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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
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incorrect gegeben; hier folgt es nach dem Diplom: derRitter ist stahlgeharnischt, die (vier) Helmfedern und dasBanner (an silbernbespitzter brauner Lanze) rotli. DieJungfrau auf Helm II hat einen »Blumenkranz« im gol-denen wallenden Haar, rothen Rock mit drei weissenBrustlitzen, weissem Gürtel, und (unterhalb desselben)drei weissen Querstreifen und weissem Halsbund. DieAermel sind oberhalb des Ellbogens roth mit weissen,unterhalb weiss mit rothen Spangen. Sie hält in jederHand an (hier goldbespitztem) goldenen Spiess eine wieder Herzschild (nach der Stange zu) gezeichnete, umletztere geschlungene einzipflige Fahne, deren Borde rothsind. Der schildhaltende Bär ist braun.

Beust (neueres Haus, Diplom 1870). Der Rück-schild enthält oben als Gnadenzeichen einen schwarzengekrönten Doppeladler, unten rechts den Oelzweig desFriedens, links einen Theil des ungarischen Wappens(das Roth im Stammwappen ist golden damascirt). DieJungfrau trägt hier im goldenen Haar einen natürlichenRosenkranz mit grünen Blättern, weisse Halskrause undein altdeutsches weisses Kleid mit fünf rothen Quer-streifen; die Aermel weiss mit weissen, dreimal roth ge-schlitzten Puffen. Sie hält in der Rechten das Kaiser-liche, in der Linken das Ungarische Banner; auch hierist der Bär braun; die Arabeske ist bronzefarben, dieDevise schwarz auf goldenem Bande.

Bevilaqua. Von dieser uralten Familie existiren noch:1. die Linie der Grafen von Macastorna in Bologna,welche den Marchesetitel führt und sich in die beidenZweige: B.-Ariosti und B.-Vincenzi theilt. Beide führenden Titel: Marchesen di Tornano e Serra (durch PapstPaul V. d. d. I. September 1613) Conte di Macastorna(durch Philipp Maria Visconti d. d. 20. December 1437),del corno giovane e del corno vecchio, di Meleto, Jassona-Larderia e del S(ancti) R(omani) I(mperii) (Reichsgrafendurch Kaiser Karl V. 26. August 1341); 2. die Linieder Grafen von Bevilacqua mit dem Titel: »conte di B.e di Manerbe« (von Venedig verliehen im 15. saeculo).

Erstere Linie erhielt in Person des Camill B. d. d.27. November 1816 die k. k. Bestätigung des Marchese-und Grafentitels; einer anderen Linie (ob der sub 2?)wurde die k. k. Bestätigung des Grafentitels in Persondes Franz und Jacob Philipp B. verliehen.

Ein Reichsgrafenstandsdiplom nebst kleinem Pala-tinat hatten auch d. d. Wien 8. August 1573 die GebrüderJulius und Niclas von B. von Kaiser Max II. erhalten,jedoch nur in der männlichen Primogenitur.

Das Wappenbild ist ein hängender Adlerflügel,den wir nach altem guten Muster aus Verona wiedergeben.Wappen aller Linien gleich, nur die Herzogliche Linieführt statt der Löwen Bracken und den Hermelinmantelmit der Herzogskrone.

Bianchi. Die k. k. Bestätigung erhielt VincenzM. B. aus Mantua.

Bieberstein-Trembiriski. Einer der vielen Zweigedieses weitverbreiteten Geschlechts aus dem polnischenWappenstamme Rogala. Das Büffelhorn im Schilde ist

silbern, das auf dem Helme roth mit goldenem Reif ander Mündung, das Hirschhorn ist im Schilde und auf demHelme braun.

Bjelke. So nach dem Diplom; die schwedischenWappenbücher geben beide nicht ganz correcte Darstel-lungen. Die Figur im Felde I ist die Wasa'sche Garbe,hier schwarz in Silber; Feld II: drei goldene Löwenköpfein Blau (Leyonhufwud); Feld III: drei schwarze (ausge-brochene) Seeblütten in Gold; Feld IV: goldblau getheilteWappen des älteren, respective jüngeren Geschlechts Sture;Feld V: schwarzer, rothbezeugter Greifenrumpf in Gold(Grip); Feld VI: gekrönter doppelschweifiger goldenerLöwe, einen goldenen Marschallstab haltend, in Blau mitgoldenen Kronen besät; Feld VII: in Roth, überhöht vonsilbernem Monde, ein silberner Thurm mit schwarzem Thorund Fenstern schwebend; jeder der abgetlieilteu oberenWinkel zeigt in Silber einen schwarzen Mohrenkopf (ohneTurban); Feld VIII: (Stammwappen) von Gold und Blau drei-mal getheilt; Feld IX: gespalten, vorn ein halber schwarzerAdler am Spalt in Gold, hinten, unter schwarzem Schild-haupt, worin doppelschweifiger goldener Löwe, in Rotlidrei goldene Pfäle; Feld X: in Blau ein goldener Balken,darüber zwei goldene Lilien, darunter ein querliegendergoldener Merkurstab (ohne Flügel); Feld XI: in Goldein rothes Ochsengehörn mit Grind und Ohren (Oxenstjerna);Feld XII: von Gold und Blau schräg getheilt, mit dreirothen Rosen auf der Schrägung (Rose); Feld XIII:in Gold ein schwarzes Horn (Gf. Horn); Feld XIV: inRoth eine linke silberne Spitze (Baner); Feld XV: inGold ein kopfloser rother Teufel (Trolle). Auf Helm Isteht eine stahlfarbene Oberrüstung mit federgesclunück-tem offenen rothgefütterten Helm; in die Ellbogenkachelnsind vier Fahnen an goldenen Spiessen gelehnt, die rechtehintere blau, die linke hintere roth, je mit gekröntemgoldenen Löwen, die vordere rechte blau mit drei goldenenKronen, die vordere linke golden mit schwarzem Doppel-adler. Auf Helm II ein Pfauschweif, auf Helm III derLöwe aus Feld VI, hier mit goldbeschlagenem blauenMarschallstabe. Die Greifen, »natürlicher Farbe« beschrie-ben, sind im Diplom schwarzbraun gezeichnet. Die Deckender äusseren Helme oben blaugolden, unten rothsilbern,Feld I bis V und XI bis XV sind die Ahnenwappendes ersten Grafen, die vier Felder beiderseits des Herz-schildes wegen der Kriegsverdienste desselben hinzugefügt.

Bigot de Saint-Quentin. Die drei Figuren sindAmeisen; wann der Grafenstand verliehen, ist nicht be-kannt, die Familie ist übrigens durchaus verschieden vonden Bigot de Morogues, Marquis de la Touanne, welchedrei (zwei, einen) Leopardenköpfe im schwarzen Feldeführen.

Bille-Brahe. Bereits am 12. Januar 1787 hatte einekönigl. dänische Namen- und Wappenvereinigung statt-gefunden; der Begnadigte starb indess eodem anno ohneKinder. (Die Darstellung des Wappens bei Kneschke,Grafenhäuser, ist falsch.) Feld I und IV des Herzschildeszeigt das Bille'sche, Feld II und III das Brahe'sche,Feld I und IV des Hauptschildes das Rantzau'sche,Feld II und III das Raben'sche Wappen. Letzterem ge-

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