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behaupten es sei dem 1745 auskönigl. Sardinischen Dienstenin königl.Preussische getretenen Husarenrittmeister GrafenB. in demselben Jahre die Anerkennung zuTlieil geworden.
Stillschweigend mag dies geschehen sein; tliatsächlicherfolgte dieselbe jedoch erst bei Ertheilung des SchlesischenIncolatsdiploms unterm 8. Novemberl798 an seinen Sohn.
Die Familie bedient sich aber auch des BeinamensMontalengo; dies ist offenbar unkritisch, denn während(cfr. Graf Alessandro Franchi-Verney, armerista di Sa-voya, de 1874) diese letztere, aus Savigliano stammendeFamilie »Ballestrero, conti di Montalenghi« eindurchaus anderes Wappen führt, kommt der aus Astistammenden Familie Ballestrero (den heutigen GrafenBallestrem di Castellengo) als — noch heute etwasverändert geführtes Stammwappen — wie es die dortnoch existirenden nobili di Ballestrero führen, folgen-des Wappen zu: Von Gold über Roth quergetheilterSchild, darin ein Satyr, in der Rechten einen Pfeil, inder Linken einen Bogen haltend und über der Schulterhängend einen »türkischen Pfeilköcher« — Alles ver-wechselter Tinctur. Auf dem Helme wächst ein »blauund roth« (gestreift?!) gekleideter Arm, einen Pfeil hal-tend. Devise: Nulla me terrent.
Dieses Wappen ist ursprünglich jedenfalls ein spre-chendes, denn ballestrero heisst Bogenschütze. Wie nunaus diesem Satyr mit Bogen, Pfeil und Köcher im gold-rothgetheilten Felde der jetzt geführte schwarzgekleideteMann in spanischer Tracht, nur mit rothem Bogen in derRechten im nur goldenen Herzschild, aus dem Arm auf demHelme die (rothbewehrte schwarze) von silberbefiedertem,stahlbespitzten, rothbescliafteten Pfeil schräglinks durch-bohrte »Holztaube« geworden ist, woher der gekröntegoldbewehrte schwarze Adler in I und IV, der mit blauemThor (und Fenstern?) versehene silberne Thurm auf grü-nem Boden im rothen Felde gekommen ist, wann über-haupt diese Familie den Grafenstand und von wem er-langt hat, wissen wir nicht.
Uebrigens zeigen ältere Siegel das I. und IV. Feldstatt silbern: roth, das II. und III. blau und darin einzweithürmiges silbernes »Castell«. Wir haben uns be-müht, das Wappen möglichst so wiederzugeben, wie es dieFamilie führt und nur den heraldischen groben Schnitzerder direct auf der Grafenkrone stehenden Taube dadurchverbessert, dass wir letztere auf einen Helm mit schwarz-goldenen (den Tincturen des jetztgeführten Stammwappensentsprechenden) Decken gestellt haben.
Balsamo. Der Adel, sowie der Marchesestand,letzterer nur für den jedesmaligen Erstgebornen der Fa-milie, wurde d. d. 9. Mai 1829 dem Michael, Joseph, Alois,Justinian, der Pauliue, Marie und Julie B. aus Mailandbestätigt. Den Reichs-Adelstand scheint das Geschlechtd. d. Wien, 19. November 1698 erlangt zu haben.
Bancari. Die Oesterreichische Bestätigung desGrafentitels nach der Primogenitur erhielten Joseph undRichard Grafen B. in Mantua.
Bänffy de Losontz. Bereits d. d. 12. September1622 hatte Kaiser Ferdinand dem Christoph B., Erbschenkdes Königreichs Ungarn, den Ungarischen Grafenstand er-theilt, doch war diese Linie »Grafen de Also-Lyndwa«
wieder erloschen. Ebenso eine andere, am 23. Februar1696 Erhobene.
Barbiano di Belgiojoso d'Este. Die Oesterreichi-sche Bestätigung des Grafentitels hatte am 10. April 1816der inzwischen seinem Vater im Reichsfürstenstande ge-folgte Reinald (dessen Mutter Anna Riccarda, Erb-tochter des Carlo Filiberto d'Este, Marcliese di San Mar-tino gewesen war) für sich, seine Töchter und seinesBruders Kinder erhalten. Eine zweite Bestätigung er-folgte für Franz B. di B. d'E. am 2. September 1816, der-selbe ist indess in der sonst sehr genauen Stammtafel desGeschlechtes nicht zu finden.
Die rechte Fahne trägt die Insignien des päpst-lichen Gonfaloniere, ein goldener und ein silberner Schlüs-sel, gekreuzt mit der eigenthümlichen päpstlichen Stan-darte, roth mit goldenen Troddeln und Lanze, oben derReichsapfel; die linke ein rothes Kreuz bewinkelt vonden Worten: lib(ertas) it(aliana) ab ex(ilio). Das abge-bildete Wappen führen sämmtliche Cadets des Fürsten.
Barbier v. Schroffenberg. Diese erloschene Familiestammt von einem Adolf B., welcher 1679 den königl.Französischen Ritterstand und 1696 eine Wappenvermeh-rung erhielt. Das Stammwappen de 1G79 ist Feld III,die Wappenvermehrung de 1696 Feld IV des gräflichenWappens de 1790. Durch letzteres Diplom kam die Grafen-krone, sowie Feld I, II und Herzschild, nebst drei Hel-men des freiherrlich Schroffenberg'schen Wappens hinzu,welche f Familie die v. Barbier beerbt hatten.
Der Baumstamm ist schwarz, der mit rothem Thorund Schiessscharten versehene silberne Thurm steht aufsilbernem Felsen, die rothen Fähnlein auf und neben demThurme des III. Helmes sind an braunen Stangen mitsilbernen Spitzen befestigt.
Barbö. Diese Mailändische, von den Barbo vonWaxenstain durchaus verschiedene Familie erhielt zweiOesterreichische Anerkennungen. Die des Grafenstandesvom 28. Januar 1817 für Hieronymus Joseph (Sohn des1772 erhobenen Grafen Barnabas) und Gattin Theresia,Markgräfin Pallavicini bestätigt den Adel und (aber nurin der Primogenitur) den Grafenstand.
Eine d. d. 10. December 1816 erfolgte anderweitigeAnerkennung bestätigt dem Grafen Alexander, gleichfallsnach Primogeniturrecht, den dieser Linie von König Phi-lipp III. von Spanien als Herzog von Mailand d. d. 2. Juni1609 verliehenen Marchesetitel als »Marchese v. Soresina«.Sowohl Alexander wie sein Bruder Ludwig starben je-doch (nach dem Jahre 1840) ohne Erben. Möglicher-weise gehört ihnen das bei Rietstap. arm. univ., nouv.ddition, beschriebene, folgende Wappen an: Geviert, mitrothem Herzschild, darin ein von drei goldenen Sternenbegleiteter und von silbernem Band, darauf die schwarzeInschrift: AUL OPRA, überhöhter, schreitender silbernerStier. Feld I: von Gold und Roth, Feld IV: von Rothund Gold fünfmal gespalten; Feld II und III: in Goldein mit zwei silbernen Sternen belegter rother Balken.Aus dem Helme mit rothgoldenen Decken wächst derStier. (Cfr. nobilitä italiana annuario 1884, aus dem wir dasabgebildete Wappen der Grafen entnehmen. Der Büffel istdas Stammwappen, Feld II und III das der Familie Carreras.)
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