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hört Helm II, dem Bille'schen der rechte, dem Brahe'sclien
der linke Helm an; die Schildhalter sind die königl.
dänischen. Als Devise (jedoch nicht im Diplom verliehen)
ergeben mehrfache Siegel: Semper omnia vincit veritas.
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Birago. Die goldenen Kleeblätter auf den rothenWechselzinnenbalken und die Figur auf dem Helme,welche neueren Autoren zufolge eine »platzende Granate«(sie) vorstellen soll, welche wir aber für das alte Planeten-zeichen der Sonne halten, ist das Stammwappen, welchessich auch mit der Devise: jubet agnus aris findet. DieBestätigung de 1816 erhielt Johann Baptist v. B. ausMailand. Ein sehr complicirtes Wappen (vier Felder,Herzschild, Schildfuss mit Greifen als Schildhalter undWappenmantel) gibt Litta; dasselbe dürfte indess daseiner verstorbenen Linie sein, weshalb wir auf seine Re-produetion hier verzichten.
Bismarck-Bohlen. Das Bismarck'sche Wappen mitdem gräflich Bohlen'schen (siehe dort) vereint; ein Irr-thum des königl. preuss. Heroldes de 1818 hat fälschlicherWeise die Bismarck'schen Büffelhörner von Gold (stattSilber) und Blau und ebenso die Decken des ersten HelmesBlau in Gold malen lassen.
Bismarck-Schönhausen. Der Grafenstand bekannt-lich für alle Cadets des Fürsten. Grafenkrone und dieSchildhalter, der Preussische und der BrandenburgischeAdler, letzterer mit dem purpurbemützten Kurhut und demblauen Brustschilde mit dem goldenen Zepter der Bran-denburgischen Kurwürde sind durch das Grafendiplomhinzugekommen.
Bismark (in Baden). Kneschke giebt ausnahms-weise das Wappen ziemlich richtig, falsch dagegen dasgräfliche Taschenbuch de 1866, welches Feld II und IIIverwechselt. Siegel zeigen das Pferd auch oft rechtslau-fend, was aber undiplomatisch. Das Kleebatt des B.'schenStammwappens erscheint hier irriger Weise mit Stiel,aber ohne die ihm eigenen Eichblätter. Der Löwe sollaugenscheinlich auf die Vermählung des 1816 Gegraftenmit der Prinzessin v. Nassau-Usingen, das Pferd auf seinemilitärische Würde (Oberst eines Cavallerie-Regiments)hindeuten.
Bismark-Schierstein. Das Wappen dieser Linieunterscheidet sich wesentlich von dem der Vorigen da-durch, dass das Bismarck'sche Stammwappen richtig ge-stellt, Feld II und III roth ist, die Büffelhörner über-eck getheilt sind, die Grafenkrone nur auf dem Helmeruht, das schildhaltende Pferd nicht widersehend und dieDevise: »Einig und treu« hinzugefügt ist. Dies Wappenist bisher nirgends richtig abgebildet. Ein Siegel zeigtum das Ganze einen aus Grafenkrone herabwallendenMantel, was aber nicht diplommässig ist.
Bissingen. Von den beiden gegraften Linien blühtnur noch die Linie zu Nippenburg mit dem sechsfeldrigen,durch das Stammwappen der f schwäbischen Familievon Nippenburg (zwei silberne Flügel in Blau) vermehrtenWappen. Das Stammwappen, ursprünglich zwei silberne
Senseneisen in Roth, ist bereits im Freiherrndiplom vom14. Juni 1647, welches die vier unteren Felder und beidenäusseren Helme hinzufügte, in zwei goldene »Arcieren-eisen« im blauen Felde verwandelt worden. Der aussilberner Wolke hervorgehende Arm mit der goldenenBirne am grünen Blätterstiel ist stahlgeharnischt. DieFähnlein (»Cornetfahnen«) mit dem goldenen NamenszugKaiser Ferdinand III. an rothen Stangen mit silbernenSpitzen stehen um einen goldbordirten blauen Schild(»Rundtartsche«). Der Jünglingsrumpf (nichtWeiberrumpf)auf Helm III hat braunes Haar.
Blagay. Die Familie stammt von den Orsini inRom ab und hat sich schon sehr früh nach Ungarn undspäter nach Krain gewandt. Das geneal. Handbuch zumTaschenbuch der gräflichen Häuser beschreibt das Wappenziemlich unheraldisch und giebt unter Anderem über demvon uns abgebildeten Schilde noch ein Schildhaupt mitRose, was sich auf keinem der Siegel, welche wir ge-sehen, findet. Stammwappen ist Feld II und III. Wanndie übrigen Felder hinzugekommen und welche Bedeutungsie haben, gelang uns nicht zu ermitteln. Des Löwen inFeld IV Fahne (welche nach Siegeln und Siebm. I, 9auch fehlt) ist von Roth und Silber (von der Stange aus)fünfmal gespalten. Der Bär hält in Feld I einen goldenenMorgenstern (Keule), auf Helm II einen in der Höhlungeines silbernen Mondes ruhenden feuerspeienden Berg.
Blankensee. Nach dem Diplom sind die Adlerköniglich gekrönt. Decken in demselben nicht verliehen,daher von uns ergänzt.
Blankensee-Fircks. Da diese Familie aus demStamme der Freiherren v. Fircks stammt, daher richtigerWeise Fircks-Blankensee heissen müsste, so geben wirdieselbe sub F.
Blankenstein. Das Wappenbild dieser uraltenFamilie dürfte ursprünglich lediglich ein rothsilbern-(senkrecht) gerauteter Schild gewesen sein, ähnlich wiebei denBuddenbrock, die ebenfalls das schwebende Rauten-stück führen. Der schildhaltende k. k. österreichischeHusar hat hellblauen Dolman und Hosen, ersteren mitweissem Kragen und (von schwarzgelb gewundener Schnureingefassten) ungarischen Aufschlägen. Die Brustschnüresind ebenfalls schwarzgelb, mit silbernen Knöpfen, des-gleichen der Leibgurt, an dem der Säbel und die (rothe)Säbeltasche hängt. Der Kaipak ist schwarz mit (vorne)goldener Rosette, schwarzgelben abhängenden Fang-schnüren mit Troddeln, schwarzgelber Kokarde und gol-dener Agraffe mit schwarzem Reiherbusch. Die Einfassungder Stiefel (Czismen) und die Soytasirung der Hosenebenfalls mit schwarzgelben Schnüren bewirkt. Der Löweist naturfarben.
Bleczinsky. Tyroff, Sächs. Wpb. und Kneschkeerwähnen diese Familie als noch vor ] 860 im KönigreicheSachsen blühend. Wir finden indess den Namen nirgends,als Wappen führte das Geschlecht den Topor (Streitaxtin rothem Schilde und eingeschlagen in die Grafenkrone)
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