Barbo v. Waxenstain. Stammen aus Venedig undsollen (dann wohl natürliche) Abkömmlinge des GrafenBalduin von Flandern sein. Man findet auch statt desSchrägbalkens (den Litta silbern, den Löwen golden an-gibt) einen rothen Querbalken und die Devise: Quodero spero.
Barisan (Paduaner Geschlecht). Die Oesterreichi-sche Anerkennung des Italienischen Grafentitels erhieltnur Graf Johann B. für seine Person. Adlige Zweigeblühten in Salzburg und Baiern.
Barköczy von Szala. Die Figur in der Fahne istein Reichsapfel, die in Feld II und III ein »Seraphs-kopf«. Im gothaischen Xaschenbuche de 1874 ist dasWappen nicht ganz correct beschrieben; das ad 2 be-schriebene ist das der noch blühenden freiherrlichen Linie.
Barnekow. Die Familie ist sub Nr. 128 der Grafenim Schwedischen Ritterhause introducirt.
Barni-Corrado. Die k. k. Oesterreichische Be-stätigung des Grafenstandes in der Primogenitur erhieltd. d. 2. September 1816 Johann de B. aus Lodi und Georgde B., welchem erst d. d. Pavia 22. Februar 1816 dieAdelsbestätigung zu Theil geworden war; die Familiehatte die Bestätigung des Contetitels bereits von KönigKarl von Spanien am 24. December 1792 erhalten.
Barth von Barthenheim. Die ältere Linie (diejüngere ist allerdings f) führt seit 1841 als Obersterbland-mundschenken des Erzherzogthums Oesterreich ob derEnns die eingepfropfte Spitze mit dem Schenlcenpocal unddenselben wiederholt auf Helm II zwischen den Flügeln.Der Mann auf Helm II (resp. III) trägt eine goldene Kopf-binde und hält die rechte Hand nicht auf die Brust,sondern vor den Mund; sein Haar (er hat eine Glatze)und Bart ist braun, ebenso die Stangen der stahlbe-spitzten Standarten; das Postament ist im Diplom nichtverliehen.
Basselet von La Rosee. Die Figur in I und IVist im Diplom als »Karfunkelstein mit acht geblümtenStachlen« beschrieben, gezeichnet aber so wie hier ge-geben; die Schildhalter sind »natürliche Leoparden«,nicht, wie Tyroff, Bayer. Wpb., V. 66 und nach ihmKneschke angibt, Luchse.
Bassewitz. Das Wappen ist in gedruckten Quellen(besonders Siebm., Suppl., II. 1.6) durchwegs falschdargestellt; wir geben es hier nach dem Diplom. Herz-schild und Helm I ist das Stammwappen, die Säulen»wegen des Grafenstandes«, der schwarzgoldgespalteneStierkopf mit goldenem Nasenring im goldschwarzgespal-tenen Felde und der silberne (nicht goldene) Greif An-klänge an die Mecklenburgische Heimat.
Feld IV (quergetheilt) nicht Schildhaupt (der Baumgolden, nicht grün) und Helm III (die Flügel schwarz,nicht blau) sind aus dem Wappen der d. d. Wien 10. De-cember 1703 und d. d. Wien 25. Juni 1746 in den Reichs-adelstand erhobenen Familie Clauss von Claussenheim.
Bassewitz-Levetzow. Die laut A. C.-O. d. d. Baden-Baden 2. October 1869 nach Primogeniturrecht dem 1873f Grafen Carl und jedesmaligen Besitzer des Levetzow-schen Majorats Kläden verliehene Königlich PreussischeErlaubniss zur Vermehrung seines Wappens mit dem vonLevetzow'schen hat bisher zur Ausfertigung eines bezüg-lichen Diploms noch nicht geführt, weshalb das noch nichtendgiltig festgestellte vermehrte Wappen hier nicht Auf-nahme finden konnte.
Bassewitz-Schlitz. Diese wieder f Linie hatte Nameund Wappen der f Preussischen Grafen Labes-Schlit zu demihrigen angenommen (cfr. Gritzner, Standeserhebungen etc.).
Welche Theile aus demselben stammen, ergibt sichnach vorstehendem Artikel von selbst (cfr. auch Gritzner,Chronologische Matrikel der Brandenburgisch-PreussischenStandeserhebungen etc. seit 1600, Artikel: Labes und Labes-Schlitz, und Gritzner, Standeserhebungen und Gnaden-acte deutscher Landesfürsten der letzten drei Jahrhunderte).
Bathory-Simolin. Der Gegrafte ist vor Ausferti-gung des Diploms gestorben; das Herzschild mit den dreiZähnen ist das der siebenbürgischen Familie Bathor vonSomlja, mit welcher übrigens die freiherrliche Familievon Simolin absolut keinen Zusammenhang hat.
Battenberg. Dies Wappen führte die Mutter desheutigen Fürsten von Battenberg, geb. Gräfin Haucke, vorder Fürstung. Merkwürdigerweise ist ihr angestammtesWappen darin gar nicht enthalten (cfr. Haucke).
Batthyany. Im Grafendiplom ist das Wappen sowie hier gegeben; der Löwe hält im Rachen einen Dolch;auf dem Schilde die Grafenkrone. Neuere Siegel dagegenzeigen den Löwen vorwärtssehend, aus Wasser wachsend,einen krummen Säbel im Rachen vor einem ausgehöhltenFelsen. Auf dem Schilde die Grafenkrone mit drei Helmenmit rechts blaugoldenen, links blausilbernen Decken, derenI den Löwen, II einen Fürstenhut, III den Pelikan trägt,oder nur Helm I, oder nur Helm I und III. Alles diesist indess willkürlich.
Baudissin. So wie hier gegeben, ist das Wappendiplomgemäss; weder das Lexikon over adelige Familierin Danmark etc., noch Kneschke geben es richtig; derArm soll ein Schwert, nicht einen Säbel halten, die Sterneacht, nicht sechs Strahlen haben, die Straussfedern alleblau, die Hifthörner (Polnisches Stammwappen, Traby I)silbern mit nur goldenem Mundstück, Greifen schwarzmit silberner Bewehrung sein.
Baudissin-Zinzendorf. Aus dem vielfeldrigen gräf-lich Zinzendorfschen Wappen hat man bei der Vereini-gung lediglich das Stammwappen (hinteres Feld des Herz-schildes) und den Stammhelm (Helm III) die Büffelhörnermit dem goldbeschlagenen schwarzen, rothbebandeten Hift-horn (wegen des Erboberjägermeisteramts der Z.) genommen.
Baworowski. Das Wappen ist das polnische Stamm-wappen Prus II.; Kneschke's Darstellung ist incorrect.Auf mehreren Siegeln finden wir indess — ob Alliance? —
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