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1 (1885) Wappentafel 1 - 209 nebst Text ; A - D
Entstehung
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Arco (Andreas'sche Linie, Franz Leopold'scher Ast).Im Diplom ist kein Wappen verliehen, jedoch führen diebeiden Zweige dasselbe nach Siegeln wie angegeben.

Arconati. Die Anerkennung erhielt Karl Mar-chese A. Der Vogel auf Helm II ist ein Phönix;Der Adler auf Helm II ist rothgeschnabelt. Feld I undIV ist das Stammwappen, Feld II und III das der Vis-conti, deren eine Linie sie beerbt. Die sämmtlichen Cadetsder Familie führen lediglich den einfachen Adelstitel.

Arensberg. Diese, von einem natürlichen Sohneeines Grafen von Königsegg - Rothenfels abstammendeFamilie ist, obwohl auch einen Adler führend, nicht mitder v. Armansperg (s. unten) zu verwechseln; sie wurdenoch unterm 8. März 1818 bei der Grafenclasse derKöniglich Bayerischen Adelsmatrikel eingetragen; derAdler, bei Tyroff, Bayer. Wpb., unheraldisch linkssehend,ist hier rechtssehend abgebildet. Woher der Grafenstandstammt, ist unbekannt.

Arese-Lucini. Die Bestätigung des Grafentitels,lediglich in der Primogenitur, sowie des einfachen Adelsfür die Cadets erfolgte für Marcus und Johann Peter A.-L.;die Devise auf Helm I: PER LE ALTA MANTENERE(deutsch: durch Hohes behaupten) ist schwarz auf silbernemBande; die Fische sind Hechte.

Arigucci. Die Bestätigung des Adels und Marchese-titels (unbeschränkt) erhielt Hyacinth Marchese A.

Armansperg (auch Arnsberg geschrieben, verschie-den von Arensberg, oben). Der Adler, abgebildet imDiplom linkssehend, hat ausnahmsweise den Schnabelgeschlossen und ist ganz silbern.

Arnim (Diplom 1786). Koehne, Preuss. Wpb., giebtdie Decken des I. Helmes irrig rothsilbern, wogegen sienach dem Diplom schwarzgolden sind; der Adler inFeld IV ist im Diplom linkssehend abgebildet, washeraldisch als fehlerhaft anzusehen ist. Auf diversenSiegeln sehen die Schildhalter, welche dann en baroquehinter dem Schilde dargestellt werden, einwärts; es istdies indess dem Diplom zuwider, auch eine keineswegsstilgemässe, ursprünglich Französische Manier.

Arnim (Diplom 1841). Die Büffelhörner auf demHelme sind roth mit je zwei silbernen Spangen undsilbern eingefassten rothen Mundlöchern; das Postamentist grauer Marmor.

Arnim (Diplom 1870). Der Kgl. Namenszug(F. und R. Friedericus Rex) auf der Brust desPreussischen schwarzen Adlers ist golden; das Schild-chen mit dem goldenen Kurzepter auf der Brust desrothen Brandenburgischen Adlers blau. Letzterer isthier nicht (wie z. B. bei Bismarck) mit dem ihm zu-kommenden Kurhute, sondern mit einem gewöhnlichenFürstenhute (mit purpurner Mütze) gekrönt. BeideAdler sind goldbewehrt und sind die Flügel mit goldenenKleestengeln belegt.

Arpeau. Alle Hirsche silbern. Die 3 Kugeln sindim Diplom als »Münzen« (sie!) beschrieben. Die Familieruht auf zwei Augen. Die im Diplom verlieheneGrafen kröne zwischen Schild und Helm ist auf be-sonderen Wunsch in der Abbildung fortgelassen, wirdauch auf Siegeln nicht geführt.

Arrigoni (I. Linie). Das Diplom de 1674, cfr.Gritzner, Standeserhebungen; das de 1829 empfingendie Gebrüder Franz, Montorio und Alex. Grf. A.(II. Linie). Das Diplom de 1711 ist den GebrüdernDon Kaspar und Galeazzo »de Aurigoni, comites de Brono«ertheilt. Ob der 1816 anerkannte Graf Galeazzo A. voneinem derselben abstammt, ist ungewiss, aber möglich.Sehr wahrscheinlich aus dieser Linie stammte wohl auchDon Pietro Paolo A., Senator in Mailand, dessen Grafen-standserhebung bereits dto. Barcelona 20. Dec. 1708 vonKönig Karl III. von Spanien erfolgt war. (III. Linie).Das Diplom de 1770 erhielt Conte Thomaso A. in Mantua,die Bestätigung de 1817 De eins Marchese A. DieFamilie ist eine alte, zu Mantua sehr lange schon an-gesessene und hatte bereits dto. Prag 5. Nov. 1580 eineWappenvermehrung und den Reichsadelstand erhalten.

Arrivabene. Das Wappen dieser Familie, welcheunterm 29. November 1816, in Person des Ferdinand,Franz, Gilbert, Johann und Joseph Grafen A., eine k. k.österreichische Bestätigung des Adels- und Grafenstandeserhielt, konnten wir, aller Mühe ungeachtet, nicht ermitteln.

Arundell. Die Vögel sind »silberne Meerschwal-ben« ; der Wolf ist gleichfalls silbern, der Löwe »her-melinen«, die Eule silbern (nicht, wie die englischenpeerages angeben, hermelinen). Ein Siegel mit der Unter-schrift: the honorable Robert Arthur Arundell, countof the Holy Romain Empire zeigt den Schild auf derBrust eines von fünfblättriger Krone überhöhten Doppel-adlers.

Arz. Im Grafendiplom, welches nur eine Bestäti-gung enthält, ist kein Wappen verliehen, ebensowenig indem dto. Innsbruck 18. März 1664 von Erzherzog Sig-mund Franz von Oesterreich-Tirol ertheilten jener Linie,welche mit GrafFerdinand v.Arzt, f in Mannheim, Anfangsdieses Jahrhunderts erloschen sein dürfte. Augenschein-lich hat die Familie das Wappen einer anderen gleich-namigen zu dem ihrigen, respective statt desselben ad-optirt.

Aspremont-Linden. Diese allein noch blühendeältere Linie erbte 1819 von der f jüngeren Linie die vor-mals reichsständische Herrschaft Reckheim. Die schwar-zen Doppeladler auf dem Mantel sind goldbewehrt, dieMänner braunhaarig.

Asseburg. Die schildhaltenden Wölfe im Diplomde 1816 sind grau und stehen nicht, wie bei Koehne,Preuss. Wpb., I, 17, auf Arabeske, sondern auf Posta-ment von grauem Marmor; warum sie mit erhobenerLunte abgebildet sind, ist nicht bekannt. Alle alten Siegelder Familie seit ca. 1200 zeigen den Wolf mit zwischen

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