die Tochter dessen am 12. Juli 1802 f Sohnes JohannHeinrich, die am 9. Juni 1827 f letzte Lehnsgräfin Con-stanze Henriette Friederike von Knuth-Gyldensteen aufderen Sohn Andreas Erich Heinrich Ernst Lehnsgrafenvon Bernstorff (f 1837) vererbt worden war.
Der Mittelschild ist eine Combination des Herz-schildes des Gräfl. Bernstorff'schen Wappens mit den dreiauf dem Borde des Gräfl. Gyldensteen'schen Wappensde 2. April 1717 ruhenden Schildchen (die drei Sparrensind von Roth und Gold senkrecht in zwei Reihen geweckt).Feld I, IV, V und VI und Helm I, II und IV sind ausdem Gräfl. Bernstorff'schen, Feld II und III und Helm IIIaus dem Gräfl. Gyldensteen'schen Wappen (merkwürdigerWeise ist Feld VI blau, dagegen der dazugehörige Flügelauf Helm IV schwarz!). Decken nicht verliehen, dennochhier gezeichnet.
Bernstorff-Mylius. Nachdem bereits laut Königl.Dänischer Erlaubniss vom 5. Juli 1861 Graf FriedrichEmil Hermann Bernstorff, Gemahl der Ulrica, Erbtochterdes Johann Kaspar von Mylius (f 15. September 1852,als Letzter seines Stammes), die Erlaubniss erhalten hatte,den Namen Mylius dem seinigen beizufügen, erhieltderen beider Sohn Ulrich -Graf von B., nach dem Todeseiner 1874 f Mutter Erbe des derselben zustehendenMylius-Raschenberg'schen Geldfideicommisses, laut Königl.Dänischen Patentes vom 18. April 1876 die Erlaubnisszur Verbindung des Namens und Wappens von Myliusmit dem seinigen, unter Aufhebung der seinem Vater1861 gegebenen Erlaubniss. Der erwähnte J.K. von Mylius(geb. 22. October 1776), Herr zu Kattrup, Lystrup, Mylen-feldt, Mylenburg, Aarupgaard, Estrupland, Villestrup,Bjornsholm, Lundgaard und Padkjaer, Königl. DänischerCapitain der Artillerie, dann Kammerherr, hatte am14. October 1840 den dänischen Adelstand erhalten. Ausdem Bernstorff'schen Wappen gehen dessen Felder her-vor; hierzu ist nur die Figur des Herzschildes des(quadrirten) Mylius'schen Wappens: die untere Hälfte eineszerschnittenen braunen Kammrades, aus dem drei rotheStielrosen wachsen, und der Mylius'sche Helm (wachsendergekrönter goldener Greif mit schwarzen Pranken und Flü-geln, haltend ein goldenesMühlengetriebe, hinzugekommen.Decken sind nicht verliehen, wir haben sie aber, heraldi-scher Sitte gemäss, dennoch gegeben.
Bernterode. 1808, am 3l.December, ertheilte KönigJerome von Westphalen dem Generaloberst seiner Gardeund Adjutanten Jean George Ducoudras den Grafenstanddes Königreichs unter dem Namen Bernterode, welchesbei der Stadt Worbis gelegene Gut er ihm als Dotationbewilligt hatte. Es ist nicht bekannt, ob der Grafenstandfortgeführt worden ist; auch das Wappen war nicht zuermitteln.
Beroldingen. Der »Reichsapfel« soll durch schmalenschwarzen Pfahl (senkrechten Reif) in zwei Theile getheiltsein. Der Löwe hat ein hinten abfliegendes blaues Hals-band. Feld II ist zu dem vorhandenen Stammwappenbereits vor dem Freiherrndiplom durch kaiserliche Wappen-besserung gekommen, das Freiherrndiplom d. d. Wien1. März 1671 hat das Wappen (nur in Kleinigkeiten ab-
weichend) so verliehen wie im Grafendiplom; letzteresvermehrte dasselbe dann durch die Grafenkrone und ausdem gewöhnlichen schwarzen Kreuz auf dem Reichsapfelwurde ein »Tatzenkreuz«. Die Decken rothsilberu (sie!).
Bertoglio. Die lc. lc. Bestätigung des bereits vonKaiser Karl VI. d.d. Wien 15. Januar 1738 dem Geschlechteertheilten Erbländischen Primogenitur-Grafenstandes er-hielt Peter von B., welcher erst d. d. 22. Februar 1816den Adel anerkannt erhalten hatte. Seit 1830 führt dieFamilie den Beinamen: »Bazetta«. Der Vogel auf demBaume ist eine naturfarbene Elster. Die Devise ist nichtim Diplom verliehen.
Bertrand de la Perouse-St. Remy. Diese Linie,welche in Folge des am 15. April 1799 erfolgten Erlöschensder am 5. Juli 1677 von Kurbayern gegraften älterenLinie (B. d. 1. P.-Criechingen) den Grafentitel annahm,wurde als gräflich am 27. Februar 1811 bei der Grafen-classe der Königl. Bayerischen Adelsmatrikel eingetragen.
Berville. In Folge der 1694 erfolgten Königl. Fran-zösischen Erhebung des Geschlechts zu Marquisen vonLisburg wurde es am 26. März 1824 bei der Grafen-classe der Königl. Bayerischen Adelsmatrikel eingetragen.NB. Der Balken ist blau (nicht roth), die Vögel sollenTauben (nicht Amseln) sein.
Besozzi. Die k. k. Bestätigung des Grafenstandesin der Primogenitur vom 21. November 1816 erhielt Albert,die vom 25. Juni 1817 Livia, Wittwe Gräfin B.
Die Gräfl. Linie in Mailand hat Name und Wappender JFigliodoni mit dem ihrigen vereint (Feld II und III: F).
Bethlen von Bethlen, Bethlen von Iktär. Diesebeiden Ungarischen, dem Stamme und Wappen nachdurchaus verschiedenenFamilien, welche beide nochin Ungarn blühen, werden fortwährend miteinander ver-wechselt. Die Erstere (mit der Schlange) erhielt d. d. Prag14. April 1623 in Person des Stephan von B. den Unga-rischen Grafenstand. In die Letztere (mit den Schwänen),aus welcher der bekannte Bethlen Gabor (Vorname), 1613bis 1629 Fürst von Siebenbürgen und König von Ungarn,stammte, sind vier verschiedene Grafendiplome gekommen,nämlich 1. Siebenbürgischer Grafenstand vom 23. Februar1696 für Nicolaus von B.; 2. desgleichen d. d. 21. März 1697für Gregor, Franz und Ladislaus von B.; 3. desgleichend. d. 13. November 1697 für Johannes von B. und 4. des-gleichen d. d. 26. Februar 1742 für Samuel Bethlen vonlktar.
Bethusy-Huc. So wie gegeben, ist das Wappendiplomgemäss; ein aus Siegelabdrücken nur bekanntes, sehrvermehrtes Wappen (zehn Felder mit Herzschild) scheintstark apokryph zu sein. Der Empfänger des Diploms de1773 wird im Diplom als: »Paul Markgraf von Huc, Herrauf Bethusy« (Cantons Bern und Freiburg) angesprochen.Die Wiederaufnahme des Namens Huc erfolgte laut Königl.Preussischer Erlaubniss vom 27. März 1859. Die Eulenim Herzschilde sind als »schwarzbewehite goldene vor-wärtsgekehrte Käuzlein-Eulen« beschrieben.
Beust (älteres Haus, Diplom 1777). Das Wappenist fast in allen gedruckten Quellen unrichtig, wenigstens
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