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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
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die Hinterläufe geklemmter Lunte. Die Schlüssel in FeldI und IV sind die v. Blücher'schen (Gemahlin des erstenGrafen). In der Zeichnung beim Diplomsconcept sind so-wohl die Adler in II und III, wie der"VVolf des Herzschildeslinksgekehrt, was ganz unheraldisch, in keinem Siegel sodargestellt, daher hier auch verbessert ist. Die Adlerund die Helme sind mit Grafenkronen gekrönt, was eigent-lich ebenfalls unheraldisch ist. Der silberne, von Man-chen als »Pfennig« bezeichnete Spiegel an der hier ganzrothen Säule auf Helm I ist grünbordirt (sie!).

Asseburg-Falkenstein (Diplom 1845). Die Falkenin Feld I und der auf dem grauen Fels des rechten Hel-mes sind silbern. Die Figur in Feld IV ist ein stahl-farbiger Topf heim mit Kleinod, letzteres ein sogenannterHelmschützer, d. h. den Hieb auffangende, mit schwarz-silbern wechselnden Straussfederbüschen besetzte goldeneStäbe. Der Rückschild, Helm I und III und die Schild-halter deuten auf die Mindergrafschaft Falkenstein unddas Oberjägermeisteramt des ersten Grafen hin. Die Haubeder goldbewehrten silbernen Falken auf den Fäusten derSchildhalter sind roth, die Knöpfe darauf golden, dieHahnfedern roth, die wilden Männer blond; der imDiplom irrig nach aussen gekehrte Falke auf Helm I istheraldisch richtiger hier einwärtsgekehrt dargestellt.

Asseburg. Die Wappen nach den Diplomen vom10. Februar 1855 und 10. Januar 1881 sind fast ganz gleichund zeigen nur den Stammschild. Auf Helm I die hieroben goldbordirte, mit drei Pfaufedern besteckte und mitSpiegel, ohne Bord, belegte Säule, der Adler auf Helm II(mit goldenen Waffen und Kleestengeln in den Flügeln)mit gewöhnlicher Edelkrone gekrönt. Der Unterschiedliegt nur in der Figur des Wolfes, sowie, dass die hierschwarzen schildhaltenden Wölfe im Wappen de 1855auf weissem Marmorconsol mit gelb-blauen Adern, in demde 1881 auf Arabeske stehen und der Spiegel im letzterenDiplom oval und klein, im ersteren rund und über dieSäule beiderseits überragend dargestellt ist.

Attems. So wie hier, gibt das Wappen die Be-schreibung im Diplomsconcept der Linie Heiligenkreuzde 1630. Eine Zeichnung fehlt leider, weshalb nicht mitabsoluter Bestimmtheit gesagt werden kann, ob die Kroneüber dem Schilde, welche als »Römisch-Königliche« mitEdelsteinen gezierte Krone beschrieben, so richtig ist,obwohl sowohl Leupold wie andere Wappenbücher auchalte Siegel, so wie gegeben, darstellen. Ebenso ist dieKrone über dem Doppeladler als »Königliche Krone«(also offene bügellose Blätterkrone nach damali-gem Sprachgebrauch) im Diplom beschrieben, wogegenin allen Abbildungen über dem Adler die KaiserlicheHanskrone, theils mit, theils ohne Bänder schwebt, wasauch sicher das Richtige und so auch im Deutschen Ordenaufgeschworen ist. Die drei Spitzen sind meist als durch-gehend, d.h. an den oberen Rand stossend, abgebildet.Der Herzschild ist als »roth, in welchem dasVordertheileines weissen Hunds oder Prakhen gestalt aufrecht übersich gegen der linken Seiten des Schildes gekhert, urabden Hals ein rottes Halsband« beschrieben; dieses Vorder-theil ist aber schon in den ältesten Siegeln nicht nach

links, sondern heraldisch richtig, nach rechts gekehrt,so dass angenommen werden muss, dass dem KaiserlichenHerold de 1630 bereits die heraldische Bezeichnungvon rechts und links nicht mehr ganz klar war! DieDiplome de 1652/3 des Hauses Pezenstein haben garkein Wappen.

Interessant dürfte sein, dass bereits vor der Gra-fung der Aelteste der a. 1630 Erhobenen: Freiherr Fried-rich von Attems, welcher laut Revers d. d. 26. Juni 1626beim Niederösterreichischen Herrenstande aufgenommenwurde, laut N.-Oe. Matrikelbuch-Malerei den vollstän-digen Schild, wie er im Grafendiplom beschrieben ist,führte, und zwar über dem Doppeladler die Kaiserkronemit abfliegenden Bändern; die Spitzen in Feld II und IIInicht ganz durchgehend, den Bracken im Herzschilde nurals (rechtsgekehrten) »Rumpf«, d. h. ohne Vorderbeine,sein Behang (Ohr) wie Feld II bezeichnet, das rothe Hals-band mit goldenem Bord und Ring. Auf dem Helme dreigekrönte Helme, von denen der mittlere mit schwarz-goldenen Decken den Adler mit der Krone, der linkemit rothsilbernen Decken den Brackenrumpf, der rechtemit rothsilbernen Decken einen geschlossenen, wie Feld IIbezeichneten Flug trägt.

Ein neueres Siegel (Graf Friedrich, geb. 1818, Astund Zweig Burgfeistritz) zeigt neben dem mit fünfblättrigerKrone gekrönten Schilde stehend rechts einen Kaiserim vollen Krönungsornat mit Mantel, Scepter und Reichs-apfel, links eine Victoria, welche in der Rechten einenKranz über die Krone hält (!).

Ein anderes neueres Siegel krönt den Schild mitder modernen Grafenkrone, aus welcher, unheraldisch ge-nug, der Bracke wächst; zwei Löwen halten den Schild.Augenscheinlich deuten die drei Spitzen auf irgend einenZusammenhang mit dem Geschlechte der Grafen v. Heussen-stamm hin.

Auersperg. Wie gegeben, sind die Wappen diplom-gemäss. (Leupold und Kneschke geben sie falsch.) DerAdler auf der Bank scheint ein Gnadenzeichen zu sein;Letztere soll das Wappen der Familie v. Kollschragensein, kommt aber schon im ältesten freiherrlichen Siegelvor. Der Löwe im Herzschild und auf Helm III derPankrazi'schen Linie ist wahrscheinlich entnommen demder Gattin des Stifters derselben, geb. Gräfin Frangipani Andere sagen wegen der Herrschaft Gottschee. Diegoldbesaamte blaue, nicht rothe, Rose im Herzschilde undauf Helm III zwischen den rechts silberschwarz, linksgoldroth getheilten Büffelhörnern der Vollrath'sehenLinie, das der Mährischen Familie v. Sesina-A'usti (Wap-pen der Mutter des ersten Grafen). Kneschke und An-dere, wie auch Siegel geben die Wappen nicht ganzcorrect. Der Stier, »Auerochs« (das Stammwappen), ur-sprünglich nur das schwebende Vordertheil eines solchen,ist im Diplom de 1630 goldbewehrt, mit goldenem Nasen-ring, auf grünem Boden; in dem de 1673 schwarzbewehrt,mit eisernem Nasenring, auf grünem Dreiberg. Der Adlerin Feld II und III steht im Diplom de 1630 im goldenenFelde, rechtssehend, goldbewehrt auf silbernem »Hocker«(Bank) mit vier goldenen Füssen; im Diplom de 1673 ein-wärtssehend, ganz schwarz im silbernen Felde auf ganzschwarzem Hocker. (Die Siegel der Vollrath'schen Haupt-

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