arona, Marchesed'Angera etc. und die vom 13. November 1816 JohannKarl und Karl conti di B. — Letztere waren Söhne desAntonio, dessen Vater Vitaliano Bruder des oben ge-nannten Renato und Sohn des Giovanni war.

Das Wappen kommt sehr vielfach variirt vor, soz. B. führt Federico Borromeo, Patriarch von Alexandrien,den Schild einmal gespalten, zweimal getheilt mit zwischenI und II eingeschobenem Felde und Herzschild; in I diePferdebremse in anderer Form, in II (eingeschobenesFeld) einen aus Fünfberg wachsenden Cedernbaum, in IIIdie Ringe, in IV das Kameel; im Herzschild das gekrönteWort: Plumilitas; in V drei vom Schrägbalken überdeckte•Balken, in VI drei unten gewölkte Balken, in VII dasspringende Einhorn mit abfliegendem Zügel und einer ausdem Obereck hervorbrechenden Sonne. In unserer Ab-bildung ist die Mailänder Schlange innerhalb des strahlen-umgebenen Ovalschildes grün, das Einhorn silbern mitabfliegendem goldenen Halsbande und goldener Hals-krone; die obere Bremse braun in Silber, die untere sil-bern in Roth, das auf goldenem Säulenknauf ruhendeKameel naturfarben, der Cedernzweig im Schildfuss grünmit goldener Frucht.

Bortholazzi. Den Adel hatte mit beinahe gleichemWappen (nämlich statt des quergetheilten Schildes eingoldener Schild mit blauem Schildfuss und auf dem Schildeein gekrönter Helm mit blaugolden-rothsilbernen Decken,darauf ein offener, rechts blaugold, links rothsilbern ge-theilter Flug, ohne den Adler) d. d. Wien 21. Mai 1647für Reich und Erblande der kaiserliche CommissariusJoseph Bortholacius erhalten. Der Baum im Schildhauptdes Gräflichen Wappens, dessen Stamm von zwei Palm-zweigen gekreuzt wird, ist ein Olivenbaum mit sechsAesten, der Kranich rothbewehrt, der Adler goldbewehrtmit goldener Glorie um die Häupter.

Borzek-Dohalsky. S. Dohalsky.

van den Bosch. Der gegrafte Johannes hatteerst am 17. Juni 1835 von König Wilhelm I. der Nieder-lande den Freiherrlichen Adelstand erhalten. Die schild-

haltenden Löwen sind goldbewehrt und stehen auf grünerArabeske.

Boschi. Die Bäume sind Cedernbäume. Die Bie-gung des Balkens ist augenscheinlich, wie dies andereanaloge Fälle bei italienischen Familien nachweisen, durchdie ovale, in Italien sehr beliebte Schildform entstanden.

Bose (älteres Haus). Die Abbildungen und Siegelsind durchgängig ungenau; unsere Abbildung ist die einzigdiplomgemässe. Das Kreuz in I (ein Hoch- oder Pas-sionskreuz) ist holzbraun, der Anker in III silbern, nichtStahlfarben (ohne Schwammholz), er hat ein goldenes Band,keinen braunen Strick; das Gartenmesser in IV (das v.Görne'sche Wappen) ist eisenfarben, mit braunem Heft,welches goldene Nieten hat. Feld VI ist von Silber undschwarz siebenmal getheilt, also nicht schwarz mit viersilbernen Balken, die Büffelhörner auf Helm I weissmit vier schwarzen Spangen. Die Hahnfedern im Köcherdes mittleren Helmes haben rothe (»blutgetränkte«) Spitzen;das Hirschgeweih ist naturfarben, die Löwen widersehend(nicht vorwärtssehend). Das Diplom de 1715 ist auchkeine Renovation oder Bestätigung, sondern pure einGrafen-Erhebungsdiplom.

Bose (neueres Haus). Von Rechtswegen müssteder rechte Schildhalter den Hohenzollernschild im Spiegel-bild (also von Schwarz und Silber quadrirt) tragen, daderselbe gewissermassen dem Hauptschilde zugewendet(gelehnt) erscheint. Die »gestürzte Tartarenmütze« aufdem Helme ist hier nicht, wie bei dem älteren Hause,quadrirt, sondern gespalten; die drei rechten Hahnfedernvon Silber und Schwarz abgetheilt, die drei linken ganzsilbern, alle aber mit rothen Spitzen.

Bossi. Dem Stamme nach wohl verwandt mit demfolgenden Geschlechte. Kaiser Karl VI. ertheilte am5. Mai 1731 dem Don Paolo Bossio, Edelmann aus Mai-land, den Grafenstand. Derselbe hatte zwei Söhne, vondenen der Sohn des Aelteren (Julius Cäsar): Franz, nebstSohn Alois und Enkel Franz die k. lc. OesterreichischeBestätigung des Grafenstandes nach der Primogenitur undAlois' andere Brüder: Joseph, Peter, Julius und Johann,sowie ihr Oheim Claudio die Bestätigung des einfachenAdels am 27. Januar 1816 erhielten, wogegen dem Ludwig,einem Bruderssohn Julius Cäsars, dieselbe am 16. Septem-ber ejusdem ertheilt wurde. — Tettoni teatro araldico gibtden Stier stehend, silbern in Roth. Auf der Grafenkroneein ungekrönter Helm mit rotbsilbernen Decken, welcherden Stier ebenso zeigt; eine der adligen Linien hat Namenund Wappen der Visconti mit dem ihrigen vereint.

Bossi-Federigotti v. Ochsenfeld. Wenn auch dieseFamilie den Stammnamen Bossi nicht mehr führt, so haltenwir es dennoch für richtig, dieselbe hier alphabetisch ein-zureihen. Der Beiname Federigotti wurde in Folge einerErbheirat angenommen (cfr. auch Gritzner, Standeser-hebungen und Gnadenacte deutscher Landesfürsten (S. 191).Das Diplom de 1790 erhielt Joseph Maria B.-F. v. O.und sein Neffe Johann Peter. Letzterem verlieh KaiserFerdinand I. von Oesterreich d. d. Wien 3. April 1822

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