des zwischen Helmen und Schild noch mit modernerGrafenkrone (sie!) versehenen Wappens, zwei widersehendegoldgekrönte rothe Löwen auf silberner Arabeske undum das Ganze noch ein aus Fürstenhut herabwallenderFürstenmantel (sie!)
Bentinck-Waldeck-Limpurg. Dies Wappen führt,in Folge der Waldeck-Limpurg'schen Erbschaft, nur derjedesmalige Chef der Familie; cfr. Aldenburg und
Bentinck van Rhoon. Dies Wappen führen dieGrafen B. in den Niederlanden und in England.
Bentzel-Sternau. Die Wappen nach dem Reichs-vicariats- und Oesterreichischen Diplom sind vollständigconform; Schlange und Wasser »naturfarben«.
Benvenuti, Karl, Manfred, Octavin, Augustin, Hiero-nymus de B. erhalten am 9. August 1820 die lc. k. Oester-reichische Bestätigung ihres Grafenstandes. Welches Wap-pen dieselben führten, ist nicht bekannt, gewiss dagegen,dass ihrem Vorfahren aus Crema in der Lombardei d. d.Wien, II. März 1695, der Reichs- und Erbländische Grafen-stand mit der Befugniss verliehen wurde, im II. und III.Felde des gevierten Wappenschildes: in Roth einen ge-krönten goldbewehrten, schwarzen Adler und denselbenwachsend aus der den Schild deckenden Krone (fünfBlätter- und vier Perlenzacken) zu führen. Das Stamm-wappen aber ist unbekannt.
Benzon. Die Bestätigung des Grafenstandes d. d.Wien 9. December 1819 erhielt Peter, die d. d. Verona29. October 1822 Jacob Franz Graf B. aus VenetianischemGeschlechte.
Benzoni. Die Bestätigung des Marchesestandes inder Primogenitur erhielt Marsilius Marchese B. ausVenedig.
Berchem. So wie hier ist das Wappen diplom-gemäss, die Fenster und Schiessscharten der Mauer unddes Tliurmes schwarz, das Thor golden, Zinnen undScharten mit rothen Ziegeln schräg abgedeckt. Dass dersilberne Schrägstrom auch durch den silbernen Ober-theil des vorderen Flügels auf Helm III läuft, ist freilichsehr unheraldisch, leider aber diplommässig. Die Hirschesind silbern, goldbewehrt.
Berchem-Haimhausen. Gleichfalls so nach demDiplom; der Rückschild ist der des d. d. Wien 30. Juni1692 in den Grafenstand erhobenen f und beerbten*) Ge-schlechts von Haimbhausen, ebenso ist der wachsendeJüngling auf Helm I, der bei den Grafen H. im Herz-schilde steht und statt des Schwertes eine braune Weckehält, sowie das Einhorn zwischen den Flügeln auf Helm IIIaus genanntem Wappen. Die Hirsche hier silbern mitbraunem Geweih und schwarzen Hufen, die Mauer imHerzschilde »natürlich grau«. Unheraldisch ist das Fehlendes B.'schen Stammhelmes.
Berchtold. Die beiden Hauptlinien: die MathiasErnestinische und die Jacob Philippinische stammen abvon zwei Brüdern dieses Namens, Söhnen des am 25. April
*) Die mütterliche Grossmutter des Diplomempfängers:Johanna, vermählte Gräfin Fugger, tvar die letzte Gräfin H.
1633 in der Erbländisch-Oesterreichischen, d. d. Wien4* Mai ejd. in den Reichs- und Erbländischen und d. d.Wien 17. Juli ejd. in den Böhmischen Freiherrnstand mit»von und zu Ungerschütz« erhobenen Jacob von B., Herrnzu Ungerschütz, Frätting und Pullüg, lcais. Hofkammer-
directorsundNiederösterreichischenRegimentsraths(j-i64i).
Sie erhielten mit einem dritten Bruder, Franz Benedict,welcher nur Töchter hinterliess, d. d. Wien 29. Juli 1673den Reichs- und Erbländischen Grafentitel, mit Prädicat:»Hoch- und Wohlgeboren«. Die beiden Zweige der Ma-thias Ernestinischen Linie sind gestiftet von Leopold undKarl Gustav, Söhnen des Prosper Anton Grafen v. B.,dessen Grossvater Franz Karl (Sohn des Mathias Ernst)d. d. Wien 20. Juni 1701 als »Berchtold zu Ungerschütz«auch den Böhmischen Grafentitel mit Prädicat »Hoch- undWohlgeboren« erhalten hatte.
Weder im Grafendiplom de 1673, noch in dem de1701 ist das Wappen beschrieben. Das adelige Wappennach dem Diplome d. d. Wien S.April 1564 und d. d.Regensburg 18. Juni 1594 zeigt (Siebm. I, 41. 10) nurden Löwen, und zwar ungekrönt, mit Schwert und eiser-nem Stechschild auf goldenem Dreiberge, hier aber imblauen Schilde und denselben wachsend auf dem Helme.Die Diplome d. d. 5. Januar 1616 und d. d. Wien 6. Juli1627 geben den Löwen bereits in einer aufsteigendenSpitze, gekrönt, ohne den Stechschild; beiderseits in denrothen Feldern ein einwärtsgelehnter silberner Schräg-balken. Auf dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-goldenen, links rothsilbernen Decken ein offener Flug,rechts roth, mit silbernem, links schwarz, mit goldenemSchrägbalken. Im freiherrlichen Wappen ist der Schildgeviert, in I und IV ein gekrönter schwarzer Adler inGold, Feld II und III ist durch eine aufsteigende Spitzegetheilt, darin der Löwe, wieder ohne den Schild (!), bei-derseits in die Felder zweimal (in drei Plätze) abwechselndroth, silber, roth, schrägeinwärts getheilt. Auf dem Schildezwei gekrönte Helme mit rechts schwarzgoldenen, linksrothsilbernen Decken, von denen der rechts den Adler, derlinks den Löwen mit Schwert, aber wachsend trägt. Dasgräfliche Wappen ist, wahrscheinlich laut eines Familien-beschlusses, wie abgebildet zusammengestellt, zum Min-desten hat man, was auch ganz in der Ordnung, demLöwen den ursprünglichen Schild wieder in die linkePranke gegeben und den in späteren Diplomen weg-gelassenen Adlerflug wieder beigefügt.
Berenyi. Die Abbildungen bei Tyroff, Oesterr.Wpb., XIX. 3 (Feld blau, Stern im linken Obereck) imHandbuch zum Taschenbuch der gräflichen Häuser undbei Kneschke, Grafenhäuser, sind falsch; der Schild istnach dem Diplom golden, das Eichhörnchen natürlicherFarbe, auf rother Edelkrone gekrüpft sitzend, knabberndan natürlicher Nuss, welche es mit beiden Pfoten hält;im rechten Obereck ein achtstrahliger schwarzer Stern,Decken: schwarzgolden; Siegel zeigen im linken Oberecknoch einen zunehmenden Mond, statt der Nuss einen Apfelund die Devise: Quo non ascendam, theilweise auch dasFeld blau. Alles dies ist unrichtig; am richtigsten, aberauch nicht ganz correct, gibt das Wappen von den ge-druckten Quellen noch Tyroff, Neues allgemeines Wappen-werk, II, 261.