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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
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Grafendiplom 1803 nahm letztere Linie, welche bis dahinden Asseburg'schen Spiegel vorn an die Meschede'sclieSäule aufgeheftet hatte, auch in den Schild den Sparrenderselben an und statt der bisherigen zwei Helme nunmehrdie drei completen Helme von Asseburg, Bocholtz und Me-schede. König Hieronymus von Westfalen ertlieilte übrigensdem Grafen Theodor "Werner v.Bocholtz-Meschede d.d. Cas-sel 5. November (gesiegelt 6. November) 1812 eine Bestäti-gung des Preussischen Diploms mit einer geringen Wappen-veränderung, wahrscheinlich, wie aus analogen Fällen nach-weisbar, hinter dem Schilde zwei gekreuzte Standarten mitdem Westfälischen Rosse, resp. dem Stammwappen.

Boenen. Der Erhobene war der Bruder des eodemdato gegraften Westerholt und Gysenberg (s. dort).

de la Boessiere-Thiennes. Das Diplom nebstWappenvereinigung Th. erhielt Gaetan Marc Anton MarieChristain d. 1. B. — Der Löwe im blaubordirten Schild-chen ist roth, goldgekrönt, -bewehrt und -bezungt.

Bohlen. Name und Wappen dieser f Linie ist andie Bismarck (s. dort) übergegangen. Krone, Schnabelund Zunge des Adlers auf Helm I sind golden, der vonden Greifen gehaltene Baumstamm auf Helm II braun,die Decken des rechten Helmes schwarzgolden, alle Helmesilbern, das Helmkleinod des dritten ist das der Familiev. Schwerin.

Böhm (bei Koehne nicht ganz correct). Thür undFenster des Thurmes sind rothbraun, das Einhorn (dunkel-braun) auf Helm I ist im Diplom (Beschreibung und Zeich-nung) rechtsgekehrt, hier verbessert einwärtsgekehrt, derZweig auf Helm II ist als »Oelzweig« beschrieben, aber(sie!) als Palmzweig gemalt, der Arm Stahlfarben gehar-nischt, die Löwen stehen auf dunkelgrauer Marmorplatte.Nach unseren heutigen Begriffen hatte der Gegrafte, mitdem das Geschlecht wieder erloschen ist, übrigens eine»enorme Carriere« gemacht, indem er alle Stufen vomNichtadeligen bis zum Grafen in genau 25 Jahren durchlief.

Boineburg. Den Reichsfreiherrenstand hatte dieLinie zu Lengsfeld bereits d. d. Regensburg I. September1653 erlangt, erneuert nebst grossem Palatinat d. d. Regens-burg 16. October ejusdem. Den Reichsgrafenstand erlangtedieselbe bereits d. d. Wien 25. Februar 1697 mit Adop-tionsrecht in Person des Philipp Wilhelm Frli. v. B. zu L.f 1717 ohne Erben. Derselbe hatte 1716 seine Rechtedurch Adoption auf Frh. Wolfgang Daniel v. B. zu L.übertragen, daher das Diplom de 1859 nur eine Erneuerungder alten, nicht zur Perfection gelangten Rechte ist.

Du Bois d'Aissche. Wappenbesserung und Con-firmation erhielt d. d. Wien 4. October 1559 Pierre du Boisvon Kaiser Ferdinand I.; sein Nachkomme Gilles du B.erhielt den Spanischen Ritterstand d. d. Madrid 5. No-vember 1672. Dessen Nachkomme Ferdinand PhilippLouis du B. (f 1862) hatte zwei Söhne, von denen derältere die Linie der Barone du B.-Nevele stiftete, derjüngere, Adolph Gabriel, den Grafentitel am 16. Novem-ber 1846 nach der Primogenitur, desgleichen dessen jün-

gerer Sohn Adrien Charles Louis am 15. October 1873erhielt. In der rechten Fahne haben wir heraldisch-rich-tiger die Schildbilder nach dem Fahnenstock gekehrt.

Boischotte von Erps. Name und Wappen sind aufeinen Zweig der Koenigsegg übergegangen (s. dort).

Boldu. Das Diplom erhielt Joseph v. B. — DieKirchenfahne in I und IV ist roth mit blauer Einfassungund rothen Ringen; Fenster und Thor des rothen Thurmesund der Buchstabe H sind schwarz, der Ritter auf Helm IIIstahlgeharnischt, die Schwäne alle goldbewehrt, silbern,die Arabeske silbern.

Bolognini-Attendolo. Die Familie schreibt sichauch, aber fälschlich: A.-B., denn der Stammname ist B.und erst am 24. April 1752 wurden sie mit Castell SanAngelo von Lodi, dem Besitz der Familie Attendolo-Sforzabelehnt und in den Grafenstand erhoben. Die lc. k. Be-stätigung vom 21. November 181G erhielt einerseits Ilde-fons Gf. B.-A. aus dem mit ihm am 23. Juli 1845 f III. Zwei-ge. Dagegen wurden am selben Tage Johann Jacob ausdem I. Zweige (f mit seinem gleichnamigen Sohn 12. Ja-nuar 1865), Karl, Theodor, Pius, Albert, Alois, Mathias(II. Linie und Zweig) und Alexander anerkannt, von denenDescendenz blüht. Das jetztgeführte Wappen hat den Sforza-schen Schild: in Blau den goldenen Löwen mit dem gold-befruchteten Quittenzweig (hier als Sonnenblume gezeich-net) in den Pranken, dagegen das Bologninische Helm-kleinod: St. Michael mit Schwert und Wage wachsend,mit goldener Glorie, Flügeln und Schuppenhemd, rothemMantel, Stahlhelm mit vier rothen Federn und weissenHemdärmeln. Noch vor 30 Jahren führte (nach Tettoniteatro araldico) die Familie diesen Helm auf zwei gegen-einandergelelinten Schilden, deren rechter in Blau einen(ledigen) goldenen Löwen, der linke einen von erniedrig-tem blauen Schrägbalken überdeckten goldenen Löwenzeigte.

Bolza. Eine sehr alte Mailändische Familie, welchejetzt in zwei sehr weitläufig verwandten gräflichen Linienblüht. In beiden gräflichen Wappen figurirt der Beutelund die drei Balken, wie der Doppeladler; Ersterer istbeim Diplom 1761 gold in Roth, die Balken, hier alsQuerbalken, blau in Silber; beim Diplom 1808 schwarzmit rothen Schnüren in Gold, die Balken schräg, silbernin Blau verliehen.

Bombelles. Die Figuren in Feld II und III sind(durchlochte) Spornräder, nicht Sterne. Als Devise werdenausser der hier gegebenen noch geführt: »Deo et ense«und »Bombelles in bello non imbelles«. Das Diplom de1880 enthält keine Wappen.

Bona. Der Adler ist rothbewehrt.

Bonda. Die jetzigen B. stammen aus dem Hauseder Giorgi (s. diese).

Boos v. Waldeck. So allein ist das Wappendiplomgemäss. Ob die drei »Sporenschnallen« ohne Dorn

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